Der Klimawandel und seine Folgen

Der Bericht 2001 des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Fragen des Klimawandels (IPCC) macht deutlich, der Treibhauseffekt bereits erhebliche Klimaveränderungen bewirkt hat, ohne dass man allerdings das genaue Ausmaß bestimmen könnte.

Die Stockholmer Konferenz von 1972 war die erste Konferenz zum Thema Umwelt überhaupt. Sie konfrontierte die mit alarmierenden Nachrichten über ihre Zukunft 30 Jahre danach sind die Gefahren viel konkreter greifbar: Waldsterben Verknappung der natürlichen Ressourcen, Erderwärmong. Das Kioto-Protokoll zur Eindämmung des Treibhauseffekts gilt als unzureichend – zumal es von den USA nicht unterzeichnet wurde.

Der Bericht 2001 des Zwi­schenstaatlichen Ausschus­ses für Fragen des Klimawan­dels (IPCC) macht deutlich, der Treibhauseffekt bereits er­hebliche Klimaveränderungen be­wirkt hat, ohne dass man allerdings das genaue Ausmaß bestimmen könnte. Seit dem Jahr 1000 schwank­te die globale Durchschnittstempera­tur nur um einige Zehntelgrade. Erst mit der Industriellen Revolution er­höhten sich die CO2-Emissionen und es kam zu einer Erwärmung um knapp 0,8 Grad Celsius bis 2000. Für das Jahr 2100 wird ein Anstieg von 2,2 bis 6,6 Grad gegenüber dem Durch­schnitt im 18. Jahrhundert prognosti­ziert.

Alle Modellrechnungen sagen eine überdurchschnittliche Erwärmung über den Landmassen voraus, vor al­lem über der nördlichen Hemisphäre. Durch die thermische Ausdehnung des Oberflächenwassers und das Ab­schmelzen der polaren Eismassen wird der Meeresspiegel steigen, bis 2100 um maximal einen Meter – aber schon damit wären einige Inselstaa­ten dem Untergang geweiht. Weite Küstenregionen werden dann über­schwemmt, mit der Folge, dass bis 2050 etwa 150 Millionen Menschen ihre Siedlungsgebiete aufgeben müssten.

Seit 1974 ist die antarktische Pol­kappe um drei Prozent abgeschmol­zen. Die IPCC-Studie schätzt, dass die Reduzierung der arktischen Polkappe bis 2100 den Golfstrom entscheidend umlenken würde. In diesem Fall müs­sten alle Prognosen korrigiert werden. Nordeuropa wäre dann vermutlich kli­matischen Bedingungen ausgesetzt, wie sie heute in den Nordprovinzen Kanadas herrschen.

Als weitere Klima Veränderungen treten vermehrt heftige Regenfälle oder Stürme sowie generell stärkere Klimaschwankungen auf. Ein Beispiel ist das El-Ninho-Phänomen im Pazifik, das heute bereits zu Überschwem­mungen in Südamerika und Trockenheit und Waldbränden in Südostasien führt – mit schwerwiegenden Folgen für die betroffene Bevölkerung: Aus­breitung von Krankheiten (Malaria, Denguefieber), Ernteausfälle, aber auch Absterben der Korallenriffe.

Alle Prognosen weisen warnend auf die Trägheit des globalen Wärme­haushalts hin – selbst drastische So­fortmaßnahmen wurden erst nach Jahrzehnten Wirkung zeigen. Die konsequente Umsetzung des Kioto-Protokolls zur Verringerun g der Treibhausgase (1997) würde über­haupt nur drei Prozent dessen bewir­ken, was nötig wäre, um die Erder­wärmung zu stoppen. Zudem kommt es letztlich paradoxerweise ausgerech­net der Atomindustrie und der Kohle­förderung zugute.

Gefahren für die Umwelt gehen nicht nur von den globalen Klimaveränderungen aus. In Südostasien, Afri­ka und Amazonien florieren seit den 1960er-Jahren die Agroindustrie und das Geschäft mit Tropenhölzern. Der tropische Regenwald wird immer stärker reduziert, gegenwärtig um jährlich ein bis zwei Prozent. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, wird in Hundert Jahren von den Tropenwäldern nichts mehr übrig sein, einschließlich aller dort lebenden Tier- und Pflanzenarten. 1,7 Millionen be­kannte Arten gibt es heute, von den Millionen unentdeckter Arten dürfte sich der Großteil in den bedrohten Waldgebieten befinden. Sie alle würden mit dem Regenwald untergehen. Schätzungen sprechen von 25 000 bis 00 000 Arten pro Jahr.

Ein großes Problem für die Menschheit ist in den kommenden Jahrzehnten zweifellos auch die le­benswichtige Ressource Wasser. Nur 2,5 Prozent des Wassers auf der Erde ist Süßwasser, und dieses kostbare Gut ist höchst ungleich verteilt. Bis 2025 dürfte es in Nordafrika, auf der arabischen Halbinsel und in Südost­asien zu Wasserknappheit kommen. Mit zunehmender Umweltverschmut­zung könnte sich das Problem auch
für manche Regionen Europas und Nordamerikas stellen. Die Meerwas­serentsalzung ist keine Lösung: Das
Verfahren ist zu teuer und setzt zu viel Kohlendioxyd frei.

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