Literatur – Barock

Epochen der deutschen Literatur – Barock (1600 – 1720)
Lyrik Das Figurengedicht: Formung des Textes in optischer Hinsicht (Catharina Regina von Greiffenberg) Liebeslyrik: Formen waren Sonett oder Lied/Ode (Paul Fleming) Sonett: Vanitas-Gedanke (Schönheit und Verfall miteinander verbinden) (Andres Gryphius) Kirchenlied: Differenzierung von Katholischen und Protestantischen, biblische Inhalte in Verse umsetzen (Friedrich Spee(katholisch)/Paul Gerhart(protestantisch)) Epigramm: 2 durch Reime gebundene Alexandriner, kürze, Scharfsinn, Sinn für Pointen -> satirische, mystische, spielerische Gestaltungszwecke (Friedrich von Logau) Lyrik im Spätbarock: aufklärerische Kritik (Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau), gegen Ende des Barocks teils autobiographische, teils aufklärerische Züge (Johann Christian Günther)
Das Theater Frauenrolle wurde von Frauen gespielt, Ständeklausel blieb fest bestehen, Tragödie handelt von hochgestellten, adligen Personen, Komödien von niederen Menschen Jesuitendrama: katholisches Drama, lateinische Sprache, Grundthema: suche nach dem wahren Glauben, Kampf gegen Ketzer (Jakob Bidermann) Deutsches Kunstdrama: antike, humanistische Dramen (Lohenstein) Schuldrama: sollten Schüler in ihrer ethischen und religiösen Bildung fördern, Ständeklausel verlor Bedeutung, komische und tragische Elemente waren in Drama miteinander verbunden (Christian Weis) Oper: aus Kunstdrama entstanden und mit Musik zusammengesetzt, aus Italien, 30 Jahre später in D (Octavio Rinuccini) Komödie: Menschen niederer Stände, Widerspruch zwischen Fehlverhalten und gesellschaftlicher Norm -> Belustigung der oberen Schicht, Bestätigung ihrer Weltanschauung (Andreas Gryphus)
Prosa nichtfiktionale Literatur, Vielzahl von Formen: Reisebeschreibungen, Predigten, wissenschaftliche und journalistische Werke; literarische Gattungen wie Roman, Schwank, Satire, Sprüche u. a. Erzählformen Der Roman Der höfisch-historische Roman: von höfischen o. Hochangesehenen bürgerlichen Dichtern verfasst, orientiert am absolutistischen Herrschaftsbild, komplizierter/verwirrender Aufbau (überschneidende Liebesgeschichten) (Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel) Der Schäferroman: für Landadel und gehobenes Bürgertum geschrieben -> Flucht aus sozialer Realität idealisiert Natur und Hirtenleben (Martin Opitz) Der niedere Roman (Schelmenroman): Hauptperson aus niederer Gesellschaftsschicht, meist fiktive Autobiographie, viele satirische Elemente (Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen)
Motive des Barock
– Christliche Moralwerte vermitteln – „Carpe Diem“ – „Nutze den Tag“ -> den Tag leben, genießen, auf Gegenwart konzentrieren – „Vanitas“ – „Misserfolg / Vergänglichkeit“ -> stellt diese Lebenseinstellungen in den Vordergund – „Memento Mori“ – „Bedenke dass du stirbst“ -> Todesgedanke präsent – 30-jährige Krieg

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