Die Weinbergschnecke

Die Weinbergschnecke
Art: Weinbergschnecke (Helix pomatia)
Gattung: Helix
Familie: Eigentliche Schnirkelschnecken (Helicidae)
Ordnung: Lungenschnecken (Pulmonata)
Klasse: Weichtiere
Stamm: Wirbellose Tiere
Unter den einheimischen auf dem Land lebenden Gehäuseschnecken ist die Weinbergschnecke die größte Art. Ihr Gehäuse kann eine Breite von 5-7 cm erreichen und ist unterschiedlich hellbraun gefärbt. Der beigefarbene, manchmal auch graue Körper kann bis zu 10 cm Länge erreichen. Eigentlich ist die Weinbergschnecke bei uns nicht einheimisch, denn sie wurde schon in prähistorischer Zeit aus süd- und südosteuropäischen Gebieten durch den Menschen weiter nach Norden gebracht. Man findet Weinbergschnecken an schattigen und feuchten Orten besonders auf kalkhaltigen Böden. Saure Böden meiden sie. Direkte Sonne vertragen sie nicht und sind deshalb vor allem nachts zum Fressen unterwegs. Bei warmem Regenwetter kann man Weinbergschnecken jedoch auch tagsüber gut finden. Im Frühsommer beginnt die Paarungszeit der Weinbergschnecken. Alle Schnecken sind Zwitter und haben Samen und Eier in ihren Geschlechtsorganen. Drei Jahre müssen sie alt werden, bevor sie sich paaren und Eier legen können. Vor der eigentlichen Paarung stoßen sich die Schnecken gegenseitig einen etwa 5 mm langen sogenannten „Liebespfeil“ in die Fußsohle. Damit zeigen sie einander, dass sie zur Paarung bereit sind. Dann tritt an der rechten Kopfseite das weißliche Begattungsteil hervor. Damit übergeben sie dem anderen Partner den Samen in die Geschlechtsöffnung, die sich ebenfalls an der rechten Kopfseite befindet. Sechs bis acht Wochen nach der Paarung werden die reifen Eier abgelegt. Mit dem Fuß gräbt die Weinbergschnecke dann ein Loch, in das sie die 30 – 60 Eier ablegt. Dafür braucht die Schnecke mitunter einen ganzen Tag. Die Eier sind knapp erbsengroß und weiß oder beige. Zwei Wochen bleiben die Eier in der gegrabenen Höhle, dann schlüpfen die Jungschnecken mit dem fertigen Häuschen aus dem Ei und ernähren sich von der kalkhaltigen erde rundherum. Weinbergschnecken können recht alt werden. Man weiß von Gehegeschnecken, die 19 Jahre alt wurden. In der Regel beenden aber ihre zahlreichen Feinde, zu denen zum Beispiel Igel, Spitzmäuse und Drosseln gehören, ihr Leben viel früher.

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