Die 70er Jahre

Die 70er Jahre
1970 – Geburtsstunde der RAF:
Als Geburtsstunde wurde die Befreiung von Baader aus dem Gefängnis angesehen den die
führenden Köpfe der RAF hatten sich nun gefundenen Baader, Meinhof, Ensslin und der
Anwalt Horst Mahler. Anfangs hatten ihre Ziele mit denen der Studentenbewegung viel
gemeinsam: Die RAF protestierte gegen Kapitalismus und stellte die Existenz des
bürgerlichen Staates in Frage. Aber sie tat es nicht nur mit Worten wie die Studenten,
sondern eröffnete den bewaffneten Kampf.
1970 – Die Welt „entspannt“ sich:
Das Wettrüsten im Kalten Krieg hatte beiden Weltmächten USA und UdSSR unvorstellbare
Summen gekostet. Deshalb setzt sich langsam das Prinzip des friedlichen nebeneinander
durch. Diese Chance der Entspannung nutzen in der Bundesrepublik einige Politiker um neu
Wege in der Ostpolitik zu gehen. Der neue Kurs der Entspannung war zugleich eine Chance
für die BRD und DDR sich endlich wieder anzunähern. 2-Jahre später entstand der
Grundlagenvertrag indem die Beziehung zwischen den beiden Staaten Vertraglich geregelt
war.
1970 – Die neue Ostpolitik:
Von 1961 (Mauerbau) bis 1969 (Machtantritt der Sozialliberalen Koalition) nahm die Neu
Ostpolitik ihr gestallt an, aber ohne zum Zuge zu kommen. Unter der Sozialliberalen
Koalition, SPD (Brandt) und F.D.P. (Scheel) ging es schneller voran. Ihr Ziel war: „Fünf und
zwanzig Jahre nach der Kapitulation des von Hitler zerstörten Deutschen Reiches … ist es an
der Zeit unserer Verhältnis zum Osten neu zu begründen (Zitat non Willy Brandt). Für seine
Ostpolitik erhält Willy Brandt 1971 den Friedensnobelpreis.
1970 – Der Kniefall von Warschau:
Als erster deutscher Regierungschef ist Willy Brandt nach dem 2. Weltkrieg auf Staatsbesuch
in Polen. Vor einem Warschauer Getto legt er erst einen Kranz nieder, zögert kurz, senkt
den Kopf- und kniet sich schließlich hin. Dieses Bild geht um die ganze Welt. Weshalb
Bundeskanzler Willy Brandt aber überhaupt nach Polen gekommen war begründet sich im
Warschauer Vertrag den er danach unterzeichnete.
1970 – „Trimm dich Fit“:
Rund 250.000 Herzinfarkte pro Jahr und zunehmende Kreislauferkrankungen. Ein Drittel der
Männer und 40 Prozent der Frauen hatten durchschnittlich sieben Pfund Übergewicht Diese
Zahlen ließen die Krankenkassen Alarm schlagen und sprechen nicht dafür das in dieser Zeit viel Sport gemacht wurde. Daher startete der „Deutsche Sportbund“ eine großangelegte
Werbeaktion: „Trimm Dich – durch Sport! Die „Trimm-Dich-Aktion“ traf mitten ins Schwarze
immer mehr Leute traten Sportvereine bei oder trieben alleine Sport. Für den heutigen
Fitness- und Wellnestrend stand sie Pate.
1971 – Erich Honecker löst Walter Ulbricht:
Nachdem Walter Ulbricht vom höchsten Amt der DDR (Erster Sekretär des Zentralkomitees
der SED) zurückgetreten war übernimmt Walter Ulbricht diese Stelle.
1972 – Das Olympiaattentat:
Die Olympischen Spiele in München werden von einer brutalen Geiselnahme überschattet
palästinensischen Terroristen stürmen bewaffnet die Apartments der Israelischen
Olympiamannschaft. Sie nahmen 11-Athleten aus Israel als Geiseln. Zwei der Geiseln wurden bereits bei der Geiselnahme ermordet, bei einem gescheiterten und unzulänglichen
Befreiungsversuch der deutschen Behörden wurden alle anderen Geiseln, ein deutscher
Polizist und fünf Terroristen getötet. Anlässlich wurde die heutige GSG9 gegründet.
1973 – Ölkrise und Fahrverbote:
Die OPEC-Staaten(Organisation Erdöl exportierende Länder) beschließen die
Erdölproduktion um 25% zu senken. Der Grund dafür ist das sie nach dem Ende des Jom-
Kippur-Krieges Druck auf die westlichen Länder ausüben wollen. Besonders Deutschland ist
von dem Ölboykott stark betroffen. Deshalb werden Tempobeschränkungen und Autofreie
Sonntage eingeführt.
1974 – Deutschland wird Weltmeister:
Nachdem die BRD 1972 schon Europameister wurden durften sie sich nun auch über den
Weltmeistertitel freuen. Mit einem 2:1 Sieg gegen Niederlande machten sie den Titel-gewinn
perfekt.
1974 – Bundeskanzler Willy Brandt tritt zurück:
Nachdem Willy Brandt als Bundeskanzler zurücktrat komm Helmut Schmitt als Nachfolger
von ihm ins am und übernimmt ein schweres Erbe.
1977 – Computer werden Massentauglich:
Der Appel II ist der erste personal PC auf dem Markt. Trotz das zu dieser Zeit sich kaum
jemand vorstellen konnte das der Computer später allgegenwärtig werden würde wurde er
zum Verkaufsschlager. Der Rechner kostete 1298 Dollar hatte einen Arbeitsspeicher von 64
KB und konnte nur Großbuchstaben anzeigen.
1977 – RAF-Terror im „Deutschem Herbst“:
Das erste Ereignis im „Deutschem Herbst“ ist die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten
Hans Martin Schleyer. Er soll gegen inhaftierte RAF Mitglieder ausgetauscht werden. Als die
Bundesregierung sich weigert eskaliert die Situation. Palästinensische Terroristen entführen
die Lufthansa Maschine „Landshut“ mit 87 Menschen an Board. 5 Tage lang flogen sie von
Italien mit Umwegen nach Somalia. Während dessen beruft Helmut Schmidt den großen
Krisenstab ein. Die Maschine wird von der GSG9 gestürmt was das Ende der Geiselnahme
bedeutete. Noch in der Selben Nacht nehmen sich die Inhaftierten RAF-Anführer Andreas
Baader, Jan-Carl Raspe und Gudrun Ensslin ihr Leben. Einen Tag später wird Schleyers Leiche in Frankreich gefunden.
1977 – Erfindung des Barcodes:
Die 70er Jahre hatten keine bahnbrechenden Erfindungen doch die Erfindung des Barcodes
sollte man nicht verschweigen. Die Idee gab es schon 1948 – nur hat das damals niemanden
interessiert. Heute spart sie den Kassierern an den Kassen und auch uns als Kunden enorme Zeit.

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