Ölpest im Golf von Mexiko 2010

Ölpest im Golf von Mexiko 2010
Die am 22. April gesunkene Ölbohrplattform “Deepwater Horizon”, betrieben von dem
Energieriesen BP (in Deutschland besser bekannt unter der Marke Aral und Castrol),verursacht eine
der größten von Menschen verursachten Katastrophen. Durch ein nicht zu beseitigendes Leck in
einer Ölpipeline, die etwa 1500 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, strömen täglich mehr als 5.000
Barrel (800.000 Liter) Öl und andere Abfallstoffe ins Meer. Obwohl BP nach eigenen Angaben an der
Lösung des Problems arbeitet, ist es ihnen nach etlichen Versuchen dennoch nicht gelungen, das Leck
zu schließen. Nach nun monatelangen vergeblichen
Versuchen, ist eine unvorstellbar große Menge Öl ins
Meer geflossen und ist mittlerweile schon bis an die Küste
gelangt. Dort bedroht es nicht nur die
Unterwasserlebewesen sondern auch die empfindliche
Tier- und Pflanzenwelt an Land. Auf dem rechten Bild, ist
ein mit Öl überzogener Pelikan abgebildet. Die meisten
Vögel, die in den Ölteppich geraten, verhungern qualvoll, werden gefressen oder ertrinken. Manche
erfrieren trotz der zurzeit tropisch anmutenden Hitze, weil das Öl die wärmende Wirkung der Federn
zerstört.
Bei Fischen verklebt das Öl die Atemwege (Kiemen) und führt somit durch einen ebenfalls qualvollen
Erstickungstod. Viele Freiwillige haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Strände zu säubern
und verschmutzte Tiere zu retten. Trotzdem sieht die traurige Bilanz anders aus. Wissenschaftler
schätzen, dass auf jeden geretteten Vogel neun Tote kommen.
Nun stellt man sich die Frage, wie es zu solch einem verehrenden Unglück kommen konnte. Nur ein
Unfall, nur menschliches Versagen? Nein, es ist viel mehr als das. BP hat das Ausmaß der Katastrophe
über Wochen vertuscht und verharmlost. Ebenfalls wurde auf der Plattform “Deepwater Horizon” auf
ein spezielles Sicherheitssystem verzichtet – möglicherweise aus Kostengründen. Dieses Beispiel zeigt
daher mal wieder, das Sparen sich nicht immer lohnt. Bisher kostete das Unglück BP etwa 2,7 Milliarden Dollar. Experten schätzen das weitere 20 Milliarden für die Schadenersatzansprüche und
die Reinigungen von Nöten wären. Weitere Entwicklungen der Ölpest sind abzuwarten.

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