Der Maulwurf

Der Maulwurf

Aussehen / Körperbau:

Der Maulwurf hat einen walzenförmigen Körper und wird etwa 11-16 cm. Gross. Sein Schwanz ist kurz, die Schnauze recht spitz. Seine Hintergliedmassen sind Laufbeine, die ähnlich aussehen wie Mäusebeine. Seine Vordergliedmassen sind grosse, flache und schaufelförmige Grabbeine mit kräftigen Krallen.

Die Vorderbeine sind zu mächtigen Grabschaufeln umgewandelt, der walzenförmige Körper bleibt dabei äusserst gelenkig, so dass er in der Lage ist, sich per Rückwärtsrosse im engen Gang zu drehen, um anschliessend wie ein Bulldozer das zuvor nach hinten geschaufelte Erdreich zum Ausgang in Richtung des nächstgelegenen Maulwurfhaufens zu befördern.

Lebensweise:

Ungefähr alle 3 bis 4 Stunden oder angelockt durch besondere Geräusche, durchsucht der Maulwurf seine Gänge und versucht, die eingedrungenen Tiere zu erbeuten. Gelegentlich fallen ihm dabei Wühlmäuse, ja sogar Schlangen zum Opfer.
Aber er gräbt auch aktiv nach Nahrung, besonders im Winter, wenn die Bewegung der Bodentiere eingeschränkt ist und viele Tiere als Ei oder Insektenpuppe im Boden ruhen. Unser europäischer Maulwurf hat sich hervorragend an seinen sandig bis lehmigen Lebensraum angepasst.
An die Erdoberfläche kommen Maulwürfe nur, wenn sie durch Nahrungsknappheit oder große Trockenheit

gezwungen werden und dann ausschließlich nachts. Ansonsten leben die Tiere nach einer eigenen “inneren Uhr”. Sie graben in gleichbleibendem Rhythmus von drei bis vier Stunden und ruhen in der Zwischenzeit aus oder inspizieren die bereits angelegten Gänge. Einen Winterschlaf halten Maulwürfe nicht.

Lebensraum:

Der Maulwurf lebt unter der Erde in Gängen oder in Röhren. Sie scharren sich Gänge durch den Boden und werfen Haufen auf. Die Gänge sind meist 20 bis 30 cm. Unter dem Boden.

Nahrung und Gebiss:

Täglich verzehrt der Maulwurf an Nahrung etwa die Hälfte seines eigenen Gewichts. Sie leben ausschließlich von wirbellosen Tieren. Ihre Nahrung besteht dabei zu 90% aus Regenwürmern. Der Rest setzt sich aus allerlei Insektenlarven, Drahtwürmern, Asseln und Schnecken zusammen. In Zeit großen Nahrungsüberflusses legen Maulwürfe richtige Vorräte an. Zu diesem Zweck werden Regenwürmer nicht getötet, sondern durch Abbeißen des Kopfes am fortschlängeln gehindert. Solch ein Vorrat kann Hunderte von Regenwürmern umfassen. Das lässt darauf schliessen, dass er ein Insektenfressergebiss besitzt.

Feinde:

Er hat hauptsächlich Katzen, Marder, Raubvögel sowie den Menschen als Feind. Er fällt diesen jedoch nur zum Opfer, wenn er sich aus einem beliebigen Grund an die Erdoberfläche begibt.

Fortpflanzung:

In der Regel leben Maulwürfe als Einzelgänger. Nur in der Zeit von Ende Februar bis Anfang Juni, wenn das Weibchen brünstig wird, paaren sie sich. Nach 11 Monaten sind die Maulwürfe geschlechtsreif. Freilebende Maulwürfe werden kaum älter als 3 Jahre.

Die Weibchen sind nur während einer Zeit von 30 Stunden paarungsbereit.
Kommt das Männchen zur unrechten Zeit, wird es durch Fauchen fortgejagt. Gelegentlich werden auch heftige Kämpfe zwischen Rivalen beobachtet. Nur einmal im Jahr wirft das Weibchen nach einer Tragzeit von 25 Tagen 3 bis 4 weisslich gefärbte Junge. Der Nachwuchs wächst sehr rasch, bei der Geburt sind es gerade mal 3,5 g Maulwürfchen, bereits nach 3 Wochen schon 60 g.

Besonderheit:

Als einziger aller Säugetiere besitzt der Maulwurf ein so genanntes Sichelbein, welches man auch als „sechsten Finger“ bezeichnet. ER kann mit seinen Vordergliedmassen Erdmassen vom 20-fachen seines Körpergewichts bewegen. Dazu besitzt sein Fell keinen Strich, sodass er sich vorwärts und rückwärts bewegen kann. Die Grabgeschwindigkeit hängt natürlich stark von der Bodenbeschaffenheit ab, aber in weichem Erdreich kann der Maulwurf 20 cm. Gang pro Minute graben. Das ergibt in 20 Minuten eine Masse von 6 kg. Verschobener Erde.

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