Berliner Mauer

Berliner Mauer
(in DDR auch als „befestigte Staatsgrenze“ bezeichnet)
Allgemeines
– vom 13.August 1961 bis zum 9. November 1989 (ungefähr 28 Jahre)
– trennte West-Berlin von Ost-Berlin und der DDR
– Symbol für Ost-West-Konflikt und Teilung Deutschlands
– 167,8km lang
– zwischen 150 und 210 Todesopfer bei Überquerungsversuchen
Zur Geschichte:
– 4 Besatzungszonen
– Gründung BRD/DDR
– DDR Bürger fliehen
– zwischen 1945 und 1961 cirka 3,5 Mio Flüchtlinge aus der DDR (auch aus anderen Ostblockstaaten) → meist gut ausgebildete junge Menschen
Mauerbau
– gebaut durch SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands), NVA (Nationale Volksarmee) und Volkspolizei
– alle Verkehrswege geschlossen (zuerst mit Zäunen, kleineren Mauern und Wachpersonal)
– im Endeffekt nur noch 12 Grenzübergänge
Reaktionen auf den Mauerbau
– Westdeutschland weißt kein Verständnis auf.
– Massendemonstrationen gegen den Bau
– westliche Alliierten haben Angst vor Verlust von West-Berlin
– Sorge um die Menschen in Berlin
Mauerfall
– 9. November 1989,
– visafreier Übergang erst ab 24. Dezember 1989
– DDR Bürger wollten endlich Freiheit haben
– Zusammenkommen von Ost und West (Zusammenarbeit)
– bis 1990/1991 verschwand Mauer komplett
– 6 Teilstücke wurden als Mahnmal erhalten
– manche Mauerstücke wurden versteigert
– andere sind in viele Museen zu sehen (zB. Haus der Geschichte in Bonn)
Flucht aus der DDR
– seit Kriegsende bis zur endgültigen Absperrung am 13.08.1961 flohen ca. 3,5 Mio. Menschen in die BRD
in der DDR herrschte Mangelwirtschaft
BRD hatte einen wirtschaftlichen Aufschwung mit Hilfe des Marshall-Plans der Amerikaner
-1959 ging die Flüchtlingszahl zeitweise zurück, weil die Grenzkontrollen und Bestrafungen von „Republikflüchtigen“ verschärft wurden.
-1960/61 stieg die Zahl wieder an, da erste Gerüchte über die völlige Absperrung umgingen (zu der Zeit war die Grenze eher noch provisorisch, somit nutzten viele Menschen ihre „letzte“ Chance).
– an der Berliner Mauer speziell gab es ca. 5000 Fluchtversuche, von denen aber mehr als 3000 scheiterten.
– Allgemein gab es cirka 5075 erfolgreiche Fluchtversuche.
– an der Mauer fanden 239 Menschen, bei Versuchen die DDR zu verlassen, den Tot
– am 24.August.1961 wird der erste Mauerflüchtling an der Berliner Mauer erschossen
– Am 08.Juni.1962 wird der DDR- Grenzsoldat Reinhold Huhn von einem westdeutschem Fluchthelfer erschossen
SED nutzte diesen Vorfall als Vorwand für weiteren Mauerausbau (Bau des Todesstreifens erfolgt).
Strafverfolgung von Flüchtlingen
Im Strafgesetzbuch (StGB) von 1975 gab es drei Paragraphen, die sich mit der Problematik befassten:
– § 254- Fahnenflucht
– § 213- ungesetzlicher Grenzübertritt
– § 105- staatsfeindlicher Menschenhandel
Einzelne mutige und phantasievolle Fluchtgeschichten
15.August.1961
– Der erste Volksarmist sprang über die Grenze (Stacheldraht). Dabei wurde er zufällig fotografiert und dieses Foto ging um die Welt.(Viele DDR-Bürger wurden daraufhin Grenzsoldaten mit der Hoffnung größere Chancen zur Flucht zu haben.)
1962
– Ein Mann ließ sich von einer Freundin eine Uniform aus der BDR schicken – sie saß perfekt. Er studierte den sowjetischen Gruß, bis er auch den perfekt konnte. Schließlich marschierte er einfach so in den Westen.
1964
– Im kleinsten Automobile „Isetta“ verstecken sich neun Flüchtlinge, wo sonst Heizanlage und Batterie sind. Die Flucht gelang, weil niemand diesen Autotyp kontrollierte, da es unmöglich schien dort Personen zu verstecken.
1964 -1969
– Kurt Wordel schleuste in seinen drei PKW `s vom Typ VW 1200 insgesamt 400 Personen über die Grenze. Sie hielten sich im Kofferraum oder in ausgebauten Seitenverstecken auf.
1964
– Die größte Massenflucht gelang in einem selbstgegrabenen Tunnel, dieser war 45m lang und verlief in 12m Tiefe. Der Einstieg war ein Toilettenhaus im Hinterhof von Ost- Berlin und der Ausstieg war im Keller einer ausgedienten Bäckerei in West- Berlin.
Nach einem halben Jahr harter Arbeit konnten schließlich 57 Menschen durch diesen Tunnel fliehen.
09.September.1968
– Bernd Böttger, 28 Jahre, baut sich aus einem Fahrradhilfsmotor ein Mini- U- Boot und ließ sich damit durch die Ostsee nach Dänemark ziehen (25km in 5Std.). Von einer westdeutschen Firma wird der Erfinder sofort eingestellt, um ein Serienmodell zu entwickeln, das für die Rettungsdienste eine Revolution werden sollte.
1979
– Zwei Familien flohen in einem Heißluftballon in den Westen. Der Erbauer eignete sich alle Kenntnisse allein durch Fachliteratur an und testete selbst verschiedene Stoffe und Brennmaterialien. In 28min. legten sie 40km zurück und erreichten sicher ihr Ziel.

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