Linux – Vorteile und Nachteile

Kurze Einführung in das Betriebssystem Linux. Ideal um Neulinge zu begeistern.

Linux – Einführung

Linux ist ein freies Betriebssystem für alle modernen PCs, Workstations, PDA’s, Großrechner und Mobiltelefone. Es werden keine kostenpflichtigen Lizenzen benötigt, gleichgültig für welchen Einsatz. Diese Freiheit hat dazu geführt, dass sich zahlreiche Leute mit Linux befassen, neue Features und Korrekturen beitragen und das System so immer weiter verbreiten.

Die Geschichte von Linux

Die erste Version von Linux wurde von Linus Torvalds, einem Student aus Helsinki, entworfen, da dieser ein UNIX-System auf seinem Rechner haben wollte. Da diese UNIX-Systeme jedoch zu teuer waren oder zu hohe Anforderungen an seinen Rechner stellten, hatte er von Anfang an MINIX, ein UNIX-ähnliches System, auf seinem Rechner.

Im Frühjahr 1991 hatte Linus angefangen, eine Terminal-Emulation zu schreiben, die von Diskette bootete, also ohne Betriebssystem auskam, und eine Modem-Verbindung zur Uni aufbauen konnte. Am 17. September 1991 veröffentlichte er nach mehreren Monaten Entwicklungsarbeit Version 0.01. Hierbei handelt es sich aber nur um den Kernel des Systems (ohne irgendwelchen grafischen Oberflächen oder Anwendungen). Der Name setzt sich aus dem Namen des Entwicklers, also Linus Torvalds und dem “Muttersystem” Unix zusammen.

Der Kern von Linux: der Kernel

Der Kernel ist der “Kern” des Betriebssystems und beinhaltet alle für das Booten relevanten Treiber. Dazu gehören zum Beispiel die Festplatte, Dateisysteme, die Grafikkarte, die Netzwerkkarte und seine Protokolle, die Tastatur, die Maus etc. Bei Linux kann dieser Kernel von den Benutzern selbst verändert werden. Zum einen kann man den Quellcode wie bei vielen Linux-Programmen verändern, zum anderen aber kann man im “Kernel-Setup” alle Einstellungen selbst verändern.

So kann jedes Linux-System für den genutzten Computer angepasst werden. Das hat den Vorteil, dass der Betriebssystemkern sehr klein wird und so weniger Ressourcen beansprucht. Dadurch wird das gesamte System schneller.

Warum Linux anderen Betriebssystemen vorzuziehen ist

  • Open Source: Erhältlich als Quellcode oder als einfach zu installierende Distribution. Jeder darf mit entwickeln, sein Wissen beitragen und Fehler verbessern.
  • Viele Programme verfügbar. Die meisten davon sind frei und von exzellenter Qualität. Viele Applikationen, die für andere Systeme richtig Geld kosten, sind für Linux kostenlos!
  • Kein Ärger und keine Einschränkungen mit Software-Lizenzen.
  • Keine Abhängigkeit von einem einzelnen Softwarehersteller.
  • Sehr stabil und zuverlässig. Es ist im Einsatz in High-End-Systemen mit Millionen von HTTP-Zugriffen am Tag, Mail-Servern mit über 10000 Emails täglich, u.v.m.
  • Es wird rasch weiterentwickelt und ist technisch das führende Betriebssystem. Inzwischen ist es auch das schnellste und zuverlässigste Betriebssystem für PCs.
  • Hohe Sicherheit: Durch das Multiuser-Konzept kann jedes Programm mit gerade soviel Rechten ablaufen, wie es benötigt.
  • Sicheres Surfen: Viren und trojanische Pferde haben nahezu keine Chance.
  • Es kann vollständig aus der Ferne administriert werden und daher auch ohne Bildschirm und Tastatur laufen.
  • Der Desktop kann mit sogennanten Themes frei an den individuellen Geschmack angepaßt werden.
  • Die meisten Anpassungen erfordern nur simple Änderungen in Konfigurationsdateien ohne Neustart.

Was Linux (noch) nicht kann

  • Es gibt nur sehr wenige kommerzielle Spiele.
  • Windows-Programme laufen nicht (das kann man natürlich auch als Vorteil ansehen). Einige laufen allerdings unter dem freien Windows-Emulator WINE.

Distributionen – Ein Beispiel: Ubuntu

Aufgrund der relativ einfachen Bedien- und Konfigurierbarkeit, der Unterstützung durch Entwickler und Gemeinschaft sowie seiner Gestaltung hat sich Ubuntu innerhalb kurzer Zeit zu einer beliebten und bekannten Linux-Distribution entwickelt und wird gerne „Linux-Neulingen“ empfohlen. Aber auch viele fortgeschrittene Linux-Benutzer sind mit Ubuntu sehr zufrieden, da es auch sehr anpassungsfähig ist. So zählt Ubuntu innerhalb kürzester Zeit zu den erfolgreichsten Linux-Distributionen der Welt.

Ubuntu kommt mit einer großen Liste an vorinstallierten Programmen. Die wichtigsten sind:

  • Browser: Firefox 2.0
  • Office Packet: OpenOffice.org (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation)
  • Bildbearbeitung: Gimp
  • Chatclient: Gaim (Unterstützt ICQ, AIM, MSN, u.v.m)
  • Brennprogramm: Serpentine
  • Video & DVD: VLC-Player

Ubuntu kann parallel zu Windows installiert werden. Beim Booten kann man dann aussuchen, welches Betriebssystem gestartet werden soll. Die Installation läuft vollautomatisch und kann ohne Linux Vorwissen vorgenommen werden.

Ubuntu Download: http://www.ubuntu.com/getubuntu/download (ISO-CD-Image)

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