Die Kupferspirale

Die Kupferspirale
Inhalt:
Was ist eine Kupferspirale?
Wie funktioniert sie?
Wie sicher ist die Verhütung mit ihr?
Für wen ist sie geeignet, für wen nicht?
Welche Vorteile sie?
Welche Nachteile gibt es?
Welche Nebenwirkungen und Risiken sind zu beachten?
Was kostet die Kupferspirale?
Bilder aus dem Internet
Quellen: Im Internet, die Seiten:
Pro famila www.Pearl-index www.gofenimin.de
www.familienplanung.de www.Unverdorben.org www.Debeka-gesundheitsportal
www.familienplanung.de www.bzga.de www.profamilia.de
www.Netdoktor.de www.Novafeel.de www.Medizininfo.de
www.Images.praxisteam stralsund www.Prou.at www.Bluni.de
www.Frauenarzt-knop.de www.Mirena.at www.villarsgyn.ch
www.Aidshilfemainz.de www.drploy.atDie Spirale
Die Kupferspirale
“Spirale” ist ein volkstümlicher Begriff für ein T-förmiges Kunststoffstück, das zur
Verhütung in die Gebärmutterhöhle eingesetzt wird (Intrauterinpessar = IUP oder
intrauterine device = IUD ).
Die Kupferspirale ist rezeptpflichtig wird von einem Arzt in die Gebärmutter der Frau
eingelegt. Sie ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel für Zeiträume zwischen drei und
fünf Jahren. Spiralen sind T- oder hufeisenförmige Stücke aus Kunststoff, deren Mittelteil
mit Kupferdraht umwickelt ist. Ein Rückholfaden dient der Entfernung der Spirale. Sie
wird in unterschiedlichen Formen und Größen (2,5 bis 3,5 Zentimeter) hergestellt.
Nach der Pille und dem Kondom rangiert die Spirale auf Platz 3 der beliebtesten
Verhütungsmittel. Dies ergab eine aktuelle Umfrage der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung unter 1500 Männern und Frauen (BZgA, 2003).
Zugänglichkeit von Kupferspiralen
Für alle Spiralen gilt, dass sie nur von einem Arzt nach eingehender Untersuchung
verschrieben werden können. Sie sind dann in der Apotheke nur gegen ein Rezept
erhältlich.
Die Spirale schützt nicht vor
übertragbaren
Geschlechtskrankheiten und AIDS.
Funktion
Durch das Kupfer, das ständig in kleinsten Mengen von der Spirale abgegeben wird,
werden die Samenzellen auf dem Weg in die Eileiter in ihrer Beweglichkeit gehemmt,
und es kommt in der Regel nicht zur Befruchtung. Das Kupfer trägt außerdem wesentlich
dazu bei, dass der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut gestört wird. Damit wird die
Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindert, falls es doch zur
Befruchtung gekommen sein sollte.
Andere Quellen berufen sich darauf, dass die Kupfer-Ionen den Schleimpfropfen am
Gebärmuttermundhals verdicken, so dass kaum Spermien aufsteigen können. Falls sie
es doch schaffen die Eizelle zu befruchten finden sie eine nicht einladende
Gebärmutterschleimhaut vor. Alles geht in eine ähnliche Richtung und die richtige
Lösung wird wohl irgendwo dazwischen sein. Auf jeden Fall ist die Spirale auch als
Notfallverhütung bis zu 5 Tagen nach dem Geschlechtsverkehr einsetzbar, da sie wie
gesagt, die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindert.
Spiralen mit Goldzusätzen sollen die Anfälligkeit für Infektionen vermindern. Bisher
konnte jedoch noch nicht nachgewiesen werden, dass tatsächlich weniger Infektionen
auftreten.
Die klassische Kupferspirale gibt es schon seit rund 25 Jahren
SICHERHEIT
Die Sicherheit liegt bei Auswahl der richtigen Größe und sachgemäßer Anpassung der
Spirale bei 97 bis 99,6%.
Der Pearl-Index liegt je nach Einsteller ins Netz zwischen 0,5 und 4,6 meistens jedoch
bei 1 bis 2.
Damit gehört die Spirale mit zu den sichersten Verhütungsmitteln. Trotz der Risiken, die
ja nicht eintreffen müssen, sind viele Frauen insgesamt mit dieser Art der Verhütung
zufriedener, als Frauen, die andere Methoden verwenden.
Der Pearl-Index besagt, wie viele von 100 Frauen, die ein Jahr lang eine
Verhütungsmethode anwenden, schwanger werden.
Für wen ist sie geeignet?
Die Kupferspirale ist auch für junge Frauen geeignet, wenn sie nicht unter starken oder
schmerzhaften Menstruationsblutungen leiden. Das Risiko einer Eileiterschwangerschaft
ist leicht erhöht und auch die Anfälligkeit für Entzündungen der Gebärmutter steigt an.
Aber weder die Verwendung der Spirale an sich noch die Dauer hat einen Einfluss auf
die Fruchtbarkeit, sondern vielmehr die Ansteckung mit Chlamydien, einer sexuell
übertragbaren Infektion! Bedeutet: Nicht die Spirale kann unfruchtbar machen, sondern
die Chlamydien.
Für jede Frau, die bereits ein Kind geboren hat und langfristig sicher verhüten will sowie
hormonelle Verhütungsmittel ablehnt ist die Spiral geeignet, sowie für Frauen, die
östrogenhaltige Pillen entweder nicht vertragen oder nicht einnehmen sollten (z.B.
Raucherinnen, Alter über 40, Übergewichtige, Krampfadern usw.)
Für wen ist sie nicht geeignet?
Frauen mit einem sehr engen Muttermund; hierbei kann das Einsetzen unter Umständen
unmöglich sein.
Frauen, die in der Vergangenheit schon mal eine Eileiterentzündung hatten.
Wegen des Risikos aufsteigender Infektionen (Chlamydien) nur bedingt tauglich für
Frauen, die noch keine Kinder haben.
Das Risiko, die Gebärmutter zu beschädigen, ist kurz nach der Geburt erhöht. Eine
Spirale sollte daher erst rund acht Wochen nach der Geburt eingesetzt werden. Bis
dahin hat sich die Gebärmutter wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurückgebildet.
;-)))) FÜR MÄNNER UNGEEIGNET! ! ! ;-))))
Die Vorteile
– lange Wirkdauer (bis zu drei, fünf (bzw. 7-10) Jahre, in denen man sich nicht um
die Verhütung kümmern muss).
– Kein Eingriff in den Hormonhaushalt bei relativ hoher Verhütungssicherheit.
(Frauen, die eine Spirale haben, empfinden es als vorteilhaft, dass sie nicht auf ihren natürlichen
Zyklus verzichten müssen. (Frauen, die mit der Pille verhüten, haben in der einnahmefreien
Woche keine natürliche Menstruation, sondern lediglich eine Hormonentzugsblutung.) )
– Frauen, die bereits Kinder haben, kommen oft sehr gut mit der Spirale zurecht
Anwendungsfehler sind nicht möglich
– Die Spirale ist eines der sichersten Verhütungsmittel, laut Pearl-Index: 1 bis 2 (in
manchen Quellen auch 0,5 bis 4,6)
– Man (Frau) kann die Verhütung nicht vergessen
– gute Verträglichkeit – im Gegensatz zur Pille mit zunehmenden Alter besser
Nachteile
– Die Spirale kann bei vielen Frauen eine Verstärkung von Regelschmerzen und
Monatsblutungen zur Folge haben.
(Diese Symptome können aber auch ein Hinweis darauf sein, dass die Spirale möglicherweise
nicht mehr am richtigen Platz sitzt. Es ist wichtig, bei solchen Beschwerden die Ärztin oder den
Arzt aufzusuchen.)
– Zwischenblutungen können auftreten.
– seltene, aber ernsthafte Nebenwirkung kann das Auftreten einer
Unterleibsentzündung sein, die unbedingt ärztlich behandelt werden muss, damit
es nicht zu späterer Unfruchtbarkeit kommt.
– Frauen, die noch Kinder haben wollen, werden im Allgemeinen auf dieses
mögliche Risiko späterer Unfruchtbarkeit besonders hingewiesen
– Die Spirale verhindert keine Eileiter-Schwangerschaft.
– Blutungsstörungen (Schmierblutungen)
– Sechs bis sieben Prozent der Frauen stoßen eine Spirale aus (häufig in den
ersten beiden Anwendungsmonaten, manchmal auch unbemerkt)
– Beim Einsetzen der Spirale können Verletzungen auftreten.
– Das Einsetzen kann gelegentlich schmerzhaft sein
– regelmäßige, ärztliche Kontrolle (halbjährlich) ist notwendig
– Nicht möglich bei Kupferallergie (tritt jedoch selten auf)
– nicht zu empfehlen bei starken Regelblutungen oder Regelschmerzen
Nebenwirkungen/Risiken/zu Beachten
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
– Viele Frauen leiden unter stärkeren und längeren Monatsblutungen.
– Ausfluss und Zwischenblutungen sind häufiger.
– Die Spirale fördert aufsteigende Entzündungen, die durch Bakterien verursacht
werden. Die Rückholfäden bilden für Keime (z.B. Chlamydien) eine Brücke von
der Scheide ins Innere der Gebärmutter. Solche Infektionen können später zur
Unfruchtbarkeit führen.
– Häufiger Geschlechtsverkehr mit wechselnden Sexualpartnern erhöht das Risiko
einer solchen Infektion.
– Bei einer akuten Entzündung im Gebärmutterhals oder in den Eileitern muss
Antibiotika eingenommen werden. Die Spirale sollte sofort von einem Arzt entfernt
werden.
Besondere Risiken
Während der ersten Monate besteht vor allem bei Mädchen und jungen Frauen ein
erhöhtes Risiko einer Entzündung im Beckenraum, besonders dann, wenn der
Sexualpartner häufig gewechselt wird. Das Risiko von Entzündungen kann verringert
werden, wenn vor dem Einsetzen der Spirale Infektionen am Muttermund
ausgeschlossen beziehungsweise behandelt werden.
Die Spirale kann nicht eingesetzt werden bei Anomalien der Gebärmutter oder des
Gebärmutterhalses. Eine Neigung zu Eierstockentzündungen und sehr starke
Monatsblutungen sprechen gegen eine Kupferspirale.
Die Spirale erhöht die Wahrscheinlichkeit von Eileiterschwangerschaften. Das
Hauptrisiko der Spirale sind Entzündungen der Gebärmutter oder der Eileiter, die im
schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit führen können. Aus diesem Grund wird von einigen
Ärzten die Spirale nicht für Frauen empfohlen, die sich noch Kinder wünschen.
Zirka 8 Prozent der Frauen vertragen die Spirale nicht und die Spirale muss wieder
entfernt werden.
Zu beachten:
– Die Spirale wird durch den Frauenarzt in die Gebärmutter eingelegt.
– Regelmäßige Kontrollen mit Ultraschall halbjährlich sind erforderlich
– Was eine mögliche Schwangerschaft angeht: Man sollte auf die Signale des
Körpers achten. Im Fall einer Schwangerschaft sollte ein Arzt die Spirale ziehen;
es kann eine Fehlgeburt folgen.
– Bei Blutungsstörungen, ausbleibender Menstruation oder anderen Symptomen
wie Brustspannen oder Übelkeit ist ein Arzt aufzusuchen.
– Nach dem Einsetzen der Spirale und der darauf folgenden Menstruation muss die
Frau oder der Arzt kontrollieren, ob die Fäden korrekt sitzen. In manchen Fällen
wird die Spirale wieder abgestoßen.
Kosten
Kupferspirale: ca. 80 bis 130€ für einen Anwendungszeitraum von 3 – 5 Jahren. (in
Ausnahmen bis zu 7 oder 10 Jahren (bis 200 €)). Der Preis gilt einschließlich Beratung,
Untersuchung und Einlegen. Das macht bei einer Liegezeit von 3 bis 5 Jahren
umgerechnet monatlich zwischen 1,33 € (bei 80€ für 5Jahre) und 3,61€ (bei 130€ für 3
Jahre) an Kosten.
Die Kosten für die Beratung über die Methoden der Verhütung übernimmt die
Krankenkasse. Für die empfohlenen halbjährlichen Ultraschallkontrollen können Kosten
von bis zu 40 € entstehen. .
Nach der Gebührenordnung für Ärzte/-innen soll die Spirale bei gesetzlich
krankenversicherten Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr von der Krankenkasse
übernommen werden. Dies wird jedoch in einigen Fällen abgelehnt. Man sollte sich
daher vor der Einlage beim Frauenarzt bzw. Frauenärztin informieren.
Verschieden Abbildungen von Spiralen aus dem Internet
Spirale (T-Form) im Modell verschiedene Formen der Spirale
Spirale in U-Form Spirale U-Form im Modell
Spirale in U-Form Spirale in T-Form Spirale T-Firm, verpackt
Schema einer eingesetzten Spirale in T-Form

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