Der Zweite Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg bestand eigentlich aus zwei Kriegen, die nur durch Zufall miteinander verknüpft
wurden. Der Krieg in Europa und Afrika war durch die Eroberungspolitik Adolf Hitlers ausgelöst
worden. Der Krieg in Asien war der Versuch Japans, sich zusätzliche Rohstoffquellen zu beschaffen. In
der ersten Phase des Kriegs in Europa (direkt nach der Eroberung Polens) standen hauptsächlich
Deutschland (unter seinem Diktator Hitler) und das mit ihm verbündete Italien (unter seinem
Diktator Mussolini) den Demokratien Frankreichs und Englands gegenüber. Der deutschen Armee
gelang es recht schnell, Frankreich zu erobern. Norwegen und Dänemark kamen hinzu, um den
Erznachschub aus Narvik zu sichern. Im Süden griff Mussolini Griechenland und das britische Ägypten
an, wurde aber zurückgeschlagen, sodass die deutschen Armeen in einen Feldzug auf dem Balkan
und in einen weiteren in Nordafrika verwickelt wurden. Anfang 1941 stand Großbritannien allein
gegen Deutschland und Italien, die das gesamte Europa (ohne die Westgebiete der UdSSR)
beherrschten. Doch dann, im Juni 1941, überfiel Hitler seinen bisherigen Verbündeten Stalin.
Deutsche Armeen drangen schnell nach Russland vor und standen am Jahresende kurz vor Moskau.
Zu eben dieser Zeit überfielen japanische Streitkräfte den Hafen Pearl Harbor und zerstörten die dort
stationierte amerikanische Pazifikflotte. Hitler, der mit Japan einen Beistandspakt geschlossen hatte,
erklärte daraufhin auch den USA den Krieg. Im Jahr 1942 dehnten sowohl die Japaner als auch die
Deutschen ihr Machtgebiet weiter aus, doch am Jahresende blieben beide Offensiven stecken. Ab
Ende 1942 machte sich die drückende wirtschaftliche Überlegenheit der USA, der UdSSR und des
britischen Weltreichs bemerkbar. Die Russen begannen ihre verlorenen Gebiete zurückzuerobern,
die Briten nahmen ganz Nordafrika ein und setzten nach Italien über. 1944 erfolgten alliierte
Landungen in der Normandie und in Südfrankreich. 1945 trafen sich die vorrückenden
amerikanischen und sowjetischen Armeen bei Torgau an der Elbe. Das Oberkommando der
deutschen Wehrmacht kapitulierte angesichts der völligen militärischen Niederlage Deutschlands am
8./9. 5. 1945. Die Japaner wurden im ganzen südost- und ostasiatischen Raum von den verbündeten
Amerikanern, Briten und Chinesen zurückgedrängt, aber die Rückeroberung verlief zäh und
verlustreich. Zur schnelleren Beendigung des Kriegs und wohl auch aus machtpolitischen Gründen
zündeten die USA zwei Atombomben über Hiroshima und Nagasaki und eröffneten damit das
Zeitalter der Nuklearwaffen. Für Japan erfolgte die formelle Kapitulation am 2. 9. 1945.

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