Doping

Doping

Allgemeine Definition von Doping Doping ist der Versuch, die Leistungsfähigkeit auf medikamentösem Wege zu steigern. Historische Entwicklung von Doping Bergiff „Dop“ lässt sich auf einen südost afrikanischen Dialekt zurückzuführen. Das Wort kam nach England und wurde zunächst für die Stimulierung von Tieren, speziell für Pferde verwendet. Später breitete sich der Begriff auch auf Menschen aus. – Schon die skandinavischen Berserker verwendeten Bufotein (gewonnen aus Pilzen), um ihre Kampfkraft bis auf das 12fache zu steigern. – Im Süd- und Mittelamerikanischen Raum schafften Inkas Cokablätter kauend Strecken von 1750km in 5 Tagen. (nach spanischen Chronisten) – Ein Stamm in Mexiko benutzen die Wurzel des Peyoten Katus, um enorme Strecken zurückzulegen. Hauptteil: 1. Psychomotorische Stimulanzien und sympathomimethische Amine (= Weckamine) Wirkung: Aufhebung der Ermüdung; erhöhte Sinneswachsamkeit; Koordination und Bewegungsabläufe werden positiv beeinflußt; Steigerung des Selbstvertrauens; Gefühl der psychischen Stärke = heben Stimmungslage, machen optimistisch bis hin zur Euphorie. Der Sportler wird über den realen Ermüdungszustand seines Körpers getäuscht, dadurch hat er Zugriff auf die Autonom Geschützten Reserven, die eigentlich zur Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Funktionen benötigt werden. In hohen Dosen =Übererregtheit, Unruhe, Gereiztheit und verminderte Leistungfähigkeit. Die Gefahr ist, dass solche Substanzen die eigene Antriebsproduktion und Impulse extrem beeinflussen können, dass es zur einer völligen Störung der unbedingt notwendigen Regulationsmechanismen kommen, im Extremfall Tod. 2. Zentralnervös stimulierende Substanzen (=Analeptika) Stammhirnerregende Analeptika: Es kommt zu einer zentralen Erregung des Stammhirns, die insbesondere motorische Funktionen beeinflusst. Es kommt auch zu einer Stimulierung des Atem- und Kreislaufsystems. In hohen Dosen kommt es zu Muskelzuckungen und Krämpfen bei vollen Bewusstsein. Bei zu langer Dauer können sie über den Sauerstoffmangel zum Tode führen. Rückenmarkangreifende Analeptika (=Stynchin): Steigert den Muskeltonus und die Reflexerregbarkeit. Strynchin gehört zu den Substanzen, die Zugriff auf die Autonom Geschützten Reserven haben.Stynchin wird meist für die Schnellkraft genutzt. Bei hohen Dosen kommt es zu tonischen Krämpfen; da die Reflexhemmung aufgehoben ist, werden Beuger- und Streckermuskeln gleichzeitig kontrahiert. Es können Muskelkrämpfe der gesamten Skelettmuskulatur auftreten, die zu schweren Kreislaufkomplikationen führen können. 3. Narkotika und Analgetika (=Betäubungsmittel und Schmerzmittel) Diese Substanzen dämpfen die im Gehirn eintreffenden Impulse, d.h. hegt die Schmerzempfindung auf, das die Stimmungslage des Sportlers verändert: Unlust und Angstgefühle werden beseitigt; Euphorie stellt sich ein, die für den Sportler im Vordergrund steht. Bei wiederholter Zufuhr besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit und Toleranzentwicklung, das zu einer laufenden
Dosissteigerung führt (=Drogen). Bei Überdosierung kann der Tod als Folge von Atemlähmung eintreten. Der Entzug führt zu Entzugserscheinungen. 4. Anabolika (=anabole steroide) Anabole Steroide werden synthetisch hergestellt und enthalten das männl. Sexualhormon Testosteron. Das Testosteron fördert die Proteinsythese in verschiedenen Organen, besonders in der quergestreiften Muskulatur. Der große Muskelquerschnitt des Mannes ist auf dessen höhere Testosteronkonzentration in den Körpergeweben zurückzuführen. Anabolika wurde primär zur Behandlung von Erkrankungen entwickelt worden. (bei Muskelschwund, Kinderlähmung, etc.) Die anabolen Steroide verstärken den Krafttrainingseffekt bei Personen mit Testosteronmangel. Nebenwirkungen: Überlastungsschäden von Sehnen- und Bandapparat durch den schnellen Kraftzuwachs. Gestörte Leberfunktionen; vorzeitiger Wachstumsstillstand bei Jugendlichen; Virilisierungserscheinungen (Bartwuchs, tiefe Stimme) und Zyklusstörungen bei Frauen. Rückgang der Spermatogenese, Hodenverkleinerung und Impotenz bei Männern. Das Dopingverbot und ihre Begründung – Ethische Grundsätze/ Fairness („Jeder am Start hat die gleiche Chancen“) – Gefährdung der Gesundheit des Gedopten. Doping ist in Frankreich, Belgien und Italien gesetzlich verboten. In Deutschland: Der deutsche Sportärztebund veranlasste den deutschen Sportbund 1966 um eine Empfehlung zum Verbot des Dopings an Deutschen Turn- und Sportverbände herauszugeben. Als Doping gilt die Anwendung einer Dopingsubstanz durch den Sportler oder eine Hilfsperson, vor und während eines Wettkampfes. Die Anwendung und der Besitz von Dopingmitteln ist verboten und wird unter Strafe gestellt. (=Sperrung und Geldstrafe.)

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