Waschmittel Enthärter

Enthärter sind chemische Substanzen, welche die Kalzium- und Magnesium Ionen des Wassers, die die Wasserhärte ausmachen, zu binden vermögen.

Auch zum Wäschewaschen muss Wasser enthärtet werden, damit keine Kalkfällung auftritt. Sie sind bis zu einem Anteil von 30 % in Waschmitteln enthalten. Es werden zwei Prinzipien bei Enthärtern realisiert:

1. Die Bindung über Ionenaustauscher

Es gibt Kationenaustaucher (Polystyrolharze mit Sulfonsäureester/ durch z.B. Salzsäure werden diese Harze wieder regeneriert) und Anionenaustauscher (Polystyrolharze, die positiv geladen sind und an tertiären oder quartären Ammonium-Gruppen angelagert sind.) Die Kombination beider führt zu Mischbett-Ionenaustauschern, mit welchen man Wasser vollständig entsalzen kann.

2. Über Komplexbildner

Die Komplexbildner gehören zu den sogenannten Gerüststoffen, einer der wichtigsten Wirkstoffgruppen in Wasch- und Reinigungsmitteln.

Natriumtriphosphat

  • Pentanatriumtriphosphat (Na5P3010)
  • toxikologisch unbedenklich
  • gutes Komplexierungsvermögen für Ca- und Mg-Ionen
  • In den Kläranlagen zerfällt der Komplex durch Hydrolyse in schwer lösliche Calciumphosphate
  • gelöste Phosphate können zur Eutrophierung (Überdüngung) von Gewässern beitragen
  • Es gibt bisher keinen Stoff, der die Phosphate völlig ersetzt

Citronensäure

  • Natriumsalz der Citronensäure (Citrat)
  • ökologisch unbedenklich
  • Nachteil: Die Ca- und Mg- Komplexe sind bei höheren Temperaturen nicht so stabil

Nitrilotriacetat (NTA)
Nitrilotriessigsäure (N(CH2COONa)3)

größter Teil des Natriumtriphosphates lässt sich durch das Natriumsalz der Nitrilotriessigsäure ersetzen. Das Anion bildet mit 2-fach geladenen Metall-Ionen (Ca2+, Cu2+, Ni2+,Fe3+) Chelatkomplexe. Dabei bindet das Metall-Ion die 3 Carboxylatgruppen, das Stickstoffatom und 2 Wassermoleküle.

Es spielt jedoch in deutschen Waschmitteln keine Rolle: Man befürchtete, dass die Chelatbildner Schwermetallionen (Ca2+, Hg2+) aus den Sedimenten lösen könnte, die sich dann in der Nahrungskette anreichern. Untersuchungen besagen, dass keine Gefahr besteht, doch es hat immer noch einen schlechten Ruf.

Zeolith A (Sasil)

Kristalline, wasserhaltige Alumosilicate mit einer Gerüststruktur, die Alkali- und Erdalkali-Ionen enthält Die Na-Ionen im synthetisch hergestellten Zeolith A lassen sich leicht gegen andere Ionen austauschen. Sie sind im Silicium-Aluminium-Sauerstoff Gerüst mit seinen weiten Poren leicht beweglich + werden vorzugsweise durch Ca- Ionen ersetzt. Es hat Natriumtriphosphate als Enthärter verdrängt. Vorteil: Der Ionenaustausch nimmt mit steigender Temperatur zu Nachteil: Unterstützt die Schmutzablösung nicht – Waschmittel braucht noch Polycarboxylate oder andere Zusatzstoffe.

Polycarboxylate

  • werden biologisch nur sehr langsam abgebaut
  • deswegen schon oft Diskussionen über phosphatfreie Waschmittel
  • Doch es gibt keine konkreten Hinweise auf eine schädliche Wirkung

Grundsätzlich sind Enthärter als ökologisch sinnvoll einzustufen, da sie es schaffen, dass der Waschmittelverbrauch bei hartem Wasser verringert werden kann

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