Judentum

Judentum
Allgemeines
– älteste monotheistische Religion -> „1-Gott-gläubig“
– Mensch als Gottes Ebenbild angesehen, als selbstbewusster Partner Gottes
– alle gleichberechtigt
– schätzungsweise über 15 Millionen Juden weltweit, in Deutschland 60.000 Juden
– 1 Gott = Jahwe = Schöpfer der Welt, ihm gehört Welt und alle sind ihm untergestellt, Juden sprechen wegen der Heiligkeit des Namens den Namen nicht aus sondern stattdessen: adonaj (mein Herr)
– Jahwe achtet auf Recht und Gerechtigkeit -> nur so könne man zu gutem Leben gelangen
– Ziel jedes Juden: Leben in der vom Gott gewährten Freiheit zu schützen
Geschichtliches
– lebten als Halbnomaden und Viehzüchter
– im losen Stammesbund organisiert, nur im Kriegsfall als Einheit gegen Bedrohung von außen
– durch Gründung des Königreiches im heutigen Israel und unter anschließender Herrschaft Davids Einigung der Stämme um 1000 v. Chr.
– Jude = ursprüngliche Bezeichnung für Angehörige des Stammes Juda
– Früher halt Stammesreligion, heute Weltreligion
Hebräische Bibel
– Tenach, umfasst 24 Bücher u.a. als Kern die Thora
– Thora (Pentateuch) = Weisung für jüdisches Volk, Textgrundlage für alle Einzelbelehrungen im jüdischen Leben; in Phasen von 1000 bis 400 v. Chr. Entstanden
– Thora= Mischna (Wiederholung) und Gemara (Belehrung)
– Mischna -> 6 Ordnungen/ Regelungen: Ackerbau, Festzeiten, Eherecht, Zivil und Strafrecht, Opfergesetze und Reinheitsgesetze
– Gemara -> enthält Diskussionen, Analysen und Erschließungen über Mischna (1. bis 5. Buch Mose)
– bilden zusammen Talmund -> Sammelwerk, beschreibt Sorgen und Freude des jüdischen Menschen, vermittelt u.a. auch die Arbeitsweise der Rabbiner  jedes Gebot erklärt damit jedes es versteht und erfüllen kann
 keine eindeutige Rege, sondern Richtlinien und Lebensweisheiten
Bsp. (LB. Seite 125): Weigere Dich nicht, den Bedürftigen Gutes zu tun, wenn Deine
Hand es vermag.
Trachte nicht nach Bösem gegen deinen Nächsten, der arglos
bei Dir wohnt. Geh nicht mutwillig mit jemand vor Gericht,
wenn er Dir kein Leid getan hat. Sei nicht neidisch auf den
Gewalttätigen und erwähle seiner Wege keinen.
Tempel und Synagoge
– öffentlicher Gemeindegottesdienst immer in der Synagoge
– Synagogen = Gottes und Gebetshauas der Juden mit einem Betsaal
– Allerdings Gottesdienst nur, wenn mindestens 10 mündige Männer mit dabei sind
– Gebtesbuch (Siddur) gibt Gottesdienstordnung vor
– Heiligster Ort und Pilgerstätte: Klagemauer in Jerusalem
– Klagemauer = Rest von altem Tempel, 18 m hoch, 170 m lang, kommen hierher um für Vergebung der Sünden zu beten
Sabbat
– offenbart menschenfreundlichen Charakter der göttlichen Gebote
– Tag der Ruhe und Versöhnung
– Sinnbild für Bund Gottes mit den Menschen und dessen Liebe zur Schöpfung
– am Freitagabend mit Abendgebet in der Synagoge begrüßt und zu Hause danach mit Lichteranzünden durch die Ehefrauen meist
Jüdische Kalender
– jüdisches Jahr beginnt im Herbst
– Kalender hat im Schaltjahr 1 Monat mehr
– außer Sabbat haben Wochentage keine Namen
– bei uns 2009, im jüdischen Kalender dieses Jahr 5769
Wichtige jüdische Feste
– 3 mehrtätige wichtige Feste: Passahfest, Laubhüttenfest und Fest der Thorfreude
Passahfest: – am Frühlingsanfang
– erinnert an Rettung Israels vor Ägypten
– immer am 50. Tag nach dem ersten Festtag gedenkt man der Offenbarung
der Gebote am Berg Sinai -> Schenkung der Thora
Laubhüttenfest: – auch Sukkot genannt
– Art Erntedankfest
– 7 Tage lang wohnen Juden in Laubhütten und feiern
Fest der Thorafreude: – im Anschluss an Laubhüttenfest
– auch Simchat – Thora genannt
– am Tag nach dem Fest ist Begin des neuen Jahres, also wie
Silvester für uns
Feiertage: – Neujahrsfest (Rosch ha Schana) -> als Gedenktag der Schöpfung Gottes
– Versöhnungstag (Jom Kippur) -> dient der Entsühnung des Volkes
-> Kapparut = schwingen Huhn über den Kopf, auf das die Sünden des
vergangenen Jahres übertragen werden soll
Chanukka: 8tätiges Lichtfest im Spätherbst zum Gedenken an die Wiedereinweihung
des alten Tempels in Jerusalem
Purim – Fest: entspicht christl. Karneval
Bräuche und Riten
– am 8. Tag nach der Geburt Beschneidung (Brit Mila)
– alle Erstgeborenen stehen Gott zu -> Opferung für / gegen gespendete Geldsumme
– Bar Mizwa -> – am Sabbat nach dem 13. Geburtstag
– Jungs lesen Thora vor -> wird zum vollg. Mitglied der Gemeinde
– Eheschließung wird 7 Tage lang gefeiert
– Jüdische Speisegesetze -> Kaschrut nur Verzehr von koscherem Fleisch (enthält kein Blut, nach jüd. Regeln geschlachtet
10 Gebote
– im sogenannten Dekalog zu finden
– früher im 6. Jhd. v. Chr. Mit eingearbeitet
1. Du sollst keinen anderen Gott haben.
2. Du sollst dir kein Gottesbild machen.
3. Du sollst den Jahwenamen nicht zu Nichtigem aussprechen.
4. Gedenke des Sabbattages.
5. Ehre deinen Vater und deine Mutter.
6. Du sollst nicht töten.
7. Du sollst nicht ehebrechen.
8. Du sollst nicht stehlen.
9. Du sollst nicht als Lügenzeuge gegen deinen Nächsten aussagen.
10. Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten trachten.
Jüdisches Sündenverständnis
– Übertreten einzelner Gebote der Thora = Sünde
– Schwere der Sünde hängt von der Kenntnis des Gesetzes und der Nähe zum Gesetz ab
–  alles muss innerhalb der Gesetze geschehen
Bilder Davidstern- Symbol des Judentums. Thorarolle siebenarmige Menora – weiteres Symbol des Judentums

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