China

China
China war Jahrhunderte lang ein unbekanntes, fernes Reich, das von großen und auch
grausamen Herrschern regiert wurde. Doch inzwischen kennt hier jeder das chinesische Essen wie z. B. Hähnchen süß-sauer mit Reis und auch die traditionelle chinesische Medizin wie Akupunktur. Das ist ein Heilverfahren, bei dem man silberne und goldene Nadeln in
bestimmte Körperstellen einsticht und so innere Organe heilt.
Außerdem besuchen immer mehr Touristen China um Land, Kultur und Menschen kennen zu lernen. China ist das 3. größte Land der Erde nach Kanada und Russland. 14 Länder grenzen an China: Russland, Mongolei, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan, Nepal, Indien, Bhutan, Burma, Laos, Vietnam und Nord-Korea.
Es ist durch viele natürliche Grenzen von seinen Nachbarländern getrennt:
im Osten und Südosten durch 3 Meere, das Gelbe Meer, das Ostchinesische Meer und das
Südchinesische Meer; im Süden, Südwesten, Westen und Nordwesten durch hohe Berge;
im Norden durch Steppen und Wüsten; und im Nordosten durch Flüsse, den Amur und den Ussuri.
Landschaft
China ist in 3 Gebiete eingeteilt:
1. Der Osten von China ist von 4 großen Flüssen mit ihren fruchtbaren Landstrichen
gekennzeichnet. Die Flüsse sind der Jangtse auch Blauer Fluss genannt, der Hwangho
auch genannt der Gelbe Fluss, der Perlfluss und der Mekong.
Der südöstlich Küstenstreifen ist gebirgig, während die Küstenstreifen im Süden eher
hügelig sind. Die Hügel sind jedoch nicht höher als 500 m.
2. An die Ebenen schließen sich Gebirge mit vielen Hochebenen und großen
Becken an. Die Berge haben hier Höhen von 1.000 bis 2.000 m.
3. Westchina hat viele ausgesprochenen hohe Gebirge mit dazwischen liegenden
Hochebenen. Das bekannteste Gebirge ist der Himalaya. Das Hochland von Tibet liegt
etwa 4.500 m und gehört damit zur höchstgelegenen Ebene in der Welt. Der Westen
ist auch der trockenste Landesteil.
Bevölkerung
China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde.
Der größte Teil der Bevölkerung etwa 90 % lebt an den Küsten oder in den fruchtbaren
Landstrichen um die großen Flüsse.
Man sieht auch deutlich an der Karte, dass an der Küste wesentlich mehr Städte liegen als in der Nähe der Berge.
Um das Anwachsen der Bevölkerung zu kontrollieren und zu stoppen, hat man 1980 die Ein-
Kind-Politik eingeführt. Das heißt, dass jede Familie nur ein Kind bekommen darf, bekommt
man trotzdem mehrere Kinder, muss man eine Geldstrafe zahlen.
Klima
Das Klima in China ist sehr vielfältig. Im Westen, Norden und Nordosten herrscht
ausgeprägtes Kontinentalklima mit sehr kalten Wintern und heißen Sommern.
Im Süden ist das Klima jedoch subtropisch bis tropisch, deshalb kommt es im August zu
Monsunregen. Monsunregen sind starke Regenfälle, aber trotzdem ist es warm, es herrscht
eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Die Küsten im Süden und Osten sind auch oft von Unwettern und Wirbelstürmen bedroht.
Naturkatastrophen
Besonders der Osten Chinas, aber auch die südlichen Provinzen und der Himalaya sind häufig von Erdbeben betroffen. Durch die dichte Besiedelung in diesen Gebieten werden bei diesen Erdbeben immer viele Gebäude zerstört und es gibt viele Verletzte und Tote.
Außerdem kommt es an den großen Flüssen häufig zu Überschwemmungen.
Religion
In China sind die Menschen sehr religiös, es gibt verschiedene Religionen:
Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus, Islam und auch das Christentum.
Konfuzianismus ist eigentlich keine richtige Religion, sondern eher eine Einstellung zum
Leben. Die Grundlagen sind Harmonie, Ehrfurcht vor dem Alter, Weisheit, Treue und das
Einordnen in die Gemeinschaft.
Der Taoismus ist eigentlich die einzige original chinesische Religion. Der Taoismus beruht
darauf, dass man nicht handelt und so die Dinge ihren Gang nehmen.
Geschichte
Die chinesische Geschichte reicht bis ca. ins 15. Jahrhundert vor Christus zurück
In China herrschten immer Kaiser einer bestimmten Familie, die der Zeit, in der sie
herrschten, ihren Namen gaben wie zum Beispiel Ming-Dynastie oder Tang-Dynastie.
1911 wurde der letzte Kaiser der Qing-Dynastie durch eine Revolution gestürzt und China
wurde zu einer Republik.
Nach dem 2. Weltkrieg brach erneut ein Bürgerkrieg aus und die Kommunisten kamen an die Macht. Am 1.10 1949 wurde China zur Volksrepublik erklärt.
Politik
China steht immer noch unter der Führung der Kommunistischen Partei Chinas, es gibt nur
diese eine Partei.
Alle staatlichen Machtpositionen werden von der Kommunistischen Partei kontrolliert.
Kommunismus bedeutet, dass alle Menschen gleich sind egal, wo sie herkommen oder was
für einen Beruf sie haben.
Wirtschaft
Die Chinesen betreiben auch Landwirtschaft.
Die besten Ackerbaugebiete sind die Gebiete um die großen Flüsse im Osten.
Hauptanbauprodukte sind: Sojabohnen, Sommerweizen, Hirse, Winterweizen, Baumwolle,
Erdnüsse, Reis, Tee und Süßkartoffeln.
In den westlichen Gebieten gibt es meistens Viehwirtschaft.
China verfügt über mehrere Bodenschätze wie zum Beispiel: Eisenerz, Zinn, Mangan….
In den letzten Jahren hat man sich sehr bemüht, die Industrie in China weiter auszubauen. Die wichtigsten Industriezweige sind die Eisen- und Stahlerzeugung, der Maschinenbau, der Bau von Traktoren und Lastkraftwagen, die Herstellung von Baumwollgeweben und Kunstdünger sowie auch die Erdölindustrie.
Schriftzeichen
Die chinesische Schrift ist die älteste Schrift der Welt, die auch heute noch benutzt wird.
Schulkinder lernen ca. 3.000 Schriftzeichen in den ersten 6 Schuljahren, das reicht zum
Lesen von Büchern und Zeitungen.
Wenn jemand weniger als 1500 Zeichen beherrscht gilt er als Analphabet.
Die Schreibrichtung ist von oben nach unten.
Quellen: Der national Geographic Traveler China
Bertelsmann Lexikon
Internet

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