Marxismus

Die Theorie des Marxismus stammt von Karl Marx und Friedrich Engels Sie hat ihre
Grundlagen in der Philosophie von Wilhelm Friedrich Hegel: dialektisches
Entwicklungsprinzip: Das Weltgeschehen kommt durch einen göttlichen „Weltgeist“ zu
Stande, welcher mit sich selbst im Dialog steht. Am Anfang wird eine These aufgestellt,
darauf wird mit einer Antithese geantwortet und darauf folgt die Lösung, die Synthese.
Schließlich wird die Synthese zur These des nächsten Dialektischen Schrittes. Thesen
Antithesen und Synthesen des Weltgeistes im Dialog mit sich selbst treten als Ideen in den
verschiedenen Lebensbereichen wie Politik, Recht und Wirtschaft in Erscheinung und treiben
die Weltgeschichte voran.
Ludwig Feuerbach: materialistischer Grundgedanke: Nicht ein göttlicher Geist hat die Erde
erdacht und dann als Schöpfung verwirklicht sondern die materiellen Verhältnisse sind aus
sich selbst und die Menschen haben Gott erdacht.
 Weltbild von Marx und Engels: Die Dialektik ist nicht durch einen göttlichen Geist in der
Welt, sondern sie liegt als Antrieb der Materie, die von Anfang an war und aus der alles
wurde. Damit geschah und geschieht alle Entwicklung nicht primär aus Ideen geistigen
Ursprungs, sondern aus der Materie, und zwar nach dem Gesetz der Dialektik.
Die Lehre des Historischen Materialismus
Durch die ungleiche Verteilung des Reichtums gab es in der Geschichte immer eine
Gesellschaftsgruppe die bevorteilet war. Diese Gruppe wollte ihre Stellung behalten und
entwickelte somit ein System zu Begründung und Rechtfertigung der bestehenden Ordnung.
Laut Marx und Engels gab es also immer den „materiellen Unterbau“, die materiellen
Verhältnisse, die dann den „ideologischen Überbau“, also die Ideen schufen.
Durch die neuen Fertigungstechniken änderten sich die Produktionsverhältnisse bis sie im
Widerspruch zur bestehenden Gesellschaftsordnung standen. Die schwächeren Klassen
wurden unzufriedener und stürzten die herrschende Klasse und brachten eine neue
Gesellschaftsordnung hervor. Diese wird jedoch demselben Entwicklungsprozess unterliegen.
Die Geschichte war für Marx und Engels also eine Kette von Klassenkämpfen.
Marx und Engels lebten in einer Zeit des Kapitalismus und beschäftigten sich somit auch
intensiv damit. So entstand dann im Sinne ihrer Theorie des Dialektischen Materialismus die
„Politökonomie“ in der die soziale Frage folgende Interpretation fand:
Die Theorie vom Mehrwert:
Der Kapitalismus hat zwei Gesellschaftsklassen hervorgebracht: die Kapitalisten und die
Proletarier. Die Proletarier haben nichts als ihre Arbeitskraft, welche sie an einen
Kapitalistischen Unternehmer, welcher über Waren und die Produktionsmittel und das Kapital
verfügt, verkaufen müssen. Dabei kauft der Kapitalist den Proletarier als Ware nach ihrem
Wert, welcher durch den zur Produktion nötigen Aufwand bestimmt ist. Der Aufwand
errechnet sich aus den Lebenserhaltungskosten, aus den Ausbildungskosten und aus den
Fortpflanzungskosten. Um diesen Aufwand auszugleichen muss der Arbeiter eine bestimmte
Zeit für einen bestimmten Lohn arbeiten, arbeitet er jedoch bei gleicher Entlohnung länger, ist
das der Profit des Unternehmers.
Die Theorie der Verelendung
Ziel des Unternehmers ist die Steigerung des Profits. Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder
die Verlängerung der Arbeitszeit der Arbeiter oder die Steigerung der Produktivität durch
Maschinen. Viele Unternehmer werden ihren Betrieb mit Maschinen ausstatten da die
physische Belastbarkeit der Arbeiter begrenzt ist. Daraus folgt dass die übrige Arbeit immer
einfacher wird und sie von ungelernten Kräften und auch Frauen und Kindern verrichtet
werden kann. Die daraus folgenden Konsequenzen sind Wertminderung der Arbeit,
Herabsetzung der Löhne und Arbeitslosigkeit. Die Arbeiter sind folglich in einer
Konkurrenzsituation was Lohndruck mit sich zieht. Zudem können kleine Unternehmen dem
Konkurrenzdruck der Großunternehmer nicht standhalten und zur Besitzlosigkeit herabsinken
und damit noch mehr Arbeitslose verursachen. Die letzte Konsequenz ist eine Verelendung
des Proletariats.
Die Theorie der Entfremdung
In dieser Theorie geht es nicht wie in den Lehren vom Mehrwert und von der Verelendung
um die Gesellschaftliche Problematik der sozialen Frage sondern vielmehr und die
Bewusstseinslage des Proletariers und die Folgen.
Laut Marx bedeutet Arbeit für den Menschen Selbstverwirklichung. Jedoch muss die Arbeit
vier Voraussetzungen erfüllen damit sie dem Menschen die Selbstverwirklichung erlaubt:
Sie muss eine bewusste und schöpferische, eine freiwillige Tätigkeit sein, die Gesamtheit
seiner Fähigkeiten entwickeln und zusammen mit anderen vor sich gehen.
Laut Marx ist das Grundübel des Kapitalistischen Wirtschafts-und Sozialsystems das
Privateigentum an den Produktionsmitteln, was die Trennung von Kapital und Arbeit , die
Besitzlosigkeit und Armut der Proletarier, die erzwungene Lohnarbeit der Besitzlosen, die
Arbeitsteilung und die Maschinenarbeit mit sich. Au s diesen Faktoren ergeben sich
verschiedene Formen menschlicher Entfremdung.
Da der Unternehmer dem Arbeiter das Produkt unmittelbar nach der Fertigstellung wegnimmt
und verkauft ist es für den Arbeiter nicht mehr zugänglich und damit fremd. Der Unternehmer
verkauft das Produkt und kauft von dem Geld Maschinen oder andere Arbeitskräfte, die im
Endeffekt den Lohn drücken oder den Arbeitsplatz gefährden, deswegen wird ihm das
Produkt sogar zum Feind.
Außerdem Entfremdet sich der Arbeiter von seiner Arbeit, da er wenn er produziert immer
etwas von seinem leben, von seinem Kräften oder von seinem Wesen in das Produkt legt,
welches man ihm entzieht und somit auch ein Teil seines Lebens wegnimmt.
Außerdem ist seine Arbeit erzwungen da er nicht frei tätig sein kann sondern fremde Arbeit
annehmen muss.
Die Maschinen nehmen ihm die schwierigste Arbeit ab, der Arbeiter selbst muss nur noch
einfachste Handgriffe machen, so wird der Arbeiter seinem tun fremd.
Insgesamt wird ein Mensch der die Identifikation ist seiner Arbeit und deren Ergebnis, dem
Produkt verleiht, sich selbst fremd.
Auch der Kapitalist steht der Arbeit fremd gegenüber, da er sie nicht selbst verrichtet, dem
Produkt, da er es nicht selbst erschaffen und dem Arbeiter mit dem er keine persönliche
Beziehung hat. Daraus folgt eine Polarisierung der Gesellschaft in zwei feindliche Klassen.
Marx Prognose: Der Kapitalismus wird von der internationalen Arbeiterschaft gestürzt und sie
richten eine „Diktatur des Proletariats“ und mit ihr den Solidarismus ein. Der Sozialismus
mündet schließlich in eine „klassenlose Gesellschaft“, den Kommunismus der keine
Schwäche des Kapitalismus mehr kennt also auch jede Art der Entfremdung aufhebt. Dem
irdischen Glück der Menschen steht nichts mehr im Wege
Quellen: Stark Buch;

http://de.wikipedia.org/wiki/Marxismus

http://www.inidia.de/marxismus.htm

http://www.marxismus-online.eu/

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