Eroerterung

Wer kriecht kann nicht stolpern – Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
„Soll ich, soll ich nicht?“, diese Frage hat sich jeder von uns schon einmal gestellt. Für
die einen gibt es nur eine Antwort: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“ Ihrer Ansicht
nach muss man auch einmal ein Risiko eingehen um im Leben einen Schritt nach
vorne zu kommen. Für die anderen jedoch wäre diese Einstellung undenkbar. Sie
vertreten eher die Meinung: „Krieche und du kannst nicht stolpern!“ Oft stehen sich in
verschiedenen Situationen diese beiden Fronten gegenüber. So stellt sich nun die
Frage: „Wer hat recht?“
In einer Firma wird ein neuer Abteilungsleiter gesucht. Dies wäre für viele Angestellte
die perfekte Möglichkeit weiter nach oben in ihrer Karriereleiter zu steigen. Eine neue
Aufgabe, eine neue Herausforderung, die Möglichkeit etwas zu bewirken, zu
verändern. Die Entscheidung, sich für diese Stelle zu bewerben, ist gewagt. „Traue ich
mir diese Aufgabe zu? Halte ich dem Druck, der auf mir lasten wird, stand? Erfülle ich
die Erwartungen, die an mich gerichtet werden?“ Schnell kommen Zweifel an einem
selbst auf und man lässt sich die Chance entgehen. Der Gedanke vielleicht als neuer
Chef einen Fehler zu begehen bereitet viel zu viel Angst. Ist es besser, als
Untergebener „brav“ seine Arbeit zu verrichten, keine Verantwortung zu tragen,… und
nichts Neues aus seinem Leben zu machen? Erscheint es klüger sicher zu kriechen
oder doch gewagt voran zu schreiten? In diesen Situationen ist es von großer
Bedeutung, genau ab zu wägen, wie weit man sich wagen kann, wie weit es noch Sinn
macht. Sich in lebensgefährliche Situationen zu bringen, etwas Spannendes zu
wagen, um vor seinen Kumpels als Held dazustehen und so gleichzeitig mit seinem
Leben zu spielen, nimmt oft kein gutes Ende. Der Preis für die Anerkennung und die
Wertschätzung ist viel zu hoch, als dass es sich wirklich lohnen würde. Steht man in
einer Beziehung zu einem Menschen, stellt sich wiederum die Frage: „Soll ich es
wagen, mich auf die Person einzulassen, auch mit dem Hintergedanken, ich könnte
verletzt oder enttäuscht werden?“ Oft ziehen sich Menschen frühzeitig zurück, wagen
nichts mehr und gehen keinen Schritt mehr nach vorne wen sie einmal verletzt worden
sind. Krankheiten, Beziehungsprobleme, Untreue und Lügen verunsichern und
machen es noch schwerer sich zu verändern.
Meiner Meinung nach ist es hier ganz besonders wichtig, jemanden zu haben, der
einen in seinem Vorhaben bestätigt und Schutz bietet. Ich denke man sollte immer
nach vorne schauen, sich nicht vom Weg abbringen lassen und sein Ziel nie aus den
Augen verlieren. Es ist sicher notwendig auf seinen Verstand zu hören, doch finde ich
es wichtig auch einmal „aus dem Bauch heraus“ zu entscheiden. Wenn ich vor
schwierigen Entscheidungen stehe, steht für mich immer an vorderster Stelle das klare
Ziel vor Augen zu haben und um an es zu kommen auch etwas zu wagen.

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