Kreditkarte

Der Inhaber einer Kreditkarte tätigt seine entsprechenden Umsätze auf der Basis einer Kreditlinie, die ihm vom Herausgeber der Karte gewährt wird. Ein monatlicher Kontoauszug gibt Auskunft über die einzelnen Transaktionen.

In Bezug auf die Rückzahlung gelten unterschiedliche Modelle. Während es üblich ist, den ausgeschöpften Rahmen einmal monatlich zu begleichen, gibt es Modelle, bei denen es möglich ist, die Rückzahlung über einen längeren Zeitraum zu verteilen. Die Kreditkarte erlaubt weltweit die Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr, zum einen gegenüber den zahlreichen Akzeptanzstellen, zum anderen in Bezug auf Barabhebungen an entsprechenden Geldautomaten.

Voraussetzung zum Erhalt ist eine ausreichende Bonität (Kreditkartenwürdigkeit), die wird häufig in Form regelmäßiger Zahlungseingänge nachgewiesen.

Partner-/ Zusatz-/ Zweitkarte

Ist eigentlich eine zusätzliche Kreditkarte zu der Hauptkarte für eine weitere Person. (Ehepartner/ Familienangehörige). Die Zusatzkarte wird über das Konto der Haupt-Karte abgerechnet. Sie ist in der Regel einfacher zu beantragen und auch billiger als eine neue Kreditkarte.

Kosten

Die Kosten bestehen zum einen aus der Grund- oder Jahresgebühren, die bei einigen Anbietern über die Höhe der Kartenumsätze reduziert werden können. Und zum anderen aus transaktionsabhängigen Gebühren wie beispielsweise für Bargeldabhebungen oder für Auslandsumsätze. (Transaktion bedeutet, dass elektronische Medien genutzt werden, um bestimmte Prozesse auszulösen) In Deutschland zahlt der Händler bzw. das Geschäft die Transaktionskosten.

Kartendaten

Auf der Vorderseite der Karte

  • Name des Karteninhabers, sichtbar eingeprägt auf der Vorderseite der Kreditkarte und elektronisch gespeichert
  • Eine 16stellige Identifikationsnummer auf der Vorderseite und ebenfalls elektronisch gespeichert
  • Die ersten 4 Ziffern stehen für die Kreditkartengesellschaft: Bank Identification Number (BIN Code)
  • Die 5. Ziffer steht für die Kreditkartenart (z. B. bei American Express: blau, grün, gold, platin)
  • Die 6. Ziffer dafür, ob es sich um eine Zweitkarte, Partnerkarte, Firmenkarte etc. handelt
  • Diese sechs Ziffern bilden den BIN-Code.
  • Die restlichen 10 Ziffern sind die Kontonummer mit der letzten Ziffer als Prüfziffer
  • Das Verfalldatum (in Monat und Jahr) ist sichtbar geprägt auf der Vorderseite und zusätzlich auf dem Magnetstreifen gespeichert

Rückseite:

  • Die Prüfziffer CVC 1 (Card Validation Code) respektive CVV 1 (Card Verification Value) ist nicht sichtbar, sondern nur auf dem Magnetstreifen gespeichert.
  • Die Unterschrift des Karteninhabers befindet sich auf einem speziellen Feld auf der Rückseite der Kreditkarte
  • Kartenprüfnummer (CVC2): 4 Ziffern sichtbar, aber weder geprägt, noch elektronisch auf dem Magnetstreifen gespeichert

Die PIN (Personal Identification Number)

Es gibt Kreditkarten sowohl mit als auch ohne PIN. Die Kreditkarten mit PIN kann man nicht nur zur Bezahlung von Dienstleistungen oder Waren verwenden, sondern unter Verwendung der PIN auch Bargeld an Automaten abheben. Die PIN ist nicht auf dem Magnetstreifen der Karte gespeichert und darf, entsprechend den Bestimmungen aller Kartengesellschaften keinesfalls auf der Karte notiert oder zusammen mit der Karte in irgendeiner Form aufbewahrt werden.

Zahlungsverfahren

1. Die MasterCard als Lizenzgeber berechtigt zum einen die Bank des Karteninhabers und zum anderen die Bank des Händlers, mit MasterCard Produkten Zahlungen durchzuführen.

2. Die Bank des Karteninhabers schliesst einen Vertrag mit dem Karteninhaber zur Ausstellung und Nutzung der Kreditkarte ab.

3. Mit der MasterCard® Kreditkarte kauft der Karteninhaber bei einem Händler ein.

4. Um die Bonität des Karteninhabers sicherzustellen, stellt der Händler eine elektronische Anfrage an seine Bank und bittet um Autorisierung der Tranksaktion. Transaktion bedeutet, dass elektronische Medien genutzt werden, um bestimmte Pro-zesse auszulösen.

5. Die Händlerbank prüft die Bonität des Karteninhabers, durch entsprechende Anfrage bei der Kartenherausgebenden Bank und erteilt nach erfolgreicher Prüfung die Freigabe.

6. Im Anschluss daran veranlasst die Bank des Karteninhabers die Zahlung an die Händlerbank. Das dauert alles nur paar Minuten.

Vorteile von Kreditkarten

    • Weltweite Akzeptanz
    • Unabhängigkeit von Bargeld
    • Kein Devisenumtausch
    • Sicherheit der Finanzmittel: durch geringe Haftungsgrenzen bei Diebstahl/Verlust der Kreditkarte
    • Flexibilität und optimale Zahlungsmittelfunktion
    • Zinsfreier Kredit bis zur Abrechnung (i.d.R. Monatsende, teilweise länger)
    • Sonderleistungen wie Versicherungspakete, Reiseservice etc.

Nachteile von Kreditkarten

  • Hohe Jahresgebühren
  • Potentielle Sicherheitsrisiken im Internet
  • wird nicht überall akzeptiert
  • Hohe Kosten bei Bargeldauszahlungen, insbesondere bei Auslandsaufenthalten
  • Die Serviceleistungen, wie z.B. Reiseversicherungen, die im Leistungsumfang der Kreditkarte enthalten sind, können teilweise nur genutzt werden, wenn die Reise auch über die Kreditkarte bezahlt wurde.
  • Schlechte Kontrolle über die Ausgaben

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