Killerspiele

Erörterung: Killerspiele
Die Politiker unseres Landes sind der Überzeugung das sogenannte “Killerspiele” wie z.B. Counter Strike die Schuld an Amokläufen wie sie in den Städten Emsdetten oder Erfurt vorgekommen sind. Aber sind wirklich diese Spiele ausschlaggebend für solche Reaktionen?
Die Gründe für diese Meinung sind entstanden aus folgenden Thesen: Die Spiele drängen zu Gewalt indem man diese auch im Spiel anwenden muss um zu “überleben”. Da solche Spiele meistens einen hohen Suchtfaktor haben kommt es häufig dazu das Schüler oder Jugendliche sich komplett von der Umwelt isolieren und somit nicht mehr die Realität wahrnehmen und sie durch das Spiel ersetzen. Sie flüchten sozusagen in eine Art Scheinwelt die wie eine Droge sein kann und vereinsamen. Killerspiele schüren den schon vorhandenen Hass gegen andere nur noch mehr indem man in dem Spiel auf andere Menschen schießen muss und sich unter gegebenen Umständen Mordfantasien entwickeln.
Die Meinung der Politiker trifft in der sogenannten “Gamerszene” auf vollkommene Ablehnung da Spiele wie Counter Strike ein Team- und Strategiespiel ist in welchem sich Leute aus aller Welt in Reaktion und Geschick messen, was ja wiederum Leute verbindet und keines falls Menschenhass verursacht. Dem hinzuzufügen wäre außerdem das die Amokläufer soziale Probleme in Schule und Familien hatten somit denken viele, dass diese Verzweiflungstaten auf die Familien zurückzuführen sind.
Gründe für zunehmende Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen gibt es wie Sand am Meer und deswegen ist die Frage „Was spricht dafür und was dagegen, so genannte „Killerspiele“ für Jugendliche zu verbieten?“ einfach zu beantworten.
Natürlich, man sollte versuchen alles zu vermeiden. Aber man weiß auch, dass was man nicht kriegen kann will man umso mehr, besonders dieser Fall tritt bei Jugendlichen auf.
Jedoch ist es wichtig die Gründe zu kennen.
Zum einen werden Kinder und Jugendliche gewalttätig weil sie negative, vielleicht sogar gar keine Kontakte mit einem sozialen Umfeld haben.
Sprich sie haben keine Freunde, Bekannte und der Familienkreis hat auch andere Probleme, wie zum Beispiel Vater oder Mutter sind Alkoholiker oder es liegt an der mangelnden Zeit weil die Eltern arbeiten müssen.
Dadurch frisst das Kind bzw. der Jugendliche seine Probleme auf und platzt wie ein Vulkan, der dann nicht mehr zu bändigen ist.
Wie vorhin schon beschrieben, sind diese Computerspiele eine Art Zuflucht für sie und eine Art Ablenkung.
Ebenfalls gibt es häufig in Schulen Probleme.
Mobbing in Schulen war, ist und bleibt ein großes Thema in Deutschland. Dies ist möglicherweise auch ein Grund was zu dieser Sucht nach Computerspielen führt.
Da sie in dieser virtuellen Welt eine andere bzw. gar keine Identität haben. Und das ist manchmal für Mobbing Opfer ein guter Zufluchtsort.
In unserem Gehirn gibt es sogenannte „Spiegelneurone“ mit denen wir das Verhalten anderer spiegeln, was ein ausschlaggebender und wichtiger Punkt im Zusammenleben der Menschen ist.
Zum Beispiel, wenn wir mit Jemanden reden und dieser Jemand sieht irgendwann in die Luft, schauen wir nach einer Zeit auch in die Luft, trinkt er einen Schluck Wasser, machen wir oft dasselbe.
Spiegelneurone sind Nervenzellen, die im Gehirn entstehen.
Diese Zellen wurden 1995 vom Italiener Giacomo Rizzolatti entdeckt.
Die Spiegelneuronen sind also im Wesentlichen dazu da um etwas zu sehen und im Gehirn als mögliche Reaktion abzuspeichern. Das ist auch ein Grund warum viele Forscher annehmen, dass die Computerspiele sich negativ auf die Entwicklung von jungen Menschen auswirken können.
Dadurch, dass in solchen Spielen das Töten gesehen bzw. sogar ausgeübt wird, speichert das Gehirn diese Tätigkeit als mögliche Lösung im Alltag ab.
Was aber nicht heißen soll, dass jeder der solche gefährlichen Spiele spielt irgendwann ein Amokläufer wird bzw. gewalttätig wird.
Aber gerade in einer Situation in der sich Menschen in Ecke gedrängt fühlen und keinen anderen Ausweg finden, greift ihr Gehirn auf diese „unrealistischen“ Lösungswege zurück.
Im Endeffekt ist es sowieso ein Irrglaube etwas verbieten zu können, denn solche Spiele tauchen dann wieder auf. Wichtigste Maßnahme sollte es sein, dass Erwachsene sich mehr mit den Kindern beschäftigen und sorgsam schauen was ihre Kinder spielen und mit ihnen darüber reden. Wo die Regierung zuerst handeln sollte, ist in der Schule und auf dem Schulhof, denn dort wird viel von der Persönlichkeit, Einstellung und Psyche der Kinder und Jugendliche geprägt. Wer 5-8 Jahre lang in der Schule fertig gemacht, gemobbt, geschlagen, ausgenutzt und bedroht wurde, der wird mehr Depressionen bekommen und an sich und der Gerechtigkeit der Welt zweifeln. Computerspiele dafür verantwortlich zu machen ist eine Möglichkeit die Öffentlichkeit zu beruhigen, aber nicht zwingend den Jugendlichen zu helfen. Klar sollte auch sein, dass die Einhaltung der Alter freigaben strenger eingehalten und kontrolliert werden müssen. Spiele, bei denen es um sinnloses „Killen“ geht, sollten weiterhin streng aussortiert und verboten werden.

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