Chamäleon

1. Name
Das Chamäleon (Chamaeleonidae; Erdlöwe) auch Wurmzüngler genannt zählt zu den Reptilien. Zur Gattung der Leguanartigen und ist der Verwandlungs-künstler des Tierreiches. Es gibt etwa 160 Arten, die in Unterfamilien aufgeteilt werden.
2. Verbreitung/Heimat
Ursprünglich stammt das Chamäleon aus Ostafrika. Heute findet es man in ganz Afrika, besonders auf Madagaskar und im Mittelmeergebiet, in Indien und auf der Arabischen Halbinsel. In Europa gibt es nur eine einzige Art, das gewöhnliche Chamäleon (Bild1).
Bild 1
3. Lebensraum/Lebenserwartung
Chamäleon sind Busch und Baumbewohner. Sie können bis zu 4 Jahre alt werden, aber in der freien Natur werden sie meistens nicht einmal 2 Jahre alt.
4. Erscheinungsbild
Chamäleons sehen wie Echsen aus. Sie besitzen einen lang gestreckten Körper, 4 Beine und einen langen Schwanz. Die kleinsten Arten sind gerade mal 3,5 cm Groß (Bild2), die Größten werden bis zu einem Meter lang (Bild3).
Bild 2 Bild 3
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Männchen sind größer als die Weibchen. Feste Merkmale sind die Hörner auf der Nase (bis zu 6) und der helmartige Fortsatz auf dem Kopf. Charakteristisch sind auch die verschiedenen Kämme. Jene Kämme kommen an Rücken, Bauch und Kehle vor (Bilder 4,5 und 6).
Bild4 Bild 5 Bild 6
Unverwechselbar sind die Augen. Sie sind groß, stehen am Kopf hervor wie kleine Kugeln und könne sich unabhängig voneinander in verschiedene Richtungen bewegen (Bild7). Mit ihnen können manche Arten bis zu einem Kilometer weit scharf sehen.
Bild 7
Das Gehör dagegen ist nur schlecht ausgebildet. Auch die Nase kann vermutlich kaum Gerüche wahrnehmen. Typisch für das Chamäleon ist die Schleuderzunge (Bild8+9). Die Chamäleonzunge entspricht der Länge des gesamten Tieres einschließlich seines aufgerollten Schwanzes.
Bild 8 Bild 9
Zur Lautbildung ist das Chamäleon kaum fähig. Es reicht lediglich zu einem Fauchton als Abwehrreaktion. Die oberste Schicht der schuppenartigen Haut ist hart. Sie kann nicht wachsen. Chamäleons müssen sich deshalb regelmäßig häuten. Ihre Hände und Füße sind zu richtigen Greifzangen umgebildet. Die Zehen und Finger sind zu zweien und dreien miteinander verwachsen. Der lange Schwanz dient ebenfalls zum Festhalten. Er kann sich um Äste wickeln und ist deshalb besonders stabil.
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Männchen und Weibchen lassen sich am Fersensporn unterscheiden (Bild10). Das ist ein Fortsatz hinten am Bein, den nur die Männchen haben.
Bild 10
Chamäleons sind für ihre einzigartige Anpassungsfähigkeit bekannt. Sie können Farbe und mitunter sogar ihre Gestalt ändern (Bild11).
Bild 11
Beim Farbwechsel geht es nicht nur um Tarnung. Die Farbe ist Sprachersatz und gibt die Stimmung wieder. Chamäleons sind richtige Einzelgänger. Weder Männchen noch Weibchen vertragen sich untereinander. Sie dulden nur während der Paarungszeit die Nähe eines anderen Chamäleons. Dann auch nur die des Geschlechtspartners. Chamäleons sind tagaktiv. Sie bewegen sich nur wenig und dann sehr langsam. Beim gehen schaukeln sie vor und zurück. In den kalten Monaten verfallen sie in eine Kältestarre.
5. Feinde
Chamäleons versuchen zwar nicht aufzufallen und sich gut zu tarnen, durch Mimese (nachahmen von Gegenständen aus der Umgebung). Sie verteidigen sich mit dem Aufreißen des Mauls (Bild 12).
Bild 12
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Einige Arten können dabei Zischlaute von sich geben. Um Gegner einzuschüchtern blasen sich manche so auf, dass sie fast kugelrund sind. Andere haben große Kopflappen, die sie aufstellen können. Die kleineren Arten lassen sich bei Gefahr meist zu Boden fallen und stellen sich tot (Thanatose oder Schreckstarre). Trotz allem fallen sie manchmal Vögeln zum Opfer.
6. Jagd
Chamäleons sitzen meist ruhig auf einem Ast und lauern auf Beute. Kommt ein Insekt nah genug heran, wird es blitzschnell mit der langen Zunge eingefangen. Dieser so genannte Zungenschuss ist so schnell, dass man ihn fast nicht sehen kann.
Er besteht aus 5 Phasen (Bild 13).
Zunächst wird das Beutetier fixiert und auf Größe, Form und Art geprüft. Hierbei wird der Abstand zwischen Jäger und Gejagtem ermittelt.
Das Maul öffnet sich langsam, die Zunge wird vorbereitet und ein Stück nach vorne geschoben.
Die Zunge wird abgeschossen.
Das Beutetier wird ergriffen.
Die Beute wird ins Maul gezogen, dort festgehalten während sich die Zunge in den Kehlsack zurückzieht. Dann wird die Beute als Ganzes herunter geschluckt.
Bild 13
7. Ernährung
Chamäleon fressen vor allem Insekten, aber auch kleine Wirbeltiere wie andere Reptilien, kleine Nagetiere oder sogar kleine Vögel. Wasser bekommen sie, indem sie morgens den Tau von den Blättern lecken.
8. Fortpflanzung
Nach der Paarung (Juni-Oktober) kann die Trächtigkeit 2 Monate dauern. Das Weibchen legt 5-35 Eier, die es im Boden 5-10 cm tief vergräbt. Manche Arten bringen lebende Junge zur Welt. Hier entwickeln sich die Eier im Bauch des Weibchens. Mit einem Jahr sind die Jungen erwachsen und können selber Nachwuchs bekommen.
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9. Quellenverzeichnis
www.kindernetz.de/olli/Tierlexikon
www.fsbio-hannover.de
www.helles-koepfchen.de
www.medienwerkstatt-online.de
de.wikipedia.org/wiki/
www.kapstadt.de
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Inhaltsverzeichnis:
1. Name. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.3
2. Verbreitung/Heimat. . . . . . . . . . . . .S.3
3. Lebensraum/Lebenserwartung. . . . .S.3
4. Erscheinungsbild. . . . . . . . . . . . . . . S.3,4,5
5. Feinde. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S.5
6. Jagd. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S.6
7. Ernährung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S.6
8. Fortpflanzung. . . . . . . . . . . . . . . . . .S.6
9. Quellenverzeichnis. . . . . . . . . . . . . .S.7

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