Der Nahost-Konflikt

Der Nahost-Konflikt

Mit der Gründung Israels am 14. Mai 1948 weitete sich der schon vorher bestehende Konflikt von Straßenkämpfen zum Krieg aus. Die arabischen nahöstlichen Staaten erklärten dem neuen Staat völkerrechtswidrig den Krieg, drohten mit der Vernichtung aller Juden in Israel und rückten mit ihren Armeen gegen Israel vor. Nach anfänglichen Erfolgen wurden sie jedoch von den gut ausgebildeten und bewaffneten israelischen Kräften zurückgeschlagen. Die Kampfhandlungen wurden mit der Unterzeichnung der Waffenstillstandsabkommen von 1949 zwischen Israel und Ägypten, Jordanien, Syrien und dem Libanon beendet. Ergebnis des Palästinakrieges, welcher auch Israelischer Unabhängigkeitskrieg genannt wird, war, neben der Bestätigung des Neugegründeten Staates, das palästinensische Flüchtlingsproblem und die Vertreibung von Juden aus ihren arabischen Heimatstaaten.
Bereits früher gab es schon häufige Auseinandersetzungen:
Der Gegenstand des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern waren die Grenzen eines eigenen palästinensischen Staates. Ein Staat wurde 1948 von den Arabern abgelehnt. Schon während der Beratungen der UNO kündigte die arabische Seite an, der Umsetzung gewaltsam entgegen zu treten. Das Staatsgebiet und die Staatsform sind zwischen Israel und den Palästinensern, aber auch unter den Palästinensern selbst umstritten. Die Palästinenser haben 1993 im Oslo-Abkommen die Forderung nach einem Staat auf dem Gebiet Israels aufgegeben und streben heute einen Staat auf dem Gebiet des gesamten Westjordanlandes und in Gaza mit Jerusalem als Hauptstadt an. Die Israelis nahmen das 1947 von der Völkergemeinschaft zugestandene Recht der Staatsgründung auf den ihnen zugewiesenen Gebieten in Anspruch. Jedoch kam es unmittelbar nach der Gründung zu erbitterten Angriffen auf den jungen Staat durch die umliegenden arabischen Länder, mit dem erklärten Ziel, Israel zu vernichten. Israel ging aus diesem Konflikt, an dem sich die Palästinenser auf feindlicher Seite beteiligten, als Sieger hervor. Die Hauptverlierer waren die Palästinenser, die während der Auseinandersetzungen aus den Kriegsgebieten geflohen waren und nicht wieder zurückkehren durften.
Der heutige Nahost-Konflikt ist bekannt durch seine vielen Opfer:
Am 28. Dezember vergangenen Jahres begann die israelische Armee Luftangriffe auf den Gazastreifen und auf Teile des Westjordanlandes. Am 3. Januar startete dann auch die Bodenoffensive. Die Anhänger der Hamas (palästinensische Terrororganisation) wehren sich, schießen Raketen auf Israel und begehen Selbstmordattentate wegen der Vertreibung aus ihrem Land. Die israelische Regierung benutzt das als Grund für ihre Offensiven gegen das Palästinensergebiet. Alles in allem ist das ein Teufelskreis, aus dem keiner von beiden Seiten herauskommt, wenn kein Frieden geschlossen wird.
Strittiger Punkt ist auch die Stadt Jerusalem, welche von Christen, Juden und Muslimen als Heilige Stadt angesehen wird. Alle drei Weltreligionen verbinden diese Stadt mit verschiedenen Ereignissen in der Geschichte. Das statistische Jahrbuch von Jerusalem gibt ca. 1200 Synagogen, 150 Kirchen und 75 Moscheen im Stadtgebiet an.
Handout, 28.Mai 2009 Von Dennis Moritz

 

 

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