Kandinsky

Kandinsky

Wassily Kandinsky gilt als einer der wichtigsten Begründer der abstrakten Malerei. Er ist der erste Maler, der auf programmatische Weise auf die Darstellung von Objekten und Motiven aus der Natur verzichtet. Wassily wird am 4.Dezember.1866 in Moskau geboren. Er wächst in Odessa auf, einer Hafenstadt in der Nähe von Moskau. Als kleines Kind erlebt er die Trennung seiner Eltern mit. Er wächst von nun an bei seiner Tante auf. 1876 besucht er ein Gymnasium und beginnt erstmals Deutsch zu lernen. Mit 20 Jahren studiert er Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft an der Universität in Moskau. Kurz darauf heiratet er seine Cousine Anja Tschimiakin. Später war er Dozent an der Juristischen Fakultät der Universität in Moskau. Doch als er seine künstlerischen Fähigkeiten entdeckt, siedelt er nach München über und beginnt dort mit dem Studium der Malerei an der Kunsthochschule von Anton Azba und später an der Münchner Kunstakademie bei Franz Stuck. 1901 gründet er zusammen mit 4 anderen Künstlern die Ausstellungs- und Künstlervereinigung “Phalanx”, die er leitet. Jedoch nach 3 Jahren und 12 Ausstellungen löst sich diese Vereinigung wieder auf. Zunächst beschäftigt er sich dann mit dem Malen nach der Natur (naturgetreue Abzeichnung von Gegenständen), wobei impressionistische Bilder einen enormen Einfluss auf seine Werke hatten. Aber schon bald vereinfachte er die Naturvorbilder merklich. Gegenstände verlieren in seinen Bildern an Wichtigkeit, doch Farbe, Form und vor allem Fläche gewinnen an Bedeutung. Ab 1910 konnte man diese immer größer werdende Abstraktion beobachten. Es entstehen Werke in denen Farben und Formen eigenständig sind und sich kaum noch irgendwie auf erkennbare Gegenstände zurückführen lassen. Er ist der Maler, der sich am radikalsten auf das Erleben der Farbe eingelassen hat. Bewirkt durch die Musik sind bei ihm Farben nicht an Gegenstände gebunden, sondern verbinden sich nach seinem Empfinden mit unterschiedlich intensiven, hohen oder tiefen, spitzen oder stumpfen Tönen. (Erklärung) Er entwickelte Zuordnungen z. B. zu Gelb (u. a. “scharf”, “stechend”) und Blau (u. a.. weich”, “aromatisch”). Für ihn entsprach Gelb einem Fanfarenklang, Blau dem Klang einer Flöte, eines Cellos oder auch einer Orgel. Den Durchbruch erreicht er mit dem Bild „Murnau mit Kirche“, wobei dies unmittelbar anschaulich wird. BILD: Murnau mit Kirche (Murnau ist ein kleines Dorf, in dem er und seine Frau einige Zeit lang wohnten) Dieses Bild zeigt noch immer eine Landschaft, jedoch ist diese schwer zu erkennen. Man sieht rechts oben die kleine Kirche von Murnau. Doch diese Landschaft, hat Kandinsky nicht wahrheitsgetreu abgezeichnet, sondern er abstrahierte sie. Die Farben entsprechen nicht der Wirklichkeit, sondern er wählte sie allein nach seinem Empfinden. Es lässt sich hier auch schön zeigen, dass das ganze Bild eigentlich nur aus Flächen besteht. Ich habe mit Absicht dieses Bild gewählt, denn diese Komposition hat noch immer impressionistische Eigenschaften. (Hat also einen gewissen Abstraktionsgrad und noch was vom Impressionistischen. Das ist genau seine
Übergangsphase.) Es ist nicht mehr vor der Natur entstanden, sondern im Atelier, als Verdichtung eines Eindrucks. Das Orange und das tiefe Rot zusammen mit dem Weiß bringen das Licht zum Strahlen, und das Blau-Orange links oben erzählt von dem Glänzen des Nachmittags. (Punkte im unteren Teil des Bildes.; Tupftechnik (Christine 1911 gründet er mit Franz Marc die Künstlervereinigung „Der blaue Reiter“. (Den Namen trägt diese Vereinigung nach einem sehr berühmten Bild Kandinskys „Der blaue Reiter) Die Vertreter des “Blauen Reiter”, Marc, Mackes, Klee, und Kandinsky, versuchen, die Grenzen des künstlerischen Ausdrucksmittels zu erweitern und zu einer Bildwelt mit eigenen Gesetzen vorzudringen. In seinen abstrakten Werken versucht Kandinsky Emotionen in seine Bilder mit einwirken zu lassen. Auffallend sind die verschiedenen Motive Kandinskys. So ist auch das Symbol des Reiters immer wiederkehrend. Es begleitet seine Arbeiten von Anfang an bis zu seiner Auflösung in abstrakte Formen. Der Reiter ist für Kandinsky stets ein Symbol für Suche und Begegnung, Kampf und Aufbruch gewesen. Er erscheint in verschiedenen Variationen, als romantische Märchenfigur, als mittelalterlicher Ritter, geheimnisvoller Bote und als Heiliger Georg, der die Menschheit vor dem Bösen rettet. Bild (der blaue Reiter) Zwischen 1914 und 1921 lebt Kandinsky wieder in Moskau, wo er unter dem Einfluss des russischen Konstruktivismus zu einer stärker geometrisierten Bildsprache findet. Das zeigt sich daran, dass er überwiegend nur geometrische Figuren, also Flächen, wie zum Beispiel Dreiecke, Kreise und Vierecke zeichnet, die sich miteinander verbinden und eine komlexere Figur ergeben. Bild Wassily erlangt durch seine etlichen Reisen auch internationalen Ruhm. Er nahm 1904 und 1905 Auszeichnungen in Paris entgegen, wurde in die Jury des Salon d’Automne gewählt und gewann 1906 einen Grand Prix. Nach einer geschiedenen Ehe mit seiner Cousine Anja Tschimikian verbringt Wassily Kandinsky über 14 Jahre mit seiner Schülerin und Geliebten Gabriele Münter. Mit 51 Jahren heiratet er Nina Andreewsky. Auch aus dieser Ehe hinterlässt er keine Kinder, außer einem Sohn, der im Kindesalter stirbt. Kandinsky erwirbt 1928 die deutsche Staatsbürgerschaft. Doch kurz vor dem Ausbruch des 2.Weltkrieges wird er frz. Staatsbürger, flüchtet nach Paris und malt auch trotz Krankheit während der deutschen Besatzung. Wassily Kandinskys Leben endet am 13. Dezember 1944 nach vielen Jahren des Schaffens und Umherreisens.

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