Atomenergie

Atomenergie im Militär
Wenn Mengen an
Energie freigesetzt
werden…
Alfred Bez
1. Aufbau & Funktion
1.1 Atombombe
Folgende Grafik zeigt, wie eine Atombombe aufgebaut ist.
1 – TNT (Sprengstoff)
2 – Spaltmaterial in Form einer Kugel
2 – (Plutonium-239 oder Uran-235)
3 – Neutronenquelle
Wenn eine Atombombe explodiert, dann geht dies wie folgt ab:
3.Eins Das TNT wird gezündet.
3.Zwei Durch die Explosion wird der radioaktive Stoff (Plutonium
oder Uran) zusammengedrückt, bis die kritische Masse erreicht
ist.
3.Drei Sobald die kritische Masse erreicht ist, entsteht eine
unkontrollierte Kettenreaktion, bei der die Neutronen im
Zentrum der Bombe den radioaktiven Stoff spalten.
3.Vier Es entsteht eine riesige Explosion, die alles im nahen
Umkreis sofort durch die Hitze- und Druckwelle zerstört.
Außerdem verseucht sogenannter „Fallout“ das Gebiet, in dem
er niederfällt. (Dazu später mehr)
1.2 Wasserstoffbombe
Wenn man von der Atombombe spricht, dann meint man in der
Regel die Kernfissionsbombe, bei der Uran für die Explosion benötigt
wird.
Es gibt allerdings auch die Kernfusionsbombe, die durch eine
Kernfissionsbombe (also eine Atombombe) gezündet wird. Um die
Kernfissionsbombe herum ist ein Mantel aus den Wasserstoff-
Isotopen Deuterium und Tritium. Wenn nun die Kernfissionsbombe
gezündet wird entsteht eine Druckwelle, die die Wasserstoff Atome
zusammenpresst. Durch die entstandene Hitze von mehrerer
Millionen Kelvin findet eine Kernfusion statt, bei der die Isotope zu
Helium reagieren. Dabei entsteht sehr viel Energie.
2. Auswirkungen
2.1 Hitze- und Druckwelle
Bei der Explosion einer Atombombe entsteht eine sehr starke Hitzeund
Druckwelle die alles im nahen Umkreis zerstört. Das passiert,
weil Unmengen an Energie freigesetzt werden. Die Dadurch
entstehenden Temperaturen können mehrere Million Kelvin
betragen. Je nach Sprengkraft der Bombe ist der Wirkungsraum der
Druckwelle unterschiedlich. Bei der am 30. September 1961
gezündeten „Zar-Bombe“ in Russland, die 6000-mal stärker als die in
Hiroshima verwendete „Little-Boy“ Atombombe war, war alles im
Umkreis von 20 km alles sofort durch die Hitze- und Druckwelle
zerstört, die übrigens mit Lichtgeschwindigkeit durchs Land schoss.
Aufgrund der Hitzewelle wird alles in einem bestimmten Umkreis
sofort verdampft. Bei der Explosion einer 1-Megatonnen-Bombe
verbrennt Papier, das auch 1 km weit entfernt ist. (Zum Vergleich: Die
„Zar-Bombe“ hatte 58 Megatonnen)
2.2 Strahlung
Eine sehr gefährliche und typische Auswirkung der Atombombe ist
die radioaktive Strahlung. Diese kann man in zwei Kategorien teilen:
die Sofortstrahlung und die Rückstrahlung. Zur Sofortstrahlung
zählen beispielsweise Alpha-, Beta- und Gammastrahlen. Die
Sofortstrahlung wirkt bis zu eine Minute nach der Explosion.
Als Rückstrahlung wird z.B. „Fallout“ bezeichnet. Diese Strahlung ist
auch noch nach einer Minute aktiv.
2.3 Der „Pilz“
Der sogenannte „Pilz“, der nach der Explosion einer Atombombe
entsteht, ist eigentlich eine Auswirkung der Druckwelle. Man muss
dabei wissen, dass Atombomben in einiger Höhe abgeworfen und
gezündet werden. Wenn die Atombombe jetzt Explodiert, verlässt die
Druckwelle das Explosionszentrum in alle Richtungen, also auch nach
oben und unten. Wenn die Druckwelle in Richtung Boden rast und
dort ankommt, wird sie reflektiert und rast erneut nach oben. Dabei
„nimmt“ sie eine Menge Staub usw. vom Boden mit. Das sieht man
dann als „Stängel“ vom Pilz. Der aufgewirbelte Staub ist natürlich
stark verstrahlt und kommt nicht sofort runter. Oft dauert es sehr
lange, bis dieser sog. „Fallout“ erst mit dem Regen „runtergespült“
wird und dabei stark strahlt.
So wurde z.B. in China eine Atombombe über der Wüste gezündet.
Dabei wurde viel Sand durch die Druckwelle hochgezogen und durch
den Wind in östliche Richtung verbreitet. Die „radioaktive Wolke“ zog
über Japan, den Pazifik, die USA, den Atlantik und sogar über Teile
Europas.
3. Gezündete Atombomben
3.1 „Little Boy“
Die am 6. August 1945 in Hiroshima gezündete Atombombe war die
erste Atombombe, die zum töten eingesetzt wurde. Als die 13
Kilotonnen starke Bombe hatte die japanische Stadt fast vollständig
zerstört. Die in ca. 600 m Höhe gezündete Bombe hat rund 90.000
Menschen sofort umgebracht. 50.000 weitere sind in den nächsten
Tagen bzw. Wochen aufgrund der Strahlenkrankheit gestorben.
3.2 „Fat Man“
Die am 9. August in Nagasaki gezündete Atombombe war der
Nachfolger der vorher gezündeten „Little Men“. Obwohl diese
Bombe ungefähr doppelt so stark war, sind hier „nur“ rund 36.000
Menschen sofort gestorben und 40.000 sind danach gestorben, weil
sie zu sehr verstrahlt waren.

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