Die Zauneidechse

Die Zauneidechse
Die Zauneidechse erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 27 cm. Sie besitzt einen
leicht abgeflachten Körper und ist relativ kurzbeinig. Der Kopf ist kurz, hoch und
stumpfschnäuzig. Der Schwanz ist etwa 14 cm groß. Zauneidechsen besitzen eine trockene, schuppige Hornhaut, diese schützt vor Austrocknung und Verletzungen. Die Hornhaut muss von Zeit zu Zeit gewechselt werden, da sie aus abgestorbenen Zellen besteht und nicht mitwächst. Bei der Zauneidechse unterscheiden sich die beiden Geschlechter als auch die Jungtiere in der Färbung. Die Grundfarbe von Oberkopf, Rücken und Schwanz ist bräunlich. Die Männchen besitzen in der Paarungszeit in der Regel grüne Körper-, Kopf- und Bauchseiten. Das Zeichnungsmuster von Rücken und Flanken weist Flecken, Linien oderBänder auf. An den Flanken sind die typischen großen weißen, dunkel umrahmten Augenflecken ausgebildet, die bei Jungtieren bis zu drei Reihen pro Flanke bilden können. Bei älteren Männchen sind die Augenflecken oft nicht mehr erkennbar.
Das Verbreitungsgebiet der Zauneidechse reicht im Westen bis NO-Spanien, im Norden bis
Mittelengland, Dänemark, S-Schweden und in Russland bis über 62° n.Br. Im Osten reicht die
Verbreitung über die Krim und den Kaukasusraum bis zum Baikalsee. Im Süden ist die Zauneidechse praktisch überall an der Nordküste des Schwarzen Meeres anzutreffen. Nicht besiedelt sind beispielsweise Nord- und Mittelskandinavien, Schottland und Irland sowie weitgehend der Mittelmeerraum. Die Zauneidechse besiedelt ein breites Biotopspektrum. Dünen, Heideflächen, Steppengebiete, Brachflächen, aufgelassene Kiesgruben und Waldränder werden genauso besiedelt. Weiterhin werden Straßen-, Weg- und Uferränder, sowie Bahndämme als Lebensraum genutzt.
Zauneidechsen nehmen ausschließlich lebende Nahrung auf. Sie ernähren sich von kleineren Tieren, insbesondere Würmern, Insekten, Spinnen und deren Larven. Im März beginnt die Paarungszeit. Zwischen der Begattung und der Eiablage vergehen dann mindestens 10 Tage. Die Eier werden also in einem recht fortgeschrittenen Entwicklungsstand abgelegt. Das Weibchen legt etwa 10 bis 15 Eier in eine selbst gegrabene Erdröhre. Dazu werden sandige Plätze aufgesucht, die von der Sonne erreicht werden. Nach ca. 6 Wochen sind die 5 cm langen Eidechsen fertig entwickelt, sie ritzen mit einem Eizahn die Hülle auf. Sofort sind sie selbstständig und müssen alleine Nahrung suchen. Es sind bis zu 2 Jahresgelege möglich. Nach der Paarung leben Männchen und Weibchen weiterhin als Einzelgänger.
Einen großen Teil des Jahres (5-7 Monate) verbringen die Zauneidechsen in einem Winterquartier. Wie viel Zeit sie dort verbringen, hängt vom Klima ihres Lebensraumes ab. In Mitteleuropa dauert die Winterruhe von September/Oktober bis März/April. Während dieser ganzen Zeit tritt so gut wie kein Gewichtsverlust auf. Zauneidechsen verkriechen sich unter Steinen und Spreu oder überwintern unter einer ca. 10cm tiefen Spreuschicht.
In Terrarien können Zauneidechsen über 12 Jahre alt werden. In der freien Natur kommen Alter von über sechs Jahren insbesondere bei den Männchen eher selten vor.

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