Minderheiten

Beispiel 2: China
Han-Chinesen (= ethnische ChinesenVolkszugehörigkeit)
55 nationale Minderheiten (darunter ca. 7 Ml. Uiguren und ca. 3-5 Ml. Tibeter)
Chinesen- Akteure und Opfer einer Minderheitenpolitik:
Han-Chinesen in der VR (Volksrepublik) China unterdrücken separatistische Bewegungen und
versuchen in ihren Heimatregionen die politische Macht zu erhalten.
Findet in Tibet ein kultureller Völkermord statt?
China betreibt eine konsequente Assimilationspolitik (=Anpassung von Minderheiten an die Mehrheit
als Ziel) gegenüber Tibet. Gezielte Maßnahmen gegen Tibet können allerdings nicht verhindern, dass
Tibet weiterhin ein sehr religiöses Volk geblieben ist.
Etwa 80% der Tibeter sind Bauern oder Nomaden, die Mehrheit der zugewanderten Han-Chinesen
arbeiten hingegen in der Industrie, Bergbau und in der Verwaltung. Sie leben vor allem in städtische
Zentren. ( Beispiel Stadt Lhasa 3:1 zugunsten Han-Chinesen)
Tausende Tibeter flohen 1959 in das benachbarte Indien.
Weitere Entwicklungen zwischen der chinesischen Zentralregierung und dem tibetischen Klerus sind
ungewiss. Trotz der politischen Unterdrückung, ist der Alltag der tibetischen Kultur unangetastet.
Chinesische Bevölkerung in Indonesien wurde Opfer von Pogromen: (gewaltsame Massenausschreitung)
In Südostasien leben ca. 25 Millionen Auslandschinesen, die eine beherrschende Stellung im
Wirtschaftsleben haben („Familie des Großen Drachen“). Hat sich zwar positiv auf die
Wirtschaftsentwicklung ausgewirkt, wird jedoch von der einheimischen Bevölkerung (Südostasiens)
als bedrohlich empfunden.
In Indonesien kontrollieren 3% der Bevölkerung (überwiegend Chinesen) die Hälfte des Handels und
besitzen 75% des indonesischen Privatvermögens. Diese ökonomische Übermacht wurde bei der
Wirtschaftskrise 1997/98 zum öffentlichen Ärgernis. Die indonesische Regierung unternahm nicht
viel gegen die darauf folgenden Ausschreitungen. So waren die Chinesen, die Sündenbocke.
Beispiel 4: Konfliktherd Kaukasus
Viele Jahrzehnte versuchte man 120 Völker zu einem Sowjetvolk zu verschmelzen. Als „Vorbild“ galt
die russische Kultur und Sprache, wie man aber am Beispiel Kaukasus sieht, ist das Experiment
fehlgeschlagen.
Kaukasus besteht aus zwei Teilräumen, im Süden liegen die drei transkaukasischen Länder
(Armenien, Georgien, Aserbaidschan), die 1990 bzw. 1991 unabhängig wurden. Bürgerkriege
erschütterten alle drei Staaten. Im Norden leben 16 kaukasische Völker, die politisch zu Russland
gehören.
In den westlichen Medien wird über den Teschteschnischen Krieg berichtet, der seit 1995 andauert,
die versuchten politische Unabhängigkeit zu erlangen. Die Situation beruhigte sich auch nicht, als die
erzwungene Verfassung und der undemokratische Präsident kamen.

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