Die Berliner Mauer

Die Berliner Mauer
Am 13. August 1961 wurde die Mauer errichtet und teilte Berlin mehr als 28 Jahre. Sie wird auch als „ antifaschistischer Schutzwall“ oder „befestigte Staatsgrenze“ bezeichnet
Zwei Monate bevor die Berliner Mauer gebaut wurde, erklärte Walter Ulbricht, das Staatsoberhaupt der DDR, auf einer internationalen Pressekonferenz am 15. Juni 1961: “Ich verstehe Ihre Frage so, dass es in Westdeutschland Menschen gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR dazu mobilisieren, eine Mauer aufzurichten. Mir ist nicht bekannt, dass eine solche Absicht besteht. Die Bauarbeiter unserer Hauptstadt beschäftigen sich hauptsächlich mit Wohnungsbau, und ihre Arbeitskraft wird dafür voll eingesetzt. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!” Es war ein Wochenende und die meisten Berliner schliefen schon, als die DDR-Regierung begann, die Grenze zu schließen. In den frühen Morgenstunden jenes Sonntags war die meiste Arbeit bereits getan: Die Grenze um Westberlin war geschlossen. DDR-Grenztruppen hatten begonnen, Straßen aufzureißen, Stacheldrahtrollen und Stacheldrahtzäune zu errichten. Am 15. August wurden dann die ersten Betonelemente und große Hohlblocksteine erstmals verwendet. Innerhalb der nächsten Monate wurde eine Mauer aus Steinen und Betonblöcken errichtet, die erste Generation der Berliner Mauer. Eine zweite Mauer, die Hinterlandmauer, wurde im Juni 1962 errichtet, um die Flucht in den Westen zu erschweren. Die erste Mauer wurde weiter ausgebaut und es ist heute schwer, zwischen der ersten und zweiten Generation der Mauer zu unterscheiden. Diese beiden ersten Generationen der Mauer wurden von der dritten Generation der Mauer ca. 1965 abgelöst. Die neue Mauer bestand aus Betonplatten, eingelassen zwischen Pfosten aus Stahl oder Beton und oben mit einer Betonröhre abschließend. 1975 wurde dann die dritte durch die vierte Generation der Mauer ersetzt. Die sogenannte Grenzmauer 75 bestand aus 3,60 m hohen Betonelementen, welche einfach aufzubauen waren und sich als widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse sowie Grenzdurchbrüche erwiesen.
Aus 2 verschieden Gründen wurde die Mauer gebaut:
1.Ökonomischer Grund: zu viele gut ausgebildete Menschen zogen von der DDR und einige arbeiteten in Westberlin und wohnten aber in Ostberlin, wo es billiger zu leben war.
2.Politische Grund: Die Westseite mischte sich in die Ereignisse auf der Ostseite (der russische Sektor).
Am 13. August 1961 wurde die Sektorengrenze zwischen Ost und West Berlin geschlossen. Bereits im Juni 1946 wurde der freie Reiseverkehr zwischen den Zonen Deutschlands auf Verlangen der sowjetischen Behörden eingeschränkt. Für die Fahrt von einer Zone in die andere musste ein Interzonenpass beantragt werden Am 26. Mai 1952 beschloss der Ministerrat der DDR die Sicherung der Interzonengrenze und die Einrichtung eines 10-m und 500-m-Schutzstreifens sowie eines 5-km-Sperrgebietes vor der Interzonengrenze zu Westdeutschland. Die Sektorengrenze von Ost Berlin zu West Berlin musste geschlossen werden. Günter Litwin war am 24. August das erste Fluchtopfer, das von DDR-Grenzeinheiten erschossen wurde. 171 Leute wurden an der Grenze in Berlin erschossen oder starben bei dem Versuch, die DDR zu verlassen. Die Einstellung der Flugverbindung von West Berlin nach Westdeutschland war wegen der Rechte der Alliierten für Ost Berlin nicht möglich, die Sicherung der Grenze von Ostberlin zur DDR war politisch nicht möglich und eine Änderung des politischen Systems in der DDR nicht gewollt. 9. November 1989: Auf einer Pressekonferenz gibt Günther Schabowski bekannt, dass Reisebeschränkungen für DDR-Bürger aufgehoben werden. In dieser Nacht strömen Ost-Berliner zur Mauer und gelangen in
den Westteil der Stadt. Hunderttausende aus Ost- und Westberlin feiern in der ganzen Stadt. Am nächsten Tag beginnen die Berliner, den anderen Teil ihrer Stadt zu entdecken Die Mauer wurde komplett beseitigt und es sind nur noch wenige Reste zu finden.

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