Granit

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Die Entstehung
Tiefengesteine, wie der Granit, entstehen durch die Erstarrung einer Schmelze in großer Tiefe. Das Magma dringt in Spalten, Störstellen, Falten oder andere Hohlräume in der festen Erdkruste ein, in denen es ungestört abkühlen und zu Gestein erstarren kann. Dies nennt man auch Intrusion. Durch die Abkühlung dieses Magmas wird die Erstarrung ausgelöst. Man nennt den Granit auch Intrusionsgestein. Diese Gesteinsmassen kommen dann durch Erdkrustenverschiebung oder Gebirgsauffaltungen an die Oberfläche. Während der langsamen Erstarrung lagern sich einzelne Mineralmoleküle zu Kristallen zusammen. Von Keimen aus wachsen diese Kristalle dann, bis sie an andere Kristalle stoßen. So bilden sich langsam feste Gesteinsmassen. Die Größe und die Anordnung der Kristalle hängt vor allem von der Geschwindigkeit des Abkühlens und vom herrschenden Druck ab.
Die deutschen Granite entstanden meist im Karbon vor rund 300 Millionen Jahren und sind heute in den Mittelgebirge zu finden. Bei uns in Deutschland findet man ihn im Schwarzwald, im Bayrischem Wald und im Fichtelgebirge. Es gibt daneben auch Granite in Skandinavien, Frankreich, Spanien, Italien, Grönland, Kamerun sowie in vielen anderen Ländern der Erde. Die Granite werden in vielen Farben angeboten. Besonders sind graue, gelbe, rote, blaue und weiße Tönungen zu nennen, die durch verschiedene Einschlüsse im Gefüge architektonisch reizvolle Zeichnungen der Oberfläche ergeben.
Die Bestandteile
Die Granite bestehen vorwiegend aus den Mineralien Quarz, Feldspat und Glimmer, die dicht miteinander verwachsen sind. Sie besitzen einen meist geringen Porenraum. Um so höher der Quarzanteil ist, desto höher ist auch die Härte des Granits. Der Glimmeranteil besteht aus kleinen glänzenden Blättchen. Sie können schwarzglänzend oder silberglänzend sein. Es können auch beide Glimmersorten im gleichen Granit auftreten. Der Feldspat bestimmt in erster Linie die Farbe des Natursteins. Die Farbe geht von hochrot, rötlich, rosa, gelblich, weiß, hellgrau, braun, bläulich und grünlich.
Granitabbau
Eine genaue Erkundung geht dem Abbau eines Natursteins immer voraus, denn es sollten vor allem Blöcke aus Kerngestein gewonnen werden, die rissfreie Qualitäten aufweisen. Natürlich spielt auch ein gutes Aussehen eine große Rolle. Zunächst muss der nicht verwendbare Teil einer Gesteinslagerstätte entfernt werden. Der Abraum muss dann so gelagert werden, dass dieser den weiteren Abbau Die Blöcke werden heute durch Bohren, Sprengen und Sägen vorsichtig aus dem Gesteinsverband gelöst und dann im Steinbruch gelagert. Für alle Gesteine gilt, dass stärkere Sprengungen zu vermeiden sind, da sonst Mikrorisse entstehen können.
Einige Granite und ihre Herkunft
Achertal Granit: Achern/Baden Württemberg (Schwarzwald)
Birkenkopf Granit: Wernigerode/Sachsen Anhalt (Harz)
Büchelberg Granit: bei Tittlang/Niederbayern (Bayrischer Wald)
Kornberg Granit: Kirchenlamitz/ Oberfranken (Fichtelgebirge)
Rotenberg Granit: Bühlertal/Baden Württemberg (Schwarzwald)
Verwendungsmöglichkeiten
Der Granit ist vielseitig verwendbar. Er wird verwendet für Stufen, Palisaden, Gestaltungssteine, Einfassungssteine, Pergolen, Pflastersteine, Poller, Bordsteine, Bänke, Tische, Blumentröge.
Die Oberflächen können gestockt, gespitzt, geflächt, bossiert oder geflammt sein. Er ist wirtschaftlich, weil:
• stabil,
• dauerhaft,
• farbecht,
• preiswert,
• wiederverwendbar.
Preise und Natursteinhändler:
Akiuco Granit, handgeschlagen, Güteklasse 1, hellgrau
Mosaikpflaster 5x5x5 394,- €/to
Kleinpflaster 8x8x8 307,- €/to
Großpflaster 17x17x15 272,- €/to
Blockstufen 50x35x15 24,- €/Stück
Blockstufen 75x35x15 38,- €/Stück
Blockstufen 100x35x15 50,- €/Stück

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