Magersucht und Bulimie

Magersucht und Bulimie
Schlank bis in den Tod
1) Was möchte ich mit meinem Thema erforschen und beantworten?
Ich möchte meinen Mitschülern das Thema “Magersucht und Bulimie” näherbringen weil die meisten nicht darüber Bescheid wissen, und wir uns eigentlich auch noch nicht damit in der Schule beschäftigt haben. Weiteres möchte ich die Definition von Bulimie erklären und auch die Folgen und Risiken der Krankheit näherbringen. Da die meisten Jugendlichen glauben, dass sie nie mit diesen Krankheiten in Berührung kommen werden, möchte ich Ihnen verstehen zu geben, dass man in die Magersucht oder auch Bulimie leicht hinein schlittern kann und ohne professionelle Hilfe nicht so schnell wieder herauskommt. Deshalb möchte ich alle offenen Fragen und auch Zweifel beseitigen. Ich habe sowohl Symptome als auch ihre Begleiterscheinungen in meinem Kulturportfolio zusammengefasst.
2) Was möchte ich mit meinem Thema erreichen?
Da Jugendliche aber auch Erwachsene oft ein total falsches Bild von Magersucht und Bulimie haben, möchte ich mit diesem Thema eine Aufklärung schaffen. Dazu ist zu sagen dass man Magersucht nicht gleich mit Bulimie vergleichen kann. Bulimie ist eine sogenannte Ess-Brech- Sucht bei der innerhalb kürzester Zeit gewaltige Nahrungsmengen aufgenommen und anschließend durch Erbrechen wieder ausgeschieden werden. Magersucht ist eine psychische Störung aus dem Bereich seelische Essstörungen, doch nicht zu vergleichen mit “Anorexie ” die lediglich eine Appetitlosigkeit darstellt. Dazu ist zu sagen dass man nicht alle dünnen Menschen in einen Topf werfen kann. Nur weil jemand wirklich schlank ist, heißt es noch lange nicht dass der- oder diejenige magersüchtig ist oder unter Bulimie leidet. Vor allem das möchte ich meinen Mitschülern näherbringen und ich hoffe dass ich dieses Ziel auch erreichen werde.
3) Kurze Zusammenfassung meines Themas
Mein Thema beinhaltet sowohl die Definition von Magersucht und Bulimie als auch die Symptome und Begleiterscheinungen. Es werden die Folgen und Risiken dieser Krankheiten näher beschrieben. Ich habe natürlich auch erläutert wie es zu solchen Krankheiten kommt aber auch wie man sie therapeutisch behandeln und besiegen kann. Weiteres habe ich die körperlichen Folgen wie Herzkrankheiten, Probleme mit Hormonen und der Durchblutung, Knochenkrankheiten und Organversagen hinzugefügt und erklärt. Zum Schluss habe ich noch Themen aus der Literatur herausgenommen und ausführlich beschrieben. Ich hoffe ich konnte meine Aufgabe erfüllen, und euch einen kleinen Einblick in die gefährliche Welt der Essstörungen geben.
1) Definition
Der Begriff Bulimia nervosa stammt aus dem lateinischen und bedeutet umgangssprachlich Ess-Brech-Sucht. Die Krankheit ist gekennzeichnet von Fresssttacken, bei denen innerhalb kürzester Zeit gewaltige Nahrungsmengen aufgenommen und anschließend durch Erbrechen wieder ausgeschieden werden. Oft damit verbunden ist der Missbrauch von Abführmitteln, Appetitzüglern oder entwässernde Mittel. Bulimie tritt häufig bei Frauen zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr, aber auch bei Männern, auf. Oft ist auch die Bulimie eine Folgeerscheinung der Magersucht oder Übergewicht.
2) Symptome
Die Krankheit ist gekennzeichnet durch dauernd gezügeltes Essverhalten, unterbrochen von Heißhungerattacken an die sich ein Erbrechen anschließt. Die aufgenommene Nahrung besteht aus sehr fett- und kalorienreichen Lebensmitteln.
Bei einer solchen Attacke können bis zu 50 000 Kalorien aufgenommen werden und die Häufigkeit kann sehr variieren. Diese Heißhungeranfälle sind in der Regel heimlich, sodass sie von den Mitmenschen nicht wahrgenommen oder erst sehr spät erkannt werden.
Die Betroffenen haben oft sehr starke Gefühlsschwankungen. Dies geht von höchstem Lustempfinden bis zu tiefsten Depressionen. Nach dem Erbrechen schämen sich die Betroffenen meist und öffnen sich nicht mal gegenüber einer Vertrauensperson. Menschen mit Bulimie beschäftigen sich fast permanent mit allem was Essen, Kalorien, Diät oder Figur betrifft.
Sie können unter-, normal oder auch übergewichtig sein, doch alle haben meist ein sehr schlankes Schönheitsideal. Alle verbindet zwei Ziele: nämlich ungehemmtes Essen und der Wunsch dünn zu werden oder zu bleiben.
Die Ursachen der Bulimie
• Die meisten Menschen die unter Bulimie leiden haben meist ein schwere Leidensgeschichte
• Frauen haben nicht selten schlechte Erfahrungen in der Sexualität gemacht
• Bulimie kann sich auch aus der Magersucht entwickeln, dann wenn das Hungerbemühen nicht mehr funktioniert und durch Fressattacken geändert werden soll
• Es besteht sehr häufig ein Mangel an Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl sowie das Gefühl der Wertlosigkeit
• Vor Angst grenzen sich die Betroffenen von ihren Mitmenschen ab, haben aber gleichzeitig ein sehr großes Bedürfnis an Nähe und Zuneigung
Folgen und Risiken
• Depressionen
• emotionale Einsamkeit
• Durch Missbrauch von Drogen, Alkohol und Medikamente kann auch eine Sucht entstehen sowie das Borderlinesyndrom (Persönlichkeitsstörung)
• Kreislaufprobleme
• neben den seelischen Konsequenzen gibt es auch deutliche körperliche Schäden, die unter Umständen zum Tod führen können
• durch die Magensäure wird der Zahnschmelz angegriffen
• Durchfall und Verstopfung, Blähungen, Völlegefühl und Unterleibsschmerzen
• Verhornungsmerkmale an den Handrücken durch das selbstherbeigeführte Erbrechen
Therapien
Der schwerste aber auch wichtigste Schritt ist sich selbst einzugestehen, dass man krank ist. Dazu kommt sich Hilfe zu suchen oder Hilfe von anderen anzunehmen. Die Betroffenen leben meist unabhängig aber sind es nicht gewohnt ihre Gefühle und Ängste zu offenbaren. Bei stark untergewichtigen Patienten ist eine Einweisung ins Krankenhaus lebensnotwendig. Bei anderen Patienten können Behandlungen in Form von Einzel-, Gruppen- oder Familientherapien durchgeführt werden. Außerdem gibt es Selbsthilfegruppen, doch in den meisten Fällen muss die Therapie unter ärztlicher Aufsicht gemacht werden.
Zunächst wird mit einer Einzeltherapie begonnen. Dort können die Betroffenen Vertrauen zu ihrem Therapeuten aufbauen und es ihnen somit leichter fällt über die Krankheit zu reden.
Es gibt auch Einrichtungen, in denen Essgestörte in einer WG zusammenwohnen und sich gegenseitig unterstützen können. Wenn die Ursachen für die Essstörung innerhalb der Familie liegen, ist eine Familientherapie zu empfehlen. Hier werden die Personen mit einbezogen, die zusammen oder sehr nah mit der Person gelebt haben. Die häufigsten Ursachen in der Familie für eine Essstörung sind häufiger Streit, Drogen- oder Alkoholmissbrauch, körperlicher oder sexueller Missbrauch, Mangel an Kommunikation oder Schwierigkeiten Gefühle auszudrücken.
Magersucht
… ist eine psychische Störung aus dem Bereich der seelisch bedingten Essstörungen. Magersucht ist nicht gleichbedeutend mit dem Begriff Anorexie, welche lediglich eine Appetitlosigkeit bedeutet.
Die meist jungen weiblichen Patienten leiden an einer Körperschemastörung, d. h. sie nehmen sich trotz eines bestehenden Untergewichts als „zu fett“ wahr. Anders als andere Menschen erlangen sie ihr Selbstwertgefühl nicht aus allgemeinen Leistungen in Beruf, Hobby oder Privatleben, sondern ausschließlich aus ihrem Gewicht bzw. der Fähigkeit, dieses zu kontrollieren.
Die Magersucht ist mit einer geschätzten Krankheitshäufigkeit von 0,7 % unter weiblichen Teenagern zwar seltener als die Bulimie, zeigt jedoch einen deutlich ungünstigeren Verlauf, nicht selten mit schweren körperlichen Komplikationen. Die Erkrankung beginnt am häufigsten im Teenager-Alter, wobei eine Diät, die anschließend außer Kontrolle gerät, ein Einstieg sein kann. Die Krankheit kann
jedoch auch bei Erwachsenen oder bereits vor Eintritt der Pubertät auftreten. Nur einer von zwölf Erkrankten ist männlich.
In wenigen Fällen dauert die Erkrankung nur kurz an und braucht eine kurzzeitige Behandlung. Häufig kann der Krankheitsverlauf auch langwierig sein und auf keine Therapie ansprechen. Magersucht zählt zu den psychischen Krankheiten mit der höchsten Sterberate. Es sterben etwa 15 % der Erkrankten letztlich an den Folgen der Magersucht.
Symptome
Das Kennzeichen der Magersucht ist die selbst herbeigeführte Gewichtsabnahme, die in der Regel durch vermindertes Essen erreicht wird, wobei besonders Nahrungsmittel, die als „fett machend“ angesehen werden, weggelassen werden. Manchmal wird die Gewichtsabnahme unterstützt durch Missbrauch von Appetitzüglern, Verwendung von Laxantien (Abführmittel) oder Diuretika(Wassertablette), durch selbst ausgelöstes Erbrechen oder übermäßige sportliche Betätigung.
Im Gegensatz zur Bulimie haben an Magersucht- Erkrankte jedoch immer Untergewicht (Body-Maß-Index unter 17,5), wodurch u.a. hormonelle Störungen entstehen. Bei Frauen kommt es zum Ausbleiben der Periode. Beginnt die Krankheit vor der Pubertät, entwickelt sich keine weibliche Brust, außerdem stoppt das Größenwachstum.
Auf psychischer Ebene sind die Gedanken der Betroffenen eingeengt und kreisen stets um die Themen Ernährung und Gewicht.
Körperliche Folgen
Die Magersucht ist eine schwere, unter Umständen tödliche Erkrankung. Durch das extreme Untergewicht werden hauptsächlich diese körperlichen Folgen verursacht:
•Herz: verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, aus welchen ein plötzlicher Herztod folgen kann.
•Blut: Störungen der Elektrolyte (besonders gefährlich: niedriger Blutdruck mit Herzrhythmusstörungen, Leukozytopenie (Mangel von weißen Blutkörperchen) und Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen)
•Hormone: niedrige Konzentrationen von Geschlechtshormonen (LH, FSH, Östrogen), dadurch: Ausblieben der Menstruation , Unfruchtbarkeit, evtl. fehlendes Wachstum der Brust bei Frauen. Verlust der Potenz bei Männern. Niedrige Konzentration von Schilddrüsenhormonen.
•Knochen: Osteoporose mit erhöhtem Risiko einer Fraktur
• Zähne: Erosionen durch Magensäure, Karies.
•Organe: Darmträgheit und chronische Verstopfung, Magenkrämpfe, Übelkeit, Nierenversagen, Blasenschwäche
Diagnose
Die Diagnose ergibt sich aus einem ausführlichen diagnostischen Interview, das offen oder mit Hilfe von Checklisten erfolgen kann. Im Anschluss daran erfolgen weitere Tests, z. B. ein EKG und ein Bluttest, um körperliche Begleiterscheinungen des Untergewichts zu erfassen. Besteht der Verdacht, dass andere Ursachen das Untergewicht verursacht haben werden weitere Untersuchungen veranlasst.
Magersucht in der Literatur – Das Sissi-Syndrom
Sissi Schönheit ist legendär. Zu ihrer Zeit galt sie als eine der schönsten Frauen überhaupt. Doch dies war zunächst weniger auf ihre natürliche Schönheit zurückzuführen als vielmehr auf einen lebenslang zelebrierten und gelebten Schönheitswahn. Sissi widmete sich keinem Bereich ihres Lebens so sehr wie der Pflege ihres eigenen Körpers. Allein die Pflege ihrer Haare, die ihr fast bis zu den Fersen reichten, nahm täglich mehrere Stunden in Anspruch. Um schlank zu bleiben, hielt sie ihr Leben lang streng Diät und betrieb jeden Tag mehrere Stunden Sport: Reiten, Fechten, Wandern und Gymnastik sollten ihren Körper schlank und fit halten. Bei einer Größe von 172 cm wog sie nur etwa 45 Kilogramm, ihre Taille schnürte sie mit Hilfe von Korsetts auf 50 cm zusammen. Man geht heute davon aus, dass Sissi an einer Art der Magersucht litt.
Models sind das Vorbild vieler junger Mädchen. Schon seit vielen Jahren wird das Thema Magersucht bei Models bzw. Topmodels auch öffentlich diskutiert. Denn ein Model muss nicht nur schön sein, sondern auch schlank. Und meist sogar mehr als schlank, denn die meisten Models sind spindeldürr. Dass man die Rippen aus der Ferne zählen kann, ist keine Seltenheit. Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass Models in der Regel nicht mehr als 1000 Kalorien pro Tag zu sich nehmen, und in manchen Fällen nicht einmal das. Der normale Tagesbedarf einer Frau liegt bei mindestens 2000 Kalorien.
Die Frage ist, ob die Gesellschaft dieses Idealbild, das hier verkauft ist, weiterhin klaglos hinnehmen sollte, denn es ist inzwischen erwiesen, dass Models in ihrer Vorbildfunktion gerade bei jungen Mädchen für eine drastische Zunahme von Erkrankungen wie Bulimie und Magersucht sorgen. Eine durchschnittliche Frau sieht nun einmal von Natur aus nicht so aus, wie es uns die Modewelt verkaufen möchte. Dieses Gewicht, das uns als Idealgewicht vorgeführt wird, ist das Ergebnis von Hunger, Verzicht und oftmals auch von gewaltsam herbeigeführtem Erbrechen, aber auch von Abführmitteln und schädlichen Diätpillen. Wie gefährlich dieser Raubbau mit dem eigenen Körper ist, sollte eigentlich der Tod des Models Eliana Ramos verdeutlichen, die mit nur 18 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb, der durch Mangelerscheinungen ausgelöst wurde. Nur wenige Monate zuvor war ihre Schwester, Luisel Ramos mit nur 22 Jahren an der gleichen Ursache verstorben.
Habe ich das erreicht was ich wollte?
Anfangs war es schwer sich mit diesem Thema zu beschäftigen, weil es viele Punkte gibt, über die Aufklärungen geschaffen werden müssen. Unter anderem auch weil ich nicht nur ein Thema näherbringen will. Ich habe mich in meinem Kulturportfolio auch mit dem Thema Bulimie beschäftigt, da diese Krankheit auch im Zusammenhang mit Magersucht steht.
Ich versuchte, sowohl Auslöser der Krankheiten als auch Symptome und die körperlichen Folgen dieser gefährlichen Essstörungen auszuarbeiten und verständlich zu erklären. Zuerst definierte ich die Krankheit Bulimie und fügte dann auch noch die Ursachen, Folgen und Risiken hinzu. Danach
beschäftigte ich mich mit den Therapien und wie man diese Krankheit besiegen kann. Natürlich brachte ich zum Ausdruck, dass bei der Heilung der Essstörung professionelle Hilfe unumgänglich ist. Weiteres bearbeitete ich das Thema “Magersucht”. Natürlich habe ich mich dort auch mit Symptomen, körperlichen Folgen und Diagnosen beschäftigt. Zum Schluss habe ich Euch noch das sogenannte “Sissy- Syndrom” nähergebracht, und auch zwei Models genannt die sehr jung an dieser gefährlichen Krankheit gestorben sind.
Ich habe dieses Thema ausgewählt, weil die meisten Menschen, vor allem junge Mädchen, nicht wissen was sie ihrem Körper damit antun, wenn sie hungern nur um schlank zu sein. Ich habe auch erschreckende Bilder beigefügt, um allen zu zeigen dass Magersucht und Bulimie alles andere als harmlos ist.
Somit habe ich einen kleinen Einblick in die gefährliche Welt der Magersucht und Bulimie geschaffen und Euch die wesentlichen Punkte erläutert. Dadurch habe ich das erreicht, was ich wollte und hoffe, dass alle offenen Fragen zu diesem Thema beantwortet wurden.
Quellenangabe

http://de.wikipedia.org/wiki/Anorexia_nervosa

www.schulnote.de/Bulimie

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