Das Geld

Das Geld
Geld ist als gesetzliches Zahlungsmittel die Währung eines Landes. Der Marktwert (Preis) einer Ware wird in Geld angegeben.
Funktionen des Geldes
Tausch- und Zahlungsmittel:
Mit Geld wird der gegenseitige Austausch der Güter möglich. Geld gleicht unterschiedliche Werte der Waren aus und sorgt dafür, dass heute etwas verkauft werden kann (z.B. Arbeitskraft) und für das Geld zu einem späteren Zeitpunkt etwas anderes gekauft werden kann (z.B. Lebensmittel).
Recheneinheit:
Wenn das Bruttosozialprodukt ermittelt werden soll, müssen Produkte und Dienstleistungen in Geldeinheiten bewertet und gezählt werden. Geld ist gemeinsamer Nenner aller Produkte.
Wertübertragungsmittel:
Geld wechselt nicht nur im Tauschprozess den Besitzer, sondern es wird häufig auch ohne
Gegenleistung weitergegeben. Dieses Geld stellt einen Wert dar, der übertragen wird (z.B. Oma Schmidt gibt dem Enkel 5,- €).
Wertaufbewahrungsmittel:
Geld ist ein Wertaufbewahrungsmittel, d.h. den Wert, den der Schüler für das Jobben erhält,
bewahrt er auf, damit er im nächsten Jahr seinen Urlaub finanzieren kann.
Der Binnenwert
Kaufkraft (Geldwert):
Die Gütermenge, die mit einer Geldeinheit (1,- €) erworben werden kann, gibt Auskunft über die Kaufkraft des Geldes.
Steigen die Preise, so nimmt die Kaufkraft des Geldes ab, sinken die Preise, so nimmt die Kaufkraft des Geldes zu.
Nominal- und Reallohn:
Lohn und Lohnsteigerungen müssen im Zusammenhang mit den Preisen und Preissteigerungen gesehen werden. Es ist für Lohnverhandlungen deshalb wichtig, die Preissteigerung des letzten Jahres zu berücksichtigen, um auch wirklich hinterher mehr Nettolohn zu bekommen.
Inflation:
Geld verliert seinen Wert, wenn man für die gleiche Gütermenge mehr Geld aufwenden muss: Der Geldwert bzw. die Kaufkraft sinkt.
Ursachen:
● Lohnerhöhungen
● Erhöhung der Energiekosten
● Steuersenkungen
● Exportüberschuss
● Staatsausgabenerhöhung
● Erhöhung der Rohstoffpreise
● Geringeres Sparen
Auswirkungen:
Kontensparer verlieren Geld, da der Geldwert sinkt; deshalb fliehen sie in die Sachwerte wie z.B.Gold, Silber, Grundstücke. Der Wert der Schulden verringert sich durch den Geldwertverlust.
Stabilität:
Stabilität liegt vor, wenn in einem bestimmten Zeitraum die Menge der auf dem Markt
angebotenen Güter und Dienste gleich der nachfrage wirksamen Geldmenge ist.
Deflation:
Wird die Volkswirtschaft mit Geld unterversorgt, so führt das dazu, dass mehr Güter produziert werden, als Geld vorhanden ist. Der Wert des Geldes steigt, d.h. man kann immer mehr Güter für sein Geld bekommen.
Ursachen:
● Unterversorgung der Wirtschaft mit Geldmitteln durch die Deutsche Bundesbank
● Steuererhöhungen werden bei der Deutschen Bundesbank stillgelegt
● Der Staat schränkt die öffentlichen Investitionen stark ein.
● Steigende Importe führen zur Verringerung der inländischen Geldmenge und zu einem
Ansteigen der inländischen Gütermenge
● Durch zusätzliches Sparen in Krisenzeiten verringert sich die nachfrage wirksame
Geldmenge
Auswirkungen:
Kontensparer gewinnen Geld, da der Geldwert steigt. Der Wert der Schulden nimmt im Laufe der Zeit zu. Da der Geldwert immer weiter steigt, wartet der Verbraucher ab. Er kauft
erst dann, wenn es noch billiger für ihn wird. Die Unternehmen passen sich
dieser verringerten Nachfrage an und schränken die Produktion ein.
Der Außenwert
Währungen
Sorten = ausländisches Bargeld
Devisen = ausländisches Buchgeld
Brief = Kurs, zu dem eine Bank ausländische Währung verkauft
Geld = Kurs, zu dem eine Bank ausländische Währung zurück-/ einkauft
Auf- und Abwertung:
Wenn der Kurs auch durch nachhaltige Käufe oder Verkäufe nicht mehr zu korrigieren ist und aus der Bandbreite ausbricht, verändert man die Parität, d.h., man legt einen neuen Leitkurs fest. Dieser Vorgang geschieht über eine Auf- oder Abwertung gegenüber der betreffenden Währung.
Aufwertung (ausländische Währungen werden billiger)
Folgen einer Aufwertung des Euros für die deutsche Wirtschaft:
Die ausländische Währung wird billiger, der Euro im Ausland hingegen teurer.
Die Exporte deutscher Unternehmen werden teurer, weil die ausländischen Abnehmer mehr für einen Euro bezahlen müssen Die Importe nach Deutschland werden billiger. Es können mehr Waren aus dem Ausland gekauft werden.
Reisen in das Ausland werden ebenfalls billiger, weil der Tourist jetzt für seinen Euro mehr
Einheiten ausländischer Währung erhält.
Quellen:
Wirtschaftskunde, Klett
Wirtschaft heute, Verlag Dr. Felix Büchner Handwerk und Technik
Wirtschaft leicht gemacht, Feldhaus

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