Energie sparen

Mit Energie sparsam umzugehen lohnt sich der Umwelt und dem Geldbeutel zuliebe. Luftverschmutzung, Ozonloch und Treibhauseffekt machen bereits deutlich, wie es um die Qualität von Luft, Boden und Wasser bestellt ist.

1. Allgemein:

Mit Energie sparsam umzugehen lohnt sich der Umwelt und dem Geldbeutel zuliebe. Luftverschmutzung, Ozonloch und Treibhauseffekt machen bereits deutlich, wie es um die Qualität von Luft , Boden und Wasser bestellt ist. Zudem sind unsere Primärenergien wie Kohle, Öl und Gas begrenzt und sehr kostbar. 2/3 der eingesetztenPrimärenergien gehen als Umwandlungsverluste bei der Stromerzeugung oder beim Verbraucher (durch ineffiziente Anwendungstechnologien) verloren.

2. Haushalt:

Den größten Teil des Energiebedarfs wird für die Raumwärme benötigt. Durch entsprechende Isoliermaßnahmen lässt sich der Heizwärmebedarf um 2/3 senken. Infrarotaufnahmen können die Wärmeveruste eines Hauses sichtbar machen. Durch gesetzliche Vorschriften und staatliche Zuschüsse wurde in diesem Bereich viel geleistet. Auch moderne Heiztechnologien (z.B. Brennwertkessel) halfen (neben der Wärmedämmung) beim Energie sparen. So sank z.B. der Heizölbedarf zwischen 1965 und 1995 (Baujahr der Häuser) von 35 auf 15 Liter. Oder z.B. verringert die Senkung der Raumtemperatur um 1°C den Energieeinsatz um bis zu 6%. Die hohen Energiekosten veranlassten auch die Industrie sparende Technologien zu entwickeln. Zwischen 1970 und 1995 wurde die Energieverwendung und Nutzung von Abwärme um etwa 1/3 verbessert. Eine neue Waschmaschine verbraucht zum Beispiel im Vergleich mit einer Maschine von 1975 nur noch halb so viel Strom und etwa 2/3 weniger Wasser. Es werden mindestens 11% des Stroms in deutschen Haushalten und Büros durch ungenutzte Geräte im Stand-by- Betrieb verbraucht. Man sollte also nicht benötigte Geräte rechtzeitig abschalten oder Steckerleisten mit integriertem Schalter für Stand-by Geräte wie Fernseher, Computer oder Stereoanlage anschaffen. Beim Heizen kann man mit einfachen Mitteln sparen. Bei hoher Raumtemperatur steigen die Kosten extrem. Bei mäßiger Temperatur sind die Kosten um 1/4 geringer. Der Einstellbereich der meisten Thermostaten liegt zwischen 8°C und 28°C. Der Abstand zwischen 2 Zahlen auf der Reglerskala beträgt in der Regel 3-4°C . Die Stellung 4 und 5 sollte nur bei erhöhtem Wärmebedarf gewählt werden. Das Absenken der Raumtemperatur um mehr als 5-6°C z.B. im Schlafzimmer während der Nacht ist in der Regel unwirtschaftlich. Das erneute Aufheizen auf den Normalwert verschlingen dann meist mehr Energie als man eingespart hat. Nur bei längerer Abwesenheit (z.B. Urlaub) lohnt es sich die Temperatur weiter abzusenken. Statt einmal lange sollte man lieber 3 oder 4 mal täglich lüften. Dabei sollte man vie Fenster voll öffnen, denn Kippfenster führen zu Energieverschwendung. Beim Lüften sollte das Thermostatventil am Heizkörper ganz zugedreht sein. Man sollte auch auf ausreichend Luftfeuchtigkeit in den Räumen achten, da man dann bei niedrigen Temperaturen schon “wohlige” Wärme empfindet.

Tipps zum Energie sparen:

Elektroherde

  • richtiger Topfdurchmesser beachten
  • Deckel auf den Topf
  • Kochstelle früher austellen (heizt noch nach )
  • Backofentür nich öfter als nötig öffnen und Backofenvolumen vollkommen ausnutzen

Kühlschränke

  • Nicht in die Nähe von Wärmequellen stellen
  • Keine warmen Speisen reinstellen
  • nich öfter als unbedingt nötig öffnen
  • Kühlschränke ohne Abtauautomatik regelmäßig abtauen

Mikrowelle

  • kleinere Mengen erwärmen
  • Speisen beim Erwärmen immer mal wieder umrühren
  • Speise mit geeignetem Mikrowellendeckel zudecken

Gefrierschrank

  • Gerät nur kurz öffnen
  • Mindestens einmal im Jahr reinigen
  • Nur abgekühlte Speisen einfrieren
  • Auf geeigneten Standort achten ( kühl und gut belüfteter Raum)

Geschirrspülmaschine

  • Gerät erst einschalten wenn es voll beladen ist
  • Reinigungsmittel sparsam dosieren
  • Sieb regelmäßig reinigen

Waschmaschine

  • Wäsche nach Farben und Verschmutzungsgrad sortieren
  • Waschmittel je nach Wasserhärtegrad entsprechend dosieren
  • Niedrige Waschtemperaturen bevorzugen
  • So oft wie möglich auf Vorwäsche verzichten

Wäschetrockner

  • Füllmenge ausnutzen
  • Flusenfilter regelmäßig reinigen
  • Kondenswasser nach jedem Trockenvorgang entleeren

Warmwassergeräte

  • Duschen anstatt Baden
  • Beim Zähneputzen das Wasser abstellen
  • Tropfende Hähne sofort reparieren
  • Wassertemperatur nicht zu hoch einstellen

Beleuchtung

  • Energiesparlampen benutzen wo es geht
  • So wenig wie möglich anschalten
  • Nicht umbedigt beim kurz durch einen Raum laufen anschalten

Raumheizung und -lüftung

  • Nicht überheizen
  • Heizkörper nicht durch Gardinen abdecken oder durch Möbel völlig zustellen
  • Nachts Rollläden schließen
  • Merhmals am Tag kurz aber ordentlich lüften und dabei die Heizkörper ausstellen

3. Vehrkehrssektor:

Auch im Verkehrssektor wurden verbesserungen erzielt. Bei Autos ergeben ich im Verhältnis der eingesetzten Energie zur Bewegungsenergie Umwandlungsverluste von 90 %, d.h. 9 von 10 Litern Benzin gehen verloren. Dieses Verhältnis ist aus physikalisch-technischen Gründen kaum veränderbar. Heutzutage werden aber Autos gebaut, die im Schnitt 25% weniger Treibstoff verbrauchen als vor 30 Jahren. Eine weitere Senkung des Treibstoffes ist aber dringend nötig, da die PKW-Zahl in Deutschland weiter zunehmen wird.

4. Müll:

Pro Person fallen in Deutschland jählich über 360 kg Hausmüll an, das sind fast 30 Mio. t insgesamt. Der größte Teil davon ist Verpackungsmüll. Durch die Abfälle aus Handel und Gewerbe erhöht sich das Gesamtmüllaufkommen drastisch. Als Ausweg aus dieser Rohstoff- und Energieverschwendung bietet sich das Recycling an. Also die Rückführung von Abfallstoffen in die Stoffkreisläufe. Die Verpackungsverordnung von 1991 schreibt vor, dass Erzeuger und Händler Produktverpackungen (Transport- und Umverpackungen) zurücknehmen müssen. Verkaufsverpackungen mit dem “Grünen Punkt” werden über das Duale System Deutschlands der Sekundärrohstoffgewinnung zurückgeführt.

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