Christian Wulff

Christian Wulff
Christian Wilhelm Walter Wulff, geboren am 19. Juni 1959 in Osnabrück, ist
ein deutscher Politiker. Von 2003 bis 2010 war er Ministerpräsident des
Landes Niedersachsen und von 1994 bis 2008 Vorsitzender der
niedersächsischen CDU. Seit dem 30. Juni 2010 ist er der zehnte
Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
Familie
Als er zwei Jahre alt war trennten sich seine Eltern. Auch sein Stiefvater
verließ die Familie. Der 16-jährige Christian Wulff übernahm die Pflege seiner an Multipler Sklerose erkrankten Mutter. Außerdem half er bei der Erziehung seiner jüngeren Schwester. Nach dem Abitur an einem Gymnasium in Osnabrück widmete sich Wulff dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Osnabrück. 1990 machte er seinen Abschluss und arbeitete anschließend in einer Anwaltskanzlei in Osnabrück.
Wulff hat zwei Kinder, er war von 1988 bis 2007 in erster Ehe mit Christiane Wulff verheiratet, mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Seit 2008 ist er in zweiter Ehe mit Bettina Wulff verheiratet, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat. Bettina Wulff brachte einen Sohn aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe.
Politik
Schon früh engagierte sich Christian Wulff in der CDU. Als 16-jähriger trat er 1975 bei den Christdemokraten bei und übernahm von 1978 bis 1980 den Bundesvorsitz der Schüler-CDU. Bei der Jungen Union war er ebenfalls tätig. Von 1979 bis1983 gehörte er deren Bundesvorstand an. Anschließend war er von 1983 bis 1985
Landesvorsitzender der JU Niedersachsen. Während seiner Zeit bei der Jungen Union bereitete er schon seine politische Karriere in der CDU vor. Ab 1984 war er Mitglied des Landesvorstandes der Christdemokraten in Niedersachsen.
Ministerpräsident
Drei Anläufe brauchte Wulff, um Ministerpräsident in Niedersachsen zu werden. 1994 und 1998 konnte er sich nicht gegen den in Niedersachsen beliebten Gerhard Schröder durchsetzen. Erst als der nach Berlin ging, um das Amt des Bundeskanzlers zu bekleiden, schlug Christian Wulffs Stunde. Gegen den eher schwachen Schröder-
Nachfolger Sigmar Gabriel gewann der CDU-Politiker im Jahr 2003 klar und bildete eine CDU/FDP-Koalition.
Bundespräsident
Nach dem Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler am 31. Mai 2010 wurde Wulff am 3. Juni 2010 als Bundespräsidentschaftskandidat der Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP vorgestellt. Bei der Bundespräsidentenwahl in der 14. Bundesversammlung am 30. Juni 2010 in Berlin konnte Wulff im ersten und im zweiten Wahlgang keine absolute Mehrheit erreichen. Im dritten Wahlgang setzte er sich mit 625 Stimmen
gegen Joachim Gauck mit 494 Stimmen durch. Nach sieben protestantischen Amtsvorgängern ist er damit der erste katholische Bundespräsident seit Heinrich Lübke.
Auszeichnungen
Im Sommer 1995 wählte das Weltwirtschaftsforum in Davos ihn zu einem der „100 Global Leaders for Tomorrow“. Im November 2003 erhielt Wulff den Deutschen Mittelstandspreis der Düsseldorfer Verlagsgruppe „markt intern“. Im Oktober 2006 wurde ihm (zusammen mit Hugo Müller-Vogg) der Deutsche Mittelstandspreis des Bundes der Selbständigen und der Bundesvereinigung mittelständischer Unternehmer verliehen. Stellvertretend für die Regierung des Landes Niedersachsen wurde Wulff im Jahr 2005 der Negativpreis „Big Brother Award“ in der Kategorie „Behörden und Verwaltung“ verliehen für die Zerschlagung
der Datenschutzaufsicht in Niedersachsen. Wulff wurde Krawattenmann des Jahres 2006. Im gleichen Jahr wurde Wulff das „Närrische Steckenpferd“ der Prinzengarde Krefeld verliehen. Im Jahr 2007 verlieh ihm die Tongji-Universität Shanghai die Ehrendoktorwürde.

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