Der Baummarder

Der Baummarder
Baummarder sind Einzelgänger, deren Streifgebiete bis zu 2.000 ha groß sein können. Während ihrer meist nächtlichen Aktivitätsphasen legen sie kilometerlange Distanzen zurück. Tagsüber nutzen sie eine Vielzahl an Schlafplätzen, meist in Baumhöhlen und Vogelnestern in luftiger Höhe, gelegentlich auch in Verstecken am Boden. Die Männchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 60 cm, eine Schwanzlänge von ca. 30 cm und ein Gewicht von 1,5 kg. Weibchen sind leichter und kleiner. In der Regel haben Baummarder einen gelben Kehlfleck. Die Ernährung des Baummarders ist saisonal geprägt. Im Frühjahr frisst er vor allem Kleinsäuger, Eier und Jungvögel, im Sommer und Herbst auch Insekten, Beeren und Pilze und im Winter viel Aas. Nach der Paarungszeit im Hochsommer dauert es ca. 9 Monate, bis im April die 1-4 Jungen eines Wurfes geboren werden, denn Baummarder-Föten machen eine Keimruhe, indem sich das befruchtete Ei erst im Winter einnistet. Da – mit Ausnahme des Fuchses – die natürlichen Feinde wie Adler, Uhu oder Luchs nur noch eine geringe Rolle spielen, gehen heute die meisten Baummarderverluste auf das Konto der Bejagung, des Verkehrs und von Krankheiten. Ob der Baummarder in Deutschland in seinem Bestand bedroht ist, ist derzeit umstritten.
Art: Baummarder (Martes martes)
Gattung: Echte Marder (Martes)
Familie: Marder (Mustelidae)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Familie: Säugetiere
Stamm: Wirbeltiere

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