Der verlorene Blick

Jana Frey – Der verlorene Blick
Bei einem schrecklichen Unfall verliert die 15jährige Leonie ihr Augenlicht. Jeder Schritt zurück ins Leben wird zur Qual. Voller Angst und Wut zieht sich Leonie in die Dunkelheit zurück – aber ihre Familie und ihre Freunde kämpfen um sie. Leonie ist 15 und ihre Augen sind waldmeistergrün. Das ist es, was er so an ihr liebt, sagt ihr Freund Frederik. Doch eines Tages geschieht ein entsetzlicher Unfall, und Leonie erwacht in einer neuen Welt aus Finsternis. Leonie ist blind. Jeder Schritt zurück ins alte Leben wird zur Qual. Aber während Leonie sich mehr und mehr in die Dunkelheit verkriecht, kämpfen ihre Freunde um sie. Leonies Geschichte ist wirklich passiert. In einem mühevollen Prozess musste das Mädchen lernen, seine Selbständigkeit und damit das Selbstbewusstsein zurückzuerlangen. Wie schmerzvoll das für Leonie war, hat sie der Autorin Jana Frey erzählt und damit diesen bewegenden Roman ermöglicht. Soweit zur Kurzfassung, jetzt meine Interpretation. Den Roman las ich innerhalb eines Tages. Niemand mehr durfte mich dabei stören, so interessant fand ich die Geschichte. Leonie lebt eingebunden in dem Reich ihrer Familie. Der Vater ist als Psychologe sehr oft auf Reisen, die Mutter als Tänzerin hat auch nur sehr begrenzt Zeit. Das Mädchen hat noch 2 Geschwister. Siemen ist 2 Jahre älter als Leonie und Grischa 10 Jahre jünger. Der Kontakt und das Verständnis zu Eltern und Geschwistern ist herzlich und eng. Auch ein Kater, erblindet, lebt mit in dieser Familie. Außerdem gibt es da noch Katie. Sie ist als Au-pair-Mädchen in diesem Haus beschäftigt und kümmert sich bei Abwesenheit der Eltern um die 3 minderjährigen Kinder. Sie ist 19. Um vorbestrafte Jugendliche in Australien zu betreuen, reist Leonies Vater im Frühling nach Australien, ihre Mutter muss ebenfalls weg. Sie ist bei einem Workshop. So sind Katie, Leonie, Grisha und Siemen alleine in der elterlichen Wohnung. Sie kommen auf die Idee, sich mit Janna, der besten Freundin Leonies und deren Cousin Frederik, der aus Berlin kommt, im Garten zusammenzusetzen. Im Laufe des Abends kommt es dazu, dass sich Leonie und Frederik küssen und merken ihre innigen Gefühle zueinander. Am Tag darauf gehen sie nicht zur Schule, schwänzen sie einfach. Katie hat ihren Führerschein bereits in Amerika gemacht und kann somit Auto fahren. Sie setzt sich mit ihnen ans Steuer und unternimmt einen Ausflug. Er endet in einem Wald am Stadtrand Berlins. Alles verläuft normal, bis sie sich auf den Rückweg nach Haus begeben. Es schüttet in Strömen und auf der Fahrt funktionieren die Scheibenwischer nicht mehr während der Fahrt. Da die Sicht nach draußen auf die Straße durch den Wolkenbruch unmöglich geworden ist, kommen sie von der Straße ab und Leonie fliegt durch die Windschutzscheibe nach draußen. Al seinzige Beifahrerin war sie nicht angeschnallt. Sie kommt ins Krankenhaus und erwacht dort nach 3 Wochen und kann nicht mehr sehen. Das beunruhigt das Mädchen natürlich, doch ihre Eltern beruhigen sie. Ihre Antwort ist, das käme von dem dicken Verband, der um ihren Kopf gelegt wurde. Doch mit der Zeit bemerkt Leonie mit Entsetzen, dass sie blind ist. Sie verkriecht sich immer mehr in ein Schneckenhaus, wird depressiv, will mit keinem mehr sprechen und am liebsten würde sie sterben. Etwas essen mag sie auch nicht mehr. Die äußeren Verletzungen sieht niemand mehr, aber ihre Seele und ihre Gefühle sprechen hier ihre eigene Sprache. Der größte Wunsch, den sie an ihr Leben hat, ist, ihre Augen zu öffnen und wieder sehen zu können. Ihre Freunde und ihre Familie versuchen, ihr zu helfen. Der Wendepunkt in ihrem sehr jungen Leben kommt mit dem Zeitpunkt, als ihr jemand sagt: Hol dir dein Leben zurück. Dieser Satz rüttelt sie wach. Sie fährt zu ihrem Bekannten nach Berlin, befreundet sich mit ihm und fängt an zu lieben, weil auch ihr Freund sie liebt und sie glücklich macht.
Eine Geschichte, die aufwühlt, wachrüttelt und an uns alle appelliert, mit Blinden normal umzugehen ohne Mitleid und ohne Hilfestellung, die diese Menschen immer mehr in ihr Leid zurückbringen würde. Außerdem schafft es Jana Frey mit diesem Werk, Aufmerksamkeit zu erwecken für das Leid und dem Schicksal gegenüber anderen betroffenen Menschen. Beim Lesen wird uns bewusst, dass es mir und auch anderen, die vielleicht sehr viel jammern, gar nicht immer so schlecht geht, sondern es wirklich grausame Schicksale gibt.

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