Löten

Löten und Löttechnik
Was ist Löten?
Löten ist ein Verfahren zum Verbinden verschiedener metallischer Werkstoffe mit Hilfe eines
geschmolzenen Zusatzmetalls (Lötzinn / Lot). Dabei liegt die Schmelztemperatur des Lots unterhalb
der Schmelztemperatur der Grundwerkstoffe Man unterscheidet Weichlöten und Hartlöten, die
Benennung erfolgt nach der verwendeten Arbeitstemperatur:
a) Weichlöten Temperaturbereich unter 450°C
b) Hartlöten Temperaturbereich über 450°C (oft mit Flamme)
Was benötigt man zum Löten?
a) Wärmequelle zum Schmelzen des Lotes
b) Lötzinn
c) Zu verbindende Metallwerkstoffe
Es gilt: Wärmequelle und Lot müssen den jeweiligen Anforderungen des zu lötenden Materials
angepasst werden!
Weichlöten von elektronischen Schaltungen
Beim normalen Löten elektronischer Bauteile darf die Temperatur nicht über 320°C betragen!
Vorbereitungen zum Löten
a) richtigen Lötkolben wählen
 10-15 Watt: IC-Lötungen und SMD-Techmk
 30-45 Watt: Löten von gedruckten Schaltungen (Platmen mit Bauteilen)
 60-75 Watt: Gröbere Lötarbeiten (Lötstützpunkte)
 über 100 Watt: Metallverlötungen, Drähte über 2,5 mm2 (Lautsprecherkabel)
b) richtiges Lötzinn wählen
c) zusätzliche Werkzeuge bereit legen
Beginn des Lötens
a) abisolieren / verzinnen
b) Warten, bis die Lötspitze die richtige Temperatur hat
c) Lötspitze von der einen Seite, Lot von der anderen Seite dem Bauteil zuführen
Der Lötvorgang
a) maximal 3-5 Sekunden Wärme zufuhren
b) Lötstelle muss „durchgelötet“ sein
c) Während des Erstarrungsvorgangs muss Lötstelle ruhig gehalten werden!
Am Ende des Lötens
a) Sichtkontrolle: Wie sieht die Lötstelle aus?
b) Reinigen der Lötverbindung vom Flussmittel und anderen Rückständen
c) ggf. überstehende Bauteildrähte nochmals ablängen (nachverzinnen!)
Besondere Lötverfahren
a) Widerstandslöten
b) Induktionslöten
c) Tauchlöten
d) Schwalllöten

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