Kentauren

Ein Kentaur beim Hufschmied, Gemälde von Arnold Böcklin, 19. Jh., Museum of Fine Arts,
Budapest/ Bridgeman Art Library, London / New York
Kentauren
In der griech.-röm. Sage Dämonen mit menschlichen Oberkörpern und Pferdeleibern.
Dazu gehören u.a. Cheiron, Nessos, Pholos, Eurytion, Rhötos, Peträos, Diktys,
Cyllaros, Hylonome, Rhoikos, Nubi-gena und Hylaios.
Sie sind Kinder des Kentauros und magnesischer Stuten.
Sie leben in den Waldgebirgen Thessaliens und Arkadiens. Besonders berühmt waren
die Kämpfe der Kentauren erstens mit den Lapithen unter Führung des Peirithoos
und Theseus in Thessalien, zweitens mit Herakles und Atalante in Arkadien.
Später wurden die Kentauren wegen ihrer Trunksucht oft als Begleiter des Dionysos
oder wegen ihrer Verliebtheit von Eros, der oft einen Kentauren reitet, dargestellt.
Was den Charakter der Kentauren betrifft, so hat man zwei Klassen zu unterscheiden.
In die erste Klasse gehören Cheiron und Pholos, denen beiden ein gutmütiger,
gastlicher, menschenfreundlicher Sinn eigen ist, daher sie auch eine andere
Genealogie haben als die übrigen Kentauren. Diese dachte man sich als wilde,
verderbliche Gebirgsdämonen, trunksüchtig, streitlustig, lärmend, rohes Fleisch
essend, räuberisch, nach Weibern lüstern, übermütig und gesetzlos dahinlebend.

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