Spiegelreflexkamera

Als Spiegelreflexkamera (engl. (D)SLR, (Digital) Single Lens Reflex) bezeichnet man eine Bauart für einen Fotoapparat.

  • Als Spiegelreflexkamera (engl. (D)SLR, (Digital) Single Lens Reflex) bezeichnet man eine Bauart für einen Fotoapparat.
  • Bei einer Spiegelreflexkamera gelangt das Licht durch die Linse des Objektivs (1) und wird dann vom Schwingspiegel (2) reflektiert und auf die Einstellscheibe (5) projiziert. Mit einer Sammellinse (6) und durch die Reflexion innerhalb des Pentaprismas (7) wird das Bild schließlich im Sucher (8) sichtbar.
  • ( Es gibt auch Spiegelreflexkameras, die anstelle eines Prismensuchers mit Pentaprisma (7) einen Lichtschachtsucher oder einen Porro-Spiegelsucher verwenden )
  • Während einer Aufnahme klappt (bei der Einäugigen-) der Spiegel nach oben (→) und der Verschluss (3) öffnet sich.
  • Das Bild wird dann nicht mehr in das Pentaprisma umgelenkt, sondern gelangt auf die Filmebene (4) bzw. den Film.
  • Es werden 2 Typen von Spiegelreflexkameras unterschieden: ein- und zweiäugige Spiegelreflexkameras.
  • Heute spielen zweiäugige Kameras nur noch eine untergeordnete Rolle (eher für Sammler)
  • In der praktischen Fotografie haben sich einäugige Spiegelreflexkameras durchgesetzt.

Zweiäugige Spiegelreflexkamera

  • Die zweiäugige Spiegelreflexkamera (engl. Twin lens reflex, TLR) besitzt an ihrer Vorderseite immer zwei Objektive gleicher Brennweite.
  • Hier wird durch das erste (untere) Objektiv der Film belichtet. Dieses Aufnahmeobjektiv hat immer einen Zentralverschluss.
  • Das zweite (obere) Objektiv projiziert über einen Spiegel ein seitenverkehrtes Abbild auf eine Einstellscheibe.

Einäugige Spiegelreflexkamera

  • Die einäugige Spiegelreflexkamera (engl. Single lens reflex, SLR) besitzt einen klappbaren Spiegel (Rückschwingspiegel) und meist ein Pentaprisma.
  • Vor und nach der Aufnahme wird das Bild über den Spiegel auf die Einstellscheibe projiziert und kann über das Pentaprisma seitenrichtig und aufrecht betrachtet werden.
  • Erst im Moment der Aufnahme wird der Spiegel hoch- oder zur Seite geklappt, so dass er sich nicht mehr im Weg zur Filmebene befindet und der Film belichtet werden kann, wenn der Verschluss ausgelöst wird.

Digitale Spiegelreflexkameras

  • Digitale Spiegelreflexkameras decken das obere Preissegment der Digitalkameras ab und wurden anfänglich meist von Berufsfotografen verwendet.
  • Sie werden auch als DSLR oder D-SLR (Digitale-SLR) bezeichnet.DSLRs beherbergen statt eines Films einen Bildsensor (CCD-, CMOS- oder Active Pixel Sensor), auf den das Licht fällt, nachdem der Spiegel hochklappt. Durch das eingebaute Display ist ein sofortiges Betrachten der Fotos möglicher.
  • Bei den meisten Kameras kann darüberhinaus ein Histogramm (Helligkeitsverteilung) eingeblendet werden, das die Untersuchung des Bildes auf Unter- bzw. Überbelichtung erleichtert und unabhängig von den Wiedergabeeigenschaften des Displays ist.

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