Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
-1- Als Hitler das rosa Kaninchen stahl © Florian Lederer

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl (Inhaltsangabe)

„ Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ ist ein Roman der Autorin Judith Kerr, der 1971 in englischer Sprache erschienen ist. Die Handlung spielt in der Zeit vor der Reichtagswahl im März 1933 und endet in den 50er Jahren in London. Der ganze Roman gibt die Lebensgeschichte der Autorin wieder. Er schildert die Flucht einer jüdischen Familie aus dem Hitlerdeutschland.
Die Hauptpersonen sind Anna, Max und ihre Eltern. Das Buch ist zirka 500.000-mal verkauft worden und hat viele Preise gewonnen. Einer davon ist der Jugendliteraturpreis.
Wir schreiben das Jahr 1933 und die Reichtagswahl steht kurz bevor. Die neunjährige Anna lebt mit ihrer jüdischen Familie in Berlin. Ihr Vater ist ein bekannter Schriftsteller und schreibt Artikel gegen Hitler und gegen seine Partei. Annas Vater befürchtet, dass Hitler an die Macht kommen wird. Aus Angst vor einer Verhaftung flüchtet er nach Prag. Es dauert nicht lange, so wird es auch für den Rest der Familie zu gefährlich. Schnell packen alle die nötigsten Sachen zusammen und planen die Route nach Zürich, wo sie dann auf den Vater treffen. Leider müssen Anna und Max ihr älterer Bruder viele Freunde und ihre ganze Spielsammlung zurücklassen. In den nächsten Tagen geht es sehr hektisch zu und als sie dann im Zug nach Schweiz sitzen sind sie schon sehr gespannt, was sie dort erwartet. Endlich nach langer Fahrt kommen sie in Zürich an, wo sie auf Annas Vater treffen. Dieser hat schon ein Zimmer im besten Hotel der Stadt gebucht. Am Abend ist es so weit. Um 5 Uhr gibt es die ersten Wahlergebnisse. Leider hat Hitler die absolute Mehrheit bekommen. Nun wird Anna klar, dass sie nicht mehr so schnell nach Hause kommen kann.
Ihr Vater versucht bei den Schweizer Zeitungen Arbeit zu finden. Er will wie in Deutschland gegen Hitler schreiben, aber die Zeitungen haben Angst, denn keiner darf etwas über Hitler sagen. Dadurch verdient er so wenig Geld, dass die ganze Familie nach einer schweren Grippe von Anna in einen Gasthof namens „Zwirn“ am Zürichersee einziehen muss. Anna geht mit einen der Zwirn Kinder in die Dorfschule und Max in eine Knabenschule in Zürich.
Eines Tages kommt auch Onkel Julius ein Freund der Familie zu besuch. Er erzählt, dass die Nazis alle Bücher von Annas Vater verbrannt haben und ihre zurückgelassenen Sachen mitgenommen haben. Die ganze Familie ist entsetzt. Gleich darauf sagt Anna zu Max, dass Hitler jetzt sicher mit ihren rosa Stoffkaninchen spiele. Alle brechen in Gelächter aus.
Es dauert nicht lange, und es beginnen schon die Sommerferien. Max und Anna spielen am liebsten mit den Kindern der Gastfamilie Zwirn. Sie heißen Vrenel und Franz. In der Zwischenzeit fährt Annas Vater nach Frankreich, weil er in der Schweiz keine Arbeitschancen sieht. Annas Mutter will eigentlich nach London, da sie fließend Englisch spricht. Als der Vater wieder zurück kommt schwärmt er von Paris, doch die
Als Hitler das rosa Kaninchen stahl © Florian Lederer
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Mutter ist skeptisch. Nach langen überlegen fahren alle beiden Elternteile nach Paris. Sie schreiben Anna und Max jeden Tag Briefe. In einem steht auch, dass die Nazis 1000 Mark auf den Kopf von Vater ausgesetzt haben. Endlich ist es so weit, Annas Vater holt sie am Bahnhof in Zürich ab. Ein Gepäcksträger führt sie zum Zug und lädt die Koffer ein. Plötzlich sieht Anna dass der Zug nach Stuttgart fährt. Schnell nehmen sie das Gepäck und haben Glück, dass die Bahn sich noch nicht in Bewegung gesetzt hat. Nach kurzer Suche finden sie den richtigen Zug und steigen dort ein. Annas Vater hat den Verdacht, dass sich der Gepäcksträger das Kopfgeld verdienen wollte und die Kinder deshalb in den falschen Zug einsteigen lies. In Paris organisiert die Mutter schon eine Wohnung. Ein Privatlehrer bringt den beiden Kindern die französische Sprache bei, sodass sie bald in die Schule gehen können. Anna findet eine neue Freundin an der Schule namens „Cotlette“. Am Anfang fällt den Kindern der Unterricht schwer aber nach kürzester Zeit schreiben alle beide gute Noten. Weil Annas Vater wenig Geld verdient, muss die Mutter selbst Kleidungsstücke für die Kinder nähen. Sie ist aber nicht gut darin, deshalb bittet sie die Nachbarin um Hilfe. Diese zeigt ihr alles und nach und nach bildet sich eine große Freundschaft zwischen den beiden Familien.
Bald sind schon wieder Ferien. Anna und Max haben sehr gute Noten im Zeugnis. Während der Ferien fährt die ganze Familie in die Schweiz um die Zwirns zu besuchen. Als sie dann nach Frankreich zurückkehren, kann Anna schon fließend Französisch. In Paris wird es aber immer schwieriger, da die Pariser Zeitung nur wenig zahlt und die Vermieterin der Wohnung immer mehr Geld verlangt. In diesem Schuljahr muss Anna eine schwierige Prüfung an der Schule ablegen. Anna hat bestanden, obwohl sie erst ein Jahr Französisch spricht. Anna besteht das Examen und bekommt sogar einen Preis und Max ist Klassenbester in einer höheren Schule. Leider dauert die Freude nicht lange. Die Weltwirtschaftskrise macht sich auch in Frankreich breit.
Annas Vater versucht ein Drehbuch über einen Film von Napoleon zu schreiben, aber keiner interessiert sich dafür. Deshalb entschließen sie sich nach London zu ziehen um dort ein neues Leben zu beginnen. Und es gelingt ihnen, denn ein Englischer Regisseur zahlt ihn 1000 Pfund für das Drehbuch.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, weil es sehr fesselnd und spannend geschrieben ist.
Man kann sich heute nur schwer vorstellen welche grausame Zeit es während der Diktatur Hitlers in Deutschland und in ganz Europa gewesen sein muss.
Am besten hat mir jedoch das Ende des Buches gefallen, da trotz dieser schwierigen Zeiten alles gut endet.
Ich bin schon sehr gespannt darauf zu wissen was der Familie weiter geschehen wird, deshalb werde ich die Fortsetzung des Buches „Warten bis der Frieden kommt“
gleich als nächstes lesen.

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