Das griechische Theater

Das griechische Theater
Erklärung des Begriffs:
Der Begriff Theater kommt vom griechischen Wort theatron und meint ursprünglich den
Raum der darstellenden Künste und des Publikums.
Theater ist die unmittelbare, lebendige Darstellung eines Geschehens vor Zuschauern
mithilfe der theatralischen Künste wie Musik, Tanz, Mimik, Gestik und Sprache. Des
weiteren gehören sowohl Bühnenausstattung als auch Kostüme dazu.
Entstehung:
Die Grundidee des Theaters liegt in der Fähigkeit des Menschen die Wirklichkeit
nachzuahmen. Im Denken Einfluss auf den Lauf der Dinge z.B. einen besseren Fischfang
zu nehmen führten sie Ritualspiele, die aus Tänzen und Liedern bestanden durch. Diese
waren sehr eng mit dem Alltag der damaligen Menschen verbunden.
Diese Ritualspiele fanden immer zu Ehren eines Gottes statt. Da die Bevölkerung fast
ausschließlich aus Bauern, die von Viehzucht und Ackerbau lebten bestand, setzte sich
der Dionysoskult rasch durch (Dionysos= Gott der Natur und Fruchtbarkeit).
Innerhalb von rund 1000 Jahren entwickelte sich aus diesen Ritualspielen allmählich das
antike/ griechische Theater. Diese Entwicklung des griechischen Theaters wird als
Säkularisierung also als Entfernen vom kultisch religiösen Ursprung hin zu einer eigenen
Kunstgattung bezeichnet.
Aufbau:
• Orchestra: Die Orchestra ist der kreisförmige Schauspielplatz in der Mitte des
Theaters. Sie ist der älteste Bestandteil des griechischen Theaters.
• Theatron: Das Theatron ist der Zuschauerraum des griechischen Theaters. Es
begrenzt die Orchestra zu etwa 2/3. Meist wurde eine natürliche
Hanglage als Untergrund genutzt. In Athen fanden 14000-17000
Menschen im Theatron Platz.
• Skene: Die Skene ist der jüngste Bestandteil des griechischen Theaters. Sie ist ein
Gebäude mit flachem Dach, dass die Bühnenrückwand bildet. Sie wurde als
Umkleideraum für die Schauspieler und als Aufbewahrungsort der
Requisiten genutzt. Teilweise traten auch Schauspieler auf einem der
Balkone auf.
Schauspieler:
Nur Männer durften im Theater auftreten. Sie trugen Kostüme und Masken. Dies diente
nicht nur zur Vermummung sondern es ermöglichte auch schnelle Rollenwechsel, die
Darstellung von Frauen und eine bessere Visualisierung, da wegen der großen Entfernung
zum Publikum Mimik und Gestik kaum noch zu erkennen waren.
Zu Beginn des griechischen Theaters trat nur ein Schauspieler auf. 480v.Chr. fügte
Aischylos einen zweiten hinzu. Die Einführung des dritten Schauspielers ist Sophokles
zuzuschreiben. In den Anfängen des griechischen Theaters traten die Dichter oft selbst als
Schauspieler auf. Später beschränkten sie sich nur noch auf das Schreiben von Werken.
Merkmale:
Das griechische Theater ist ein Festspieltheater mit kultisch-religiösem Ursprung, dass an
die Festtage gebunden war. Der Besuch des Theaters war politisches Recht und religiösmoralische Pflicht eines Bürger ( Massentheater). Da das Theater im Freien spielte war es ebenso ein Freilichttheater.
Aufgrund vieler festgeschriebener Bausteine wie der Bauform, Schauspielerzahl oder
Handlungs und Spielelemente wird es auch als Theater der Konvention bezeichnet.
Inhalt:
Der Inhalt der Theaterstücke, die im griechischen Theater aufgeführt wurden besteht aus
Mythen, also Götter- und Heldensagen. Ursprünglich wurden sie von 12-24 Männern als
Chor vorgetanzt und vorgesungen und traten später mit Schauspielern in Dialoge.
Im Laufe der Zeit wurde das Erzählte durch Schauspieler, die zunächst nur als Boten und
Erzähler auftraten immer weiter dramatisiert. Der Chorgesang blieb jedoch das Kernstück
des griechischen Theaters.
Berühmte Dichter:
• Aischylos (etwa 525- 456v.Chr.)
• Sophokles (496- 406v.Chr.)
• Euripides (480- 406v.Chr.)
• Aristophanes (445- etwa 385v.Chr.)
Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Theater_der_griechischen_Antike

http://www.joachimschmid.ch/docs/DMtGriecThe.pdf

http://www.prolatein.de/referate/griechisches-theater.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Kom%C3%B6die

http://de.wikipedia.org/wiki/Trag%C3%B6die

http://griechisch.schottengymnasium.at/unterricht/6-klasse/Sj2004-

05/referate/Herndlhofer_Theater.pdf

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