Kreta

Geographie und Lage Kretas:
Kreta ist die größte und südlichste Insel Griechenlands und die fünftgrößte in Europa. Mit einer Fläche von ca. 8300 km² und einer Küstenlinie von ca. 1000 km ist Kreta etwa fünf mal kleiner als die Schweiz. Sie ist 260 km lang und zwischen 60 km und 12 km breit. Im Norden liegt das Ägäische – im Süden das Libysche Meer. Kreta besteht etwa zu drei Viertel aus Bergland. Der höchste Berg ist der Timios Stavros mit 2’456 Metern über dem Meeresspiegel. Drei Bergketten beherrschen Kreta: das Ida-Gebirge, die Weißen Berge und das Dikti-Gebirge. Daneben gibt es noch zahlreiche kleinere Gebirge. Die Hauptstadt Kretas ist Heraklion und gleichzeitig mit 140’000 Einwohnern auch die größte Stadt. Man sagt auch, Kreta ist der Treffpunkt der Kontinente Europa, Asien und Afrika. Denn sie ist etwa gleich weit von Europa wie auch von Asien und Afrika entfernt. Allein durch die Grösse unterscheidet sich Kreta gewaltig von den anderen griechischen Inseln. Früher wurde Kreta von den Menschen in der Ägäis sogar als Kontinent bezeichnet. Kreta ist in 4 Bezirke eingeteilt: Chania, Rethymno, Heraklion, Lassithi.

Entstehungsweise:
Entstanden ist Kreta durch tektonische Bewegungen, die die Insel über den Wasserspiegel empor hoben.

Bevölkerung:
Auf Kreta leben ca. 600’000 Menschen. Das heißt rund 72 pro Quadratkilometer. Die Masse der Kreter lebt in den großen
Städten, also rund 41 Prozent. Das zeigt auch, dass der Rest des Landes relativ dünn besiedelt ist.

Die Sprache:
Die Landessprache ist griechisch. Doch viele vor allem ältere Leute sprechen noch den kretischen Dialekt.

Klima:
Es herrscht ein mediterranes Klima: trocken-heiße Sommer und feucht-kalte Winter mit regelmäßiger Sonne. Diese Insel ist mit seinen 300 Tagen Sonnenschein pro Jahr zusammen mit Zypern die sonnigste Insel im Mittelmeerraum.

Vegetation:
Die Vegetation auf dieser Insel ist sehr abwechslungsreich. Man findet dort einen Mix von Gebirgen, Wäldern und Buschlandschaften aus Kiefern, Zypressen, Wildoliven und viele verschiedenen Arten von Gräsern.

Landwirtschaft und Tourismus:
Diese Insel ist eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Anbaugebiete Griechenlands. Fast 50% der kretischen Landwirtschaft dienen dem Anbau von Oliven – fast 30 Millionen Bäume soll es zurzeit auf Kreta geben- 15% dem Anbau von Trauben, unter anderem zur Herstellung von Wein, Raki und Rosinen. ( Raki ist ein Schnaps mit 40 Volumenprozent ) Diese Produkte werden anschliessend auch in verschiedenste Länder exportiert. Auf Kreta findet jeder Besucher eigentlich den Strand, den er möchte. Kein Wunder, dass Kreta zu den beliebtesten Urlaubsinseln Griechenlands geworden ist. Das hat leider auch dazu geführt, dass an vielen Stränden, vor allem an
der Nordküste, panlos Hotelbauten und Bettburgen entstanden sind. Pro Jahr kommen ca. 2 Millionen Touristen nach Kreta. Landwirtschaft und Tourismus sind die beiden wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Kretas, es besteht ansonsten fast keine andere Industrie auf Kreta.

Religion:
Die Kreter sind fast zu 100% griechisch-orthodox.

Die Geschichte Kretas:
Die Geschichte Kretas, die auch als Wiege Europas bezeichnet wird, ist ca. 8000 Jahre alt. Etwa 6000 v.Chr. kamen die ersten Siedler nach Kreta, vermutlich aus Asien oder Afrika. Später kamen dann sesshafte Siedler dazu, die auf Kreta Ackerbau und Viehzucht einführten und erste Gebrauchskeramik fertigten. Die ersten Siedlungen lagen in Zentral- und Ostkreta. Sehr prägend war die sogenannte minoische Kultur in der Bronzezeit, welche als die erste europäische Hochkultur angesehen wird. Im Laufe der Geschichte können wir feststellen, dass Kreta einmal unter türkischer, römischer und auch unter deutscher Herrschaft war. An eine Blütezeit folgte die nächste. So kann man an vielen Orten noch heute den Einfluss verschiedener Kulturen feststellen. Kreta war, ist und wird auch immer eine einzigartige Insel bleiben

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