Das Lübecker Ständeleben in der Hansezeit

Elisabeth Schiffner
27.01.2009
Das Lübecker Ständeleben in der Hansezeit
In der Hansezeit (13. bis 16. Jahrhundert) war das städtische Leben innerhalb der
bestehenden Stände unterschiedlich ausgestaltet. Dabei war das Ständesystem das
gesellschaftliche Ordnungsmodell des Mittelalters. Es lässt sich schematisch am besten als
Pyramide darstellen:
Die mittelalterliche städtische
Ständepyramide
Plebejische Schichten, wie Fuhrleute, Tagelöhner,
Handwerkergesellen, Gesinde (zu häuslichen Arbeitsleistungen
verpflichtete Dienstboten)
Patrizier
Kaufleute,
Unternehmer, Gelehrte
Handwerker, die einfachen Krämer sowie
die Gärtner und Feldarbeiter
Die soziale Abstufung innerhalb der Stadtbevölkerung spiegelte sich auch im lübschen
Verfassungsrecht wieder. Es enthielt folgende Festlegungen zur Ratswahl:
“Wir bestimmen auch, dass man niemanden in den Rat aufnehme, wenn er nicht echt
von freier Geburt und keinem Eigen sei und auch kein Amt von Herren habe. Auch
sei er von gutem Ruf, von einer freien Mutter geboren, die niemand zu Eigen sei.
Auch soll er eigenen Grundbesitz innerhalb der Mauern haben, nicht wegen
Meineides rechtlos sein und seine Nahrung nicht durch Handwerk gewonnen haben.”
Ratsfähig waren demnach nur Kaufleute und ansässige Landbesitzer.
Quellenverzeichnis:
F. Bruns, Lübeck ein Führer durch die Hansestadt, Lübeck 1930
J. Klöcking, 800 Jahre Lübeck, Lübeck 1950
H.-J. Dräger, Lübeck anschaulich, Hamburg 2007
http/wikipedia: Ständewesen im Mittelalter
Soziale Absicherung in
Gilden
Soziale Absicherung in
Zünften
Keine soziale
Absicherung
Wohnen in anspruchsvollen
Bürgerhäusern aus Stein
Wohnen in einfacheren
Häusern aus Stein oder in
den (Holz)“Buden“
Wohnen in den
(Holz)“Buden“

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