Vulkan

Was geschieht bei einem Vulkanausbruch?
Bis in wenige Kilometer Tiefe aufsteigendes Magma kann sich in Kammern sammeln, bevor es durch den Vulkanschlot an die Erdoberfläche gefördert wird. Ergussgesteine entstehen ebenfalls kilometertief im Erdinneren und ergießen sich, wie der Name sagt, an der Erdoberfläche. Das kann langsam vor sich gehen oder aber auch explosionsartig geschehen.
Wenn Magma bis an die Erdoberfläche gelangt und dort austritt, wird es als Lava bezeichnet. Für die Entstehung der Lava gilt dasselbe wie für das Magma der Tiefengesteine: Durch Radioaktivität, Temperaturerhöhung oder Druckentlastung werden Schmelzen gebildet, die aus der Tiefe aufsteigen. Oft bilden sich dabei dicht unter der Erdoberfläche mit flüssigem Gestein gefüllte Hohlräume aus, die Magmenkammern. Aus ihnen wird bei einem Vulkanausbruch die Lava gefördert. Dies erfolgt am Vulkan Ätna durch einen mehr oder weniger runden Schlot, in Island aber auch aus Spalten, die über 100 Kilometer lang werden können.
Vergrößern die Asche- und Schwefelwolken der Vulkane das Ozonloch?
Andrea aus München stellte uns die Frage, ob sich Asche- und Schwefelwolken von Vulkanausbrüchen auf das Ozonloch auswirken.
Nicht alle Vulkanausbrüche werden begleitet von großen Asche- und Schwefelwolken. Doch wenn das so ist, kann es im schlimmsten Fall Auswirkungen für das Klima auf der ganzen Erde haben. Ein Beispiel dafür ist der Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien im Jahr 1815. Damals wurden 1,7 Millionen Tonnen Asche in die Atmosphäre geschleudert. Sie verbreiteten sich um den ganzen Erdball und ließen die Temperaturen in vielen Teilen der Welt sinken. Das Jahr 1816 wurde darum als “Jahr ohne Sommer” bekannt. In diesem Fall wurde die Ozonschicht also nicht verkleinert, sondern eher künstlich vergrößert, was ebenso fatale Folgen hatte. Viele Menschen verhungerten aufgrund der ausbleibenden Ernten. Gase, die aus Vulkanen entweichen, können jedoch auch für eine Schädigung der Ozonschicht sorgen. Besonders Fluor und Chlor verursachen dies. Nach und nach verdünnenen sich diese Gase zwar und die Ozonschicht kann sich erholen, doch nur bis zum nächsten Vulkanausbruch! Schwefeldämpfe aus Vulkanen sorgen, wie die Aschewolken, eher für einen Abkühlungseffekt:
Sie füllen die Luft mit winzigen Schwefelsäuretröpfchen, die einen Teil der Sonnenstrahlen blockieren und nicht bis zur Erdoberfläche hindurchlassen.
Gibt es auch Vulkane unter Wasser?
Am Meeresboden gibt es viele Vulkane, viele davon kennen wir noch gar nicht. Die Erdkruste ist im Laufe der Erdgeschichte in ein Mosaik von sieben großen und über 20 kleinen Platten zerbrochen. Diese Platten tragen die Ozeanböden. Die Pazifische Platte zum Beispiel den Pazifischen Ozean. Alle Platten und mit ihnen die Kontinente treiben mit Geschwindigkeiten von eingien Zentimetern pro Jahr in verschiedenen Richtungen dahin. An manchen Stellen ziehen die unterirdischen Kräfte zwei Platten auseinander. In dem Spalt, der sich dann zwischen den Rändern auftut, steigt glutflüssige Magma aus dem heißen Erdmantel empor und erstarrt zu Basaltgestein. So entsteht an diesen Spreizzonen neues Plattenmaterial. Durch diese Basaltmengen entstand auch das lngste Gebirge der Erde. Es liegt fast vollkommen unter dem Meeresspiegel: der Mittelozeanische Rücken, der sic mitten durch alle Ozeane zieht. Er ist über 70 000 Kilometer lanf, rund 1500 Meter breit und bis zu 3000 Meter hoch. An manchen Stellen durchstößt er die Wasseroberfläche – so zum Beispiel ist die Insel Island, ein Teil dieses Unterwassergebirges. Im Grunde zieht sich also durch die Ozeane die längste Vulkankette der Erde, von der uns sehr viele Vulkane noch vollkommen unbekannt sind.

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