Inhaltsangabe Faust von Johann Wolfgang von Goethe

Die Tragödie “Faust” von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahre 1808 handelt von dem rundum unzufriedenen Doktor und Lehrer Faust, der das Gefühl hat auf Erden in seinem Streben keine Befriedigung mehr zu erlangen.

So wendet er sich der Magie zu, um zu erkennen, “was die Welt im Innersten zusammenhält” (V382/383). Die Geisterbeschwörung misslingt ihm aber, da er die Anwesenheit des Erdgeistes nicht ertragen kann. Sein darauf folgender Versuch sich umzubringen wird jedoch von den Chören zum Osterfest aufgrund von den durch den bekannten Gesang ausgelösten Erinnerungen an seine Jugend (V 769-770) unterbunden. Doch nachdem er wieder an dem Punkt angelangt ist, an dem er das gesamte Leben verflucht (V 1583-1606), ist er offen für die Machenschafften des Teufels Mephisto (den er in anfängliche Form eines Pudels bei einem Spaziergang mit sich genommen hatte und) der kurz zuvor mit dem Herrn gewettet hat, Faust auf seine Seite ziehen zu können (V312).

Mephisto bietet Faust einen Pakt an, der beinhaltet, dass er Faust hier auf Erden dienen soll und Selbiges anderstrum drüben im Jenseits (V1656-1659). Faust ist zu dem Pakt bereit und verschärft diesen noch zu einer Wette. Falls Mephisto ihn dazu bringen kann sich selbst zu gefallen ,zufrieden zu sein und sein Leben lebenswert zu finden (V 1695+1700), dann will Faust sofort sein Leben beenden und Mephisto dienen (V1707-1706). Sie starten ihre Reise in “Auerbach’s Keller” in Leipzig, um Faust ein Trinkgelage, das ihm zuwider ist, schmackhaft zu machen. Daraufhin begeben sich die Beiden in die “Hexenküche”, in der Fausts Erscheinungsbild von einer Hexe verjüngert wird, und hier wird auch erstmals seine Begierde durch “das schönste Bild von einem Weibe” (V2436) geweckt.

Kurz darauf begegnet Faust auf der Straße Gretchen, die sich seiner Anmache entzieht. Doch Mephisto gelingt es, über Marthe, die Nachbarin Gretchen’s, der er den Tod ihres Mannes vorttäuscht, ein Treffen zwischen Faust und Gretchen in Marthes Garten zu arrangieren. Es entwickelt sich zwischen den Beiden schnell eine intensive Beziehung. Durch das Spiel mit der Margareten- Blume legt ihr Faust ein Liebesgeständnis in den Mund, bevor sie nach dem Kuss im “Gartenhäuschen selbst ganz offen ihre Liebe erklärt. Während Faust’s darauffolgendem Aufenthalt in Wald und Höhle besinnt er sich anfangs und ihm wird klar, dass die Affäre mit der blutjungen Margarete unrecht ist. Doch gleich danach übermannt ihn die Begierde wieder (V 3247,3284), die Mephisto noch ordentlich anstachelt (V 3303-3323) und er beschließt, dass er ihr ihren Frieden schon genommen hat (V 3360), so dass sie so oder so mit ihm zugrunde gehen wird (V 3361-3365).

Er trifft sich wieder mit Gretchen im Garten, wo sie Faust frägt, ob er es mit der Religion hat (V3415) und sie ihre Antisympathie gegen Mephisto äußert. Sie verbringen am selben Abend eine Liebesnacht, nachdem Gretchen ihre Mutter durch Schlaftropfen von Faust in den Schlaf versetzt hat, was sie aber schlussendlich umbringt. Gretchen ahnt, dass sie dabei schwanger geworden ist und sie betet verzweifelt vor dem Bild der Mutter Gottes um Hilfe, da ihr klar ist, wie sie als Schwangere ohne Mann behandelt werden würde. Gretchens Bruder hat von dem Fall seiner Schwester gehört und lauert dem Liebhaber auf. Er wird aber von Faust durch Mephistos Hilfe erstochen, doch er findet im Sterben noch die Zeit seine Schwester Öffentlich bloßzustellen. Mephisto und Faust müssen fliehen und sie lassen Getchen allein zurück. Sie finden beide großen Gefallen an dem Treiben der Walpurgisnacht, bis Faust ein Zauberbild von dem verlassenen, gefesslten und mit durchgeschnittener Kehle stehendem Gretchen vor sich sieht. Faust beschuldigt Mephisto ihm Gretchens Unglück vorenthalten und auch verschuldet zu haben. Mephisto macht ihm klar, dass er anscheinend nur den Willen Faust’s ausgeführt hat. Faust beschließt Gretchen, die aufgrund des Mordes an ihrem gemeinsamen Kind aus Verzweiflung und Angst vor gesellschaftlicher Ächtung, am nächsten Morgen geköpft werden soll, zu retten. Doch Gretchen verweigert seinen Rettungsversuch, da sie ihrer Schuld nicht entkommen kann. Faust lässt sich von Mephisto fortreißen und lässt sie abermals zurück.

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