Das Pantheon in Rom

Das Pantheon in Rom ist ein ursprünglich allen Göttern Roms geweihtes Heiligtum.

Der Rundbau mit Kuppel und Innenraum

  • Der Rundbau steht auf einem Ring aus Gussmauerwerk, welches aus einem 7,30m breitem und einem 4,5m breitem Ring besteht.
  • Die Mauer, die den Rundbau bildest ist 6m dick, allerdings wird der Mauerring nach oben hin leichter
  • Die Kuppel, die auf dem Mauerring sitzt, ist genau ein Halbkreis (wenn man diesen zum vollen Kreis machen würde, würde er unten genau den Boden berühren)
  • Es wurden vulkanische Steine für die Kuppel verwendet
  • Durchmesser der Kuppel: 43,30m
  • Größte jemals gebaute Kuppel der Welt (alle ähnlichen Gebäude richten sich nach dem Pantheon)
  • Innen ist die Kuppel mit 5 Kassettenreihen verziehrt, die zur Lichtöffnung hin kleiner werden.
  • Diese Öffnung ist fast 9m breit und die einzige Lichtquelle (keine Fenster)
  • Der Innenraum ist ziemlich schlicht gehalten.
  • An jeder Seite des Innenraums sind drei Exedren (=Raum als Erweiterung eines Saals)
  • -> je eine halbrunde und zwei rechteckige
  • Links und rechts von den Exendreb befinden sich je drei Nischen. In diesen Nischen waren wahrscheinlich früher die Götterstatuen und vermutlich den Gestirnsgöttern Sol, Luna, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn gewidmet.
  • Der Boden im Pantheon besteht aus quadratischen und runden Marmorplatten (noch gut erhalten)

Die Vorhalle (Pronaos)

  • Dort wo heute die Vorhalle steht, stand früher mal der ursprüngliche Tempel, doch er wurde zerstört und so baute man darüber.
  • Vorhalle: 33,10m breit und 15,50m tief
  • Die vorderen Säulen sind aus einem Block gehauene graue Granitsäulen ( die beiden linken Säulen wurden im 17. Jh. durch Säulen aus den nero-Thermen ersetzt)
  • An den Säulen befinden sich Kapitelle (= oberer Abschluss einer Säule)
  • Sowohl für diese als auch für die säulenbasen wurde weißer Marmor verwendet.
  • Hinter der 1.,3.,6. und 8. Säule befinden sich je zwei weitere Säulen in der Tiefe, so dass ein  dreischiffiger Vorbau entsteht.
  • Das breite Mittelschiff führt zum Eingang mit der Bronzetür hin.
  • Die Seitenschiffe führen auf je eine Statuennische hin (Statuen von Kaiser Hadrian und Augustus)
  • Die Innschrift auf dem Giebel stammt von Kaiser Hadrian zur erinnerung an Agrippa (Erstbauer des ersten tempels an dieser Stelle)
  • Der Übergang zwischen Pronaos und dem Kuppelbau besteht aus einem massiven Ziegelbau.

Die Rückseite des Rundbaus

  • an der Rückseite befand sich die Neptuns-Basilika
  • davon noch erhalten: teilweise Fries mit den gut sichtbaren Dreizacken und Delphinen

Die Geschichte des Pantheons

  • griechisch: pan = alle und theoi = Götter
  • um 27 v Chr. von Marcus Agrippa errichtet (als er zum 3. Mal Konsul war): Zuerst rechteckiges Gebäude
  • Möglichkeiten, wem der Tempel geweiht war : “Pantheon”, allen göttern oder den 7 Planetengottheiten
  • 80 n. Chr. brannte das Gebäude nieder und Domitian baute einen neuen Tempel, welcher 110 n. Chr. durch einen Blitzschlag wiederum zerstört wurde.
  • Das heutige Pantheon ist der Neubau von Kaiser Hadrian zwischen 120 und 125 n. Chr.
  • Im Jahre 608 schenkte der byzantinische Kaiser Phokas das Pantheon dem Papst Bonifaz IV
  • Dieser weihte den Tempel 609 als kirche S.Maria ad Martyres
  • Im Laufe der Jahre erfolgten viele Anbauten und auch Demontagen begehrter Baumaterialien.
  • Kaiser Konstantius ließ 663 die vergoldeten Bronzedachziegel entfernen und nach Konstantinopel bringen.
  • Unter Papst Gregor III erhielt das Pantheon ein Bleidach
  • Papst Urban VIII Barberini ließ 1632 den Bronzebeschlag der Balkendecke in der Vorhalle herausnehmen und ließ daraus 80 Kanonen für die Engelsburg und Säulen für den Altarbaldachin in der Peterskirche machen.
  • -> “Pasquill (=Schmähschrift): “Quod non fecerunt barbari, fecerunt Barberini”
  • Unter dem selben Papst wurden in der Vorhalle zwei Glockentürme errichtet (“Eselsohren”), die 1883 abgerissen wurden.
  • Das Pantheon regte viele Künstler an. Auch Michelangelo ließ sich von der Kuppel beim Neubau der Peterskirche inspirieren.
  • Seit Beginn des 16 Jh. wurde das Pantheon auch als Grabstätte benutzt: Raffael (auf eigenen Wunsch hin), weitere Künstler, im 19. und 20. Jh Mitglieder des italienischen Königshauses: Vittorio Emanuelle II, Umberto I und Königin Margharita.

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