Das Blut

Das Blut ist ständig in Bewegung, es ist das flüssige Transportmittel unseres Körpers. Es transportiert…..

  • Kohlenstoffdioxid aus den Zellen in die Lungen
  • Sauerstoff aus der Atemluft von den Lungen zu allen Geweben
  • Wasser zu allen Geweben im Körper, (überflüssiges Wasser wird in erster Linie den Nieren zugeführt)
  • Nährstoffe an die Orte des Bedarfs und in die Speichergewebe
  • Abfallstoffe zu den Ausscheidungsorganen (vor allem zu den Nieren)
  • Giftstoffe, die von außen in den Körper gelangen oder im Körper selbst entstehen, zu den Entgiftungsorganen, insbesondere der Leber und der Nieren.
  • Abwehrstoffe gegenüber vielen körperfremden Stoffen und Zellen rasch an jede „Gefahrenstelle”.
  • Wärmeenergie aus dem Körperinneren zur Haut und zu den Atem­wegen.
  • Es verteilt Hormone, die von hormonliefernden Geweben und Drüsen in das Blut gelangen, im ganzen Körper.

Eigenschaften des Blutes

Viele Krankheiten lassen sich aus bestimmten Veränderungen der Blutbestandteile im Blutbild erkennen und in ihrem Schweregrad einordnen.

  • Das Blut hat einen ungefähren Anteil von 8% am Körpergewicht
  • Die Temperatur beträgt 37°C
  • Der pH-Wert ist 7,4
  • Blut ist eine Suspension

Zusammensetzung des Blutes

  • Wasser
  • Salze: Natrium, Chlorid, Kalium, Magnesium, Phosphat, Calcium
  • Proteine (Eiweiß): Albumin, Immunglobuline, Gerinnungs-Faktoren
  • Zelluläre Bestandteile: Thrombozyten (Blutplättchen), Leukozyten (weiße Blutkörperchen) (wozu Neutrophile, Granulozyten Eosinophile Granulozyten, Basophile Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten zu rechnen sind), Erythrozyten (rote Blukörperchen)
  • Regulatorsubstanzen: Hormone Gase

Der Körper eines erwachsenen Menschen enthält 5-6 Liter Blut. Es besteht aus dem flüssigen Blutplasma und den darin schwimmenden festen Bestandteilen, den Blukörperchen (die nach der Menge nach 40-50 Prozent des gesamten Blutes betragen). Als Blutkörperchen bezeichnet man die Roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die Weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Bluplättchen (Thrombozyten).

Erythrozyten

Die roten Blutkörperchen sind Zellen die im roten Knochenmark gebildet werden. Im Verlauf ihrer Entwicklung wird der Zellkern ausgestoßen, sie sind also kernlos. Ihre durchschnittliche Lebensdauer beträgt 1 10Tage, in denen sie etwa 1500km zurücklegen. Ein Teil der abgenutzten Blutkörperchen zerfällt im Blut, die anderen werden im Knochenmark, in der Leber und in der Milz abgebaut. Die roten Blutkörperchen übernehmen den Gastransport. Sie besitzen einen roten Blutfarbstoff namens Hämoglobin (eisenhaltiges Protein), an dem sich Sauerstoffinolekühle anlagern können. Dadurch wird der Transport von Sauerstoff ermöglicht. Wenn die roten Blutkörperchen jedoch Kohlenstoffmonooxid aufnehmen, geht dies mit dem Hämoglobin eine stabile Bindung ein und blockiert auf diese Weise den Sauerstofftransport. (Kohlenstoffmonooxidvergiftung – Garage) Der Abfallstoff Kohlenstoffdioxid löst sich weitgehend im Blutplasma und wird in dieser Form transportiert.

Leukozyten:

Auf 700 rote Blutkörperchen kommt ein weißes Blutkörperchen, das etwa doppelt so groß ist wie ein rotes (Blutkörperchen). Sie besitzen einen Zellkern, aber kein Hämoglobin. Es gibt verschiedene Typen mit unterschiedlichen Aufgaben. Ihre Bildung erfolgt im roten Knochenmark, in der Milz und in den Lymphknoten. Sie besitzen eine amöboide Eigenbewegung und werden deshalb auch als Wanderzellen bezeichnet. Sie können den Blutstrom verlassen und in die Gewebe einwandern. Ihre Funktion ist abbauen der Gewebe, phagozytieren (weiße Blutkörperchen machen Bakterien unschädlich)eingedrungener Fremdkörper und Bildung von Antikörper gegen körperfremde Stoffe.

Thrombozyten

Die Blutplättchen sind keine echten Zellen sonder Bruchstücke von Knochenmarksriesenzellen. Wenn sie die Blutgefäße verlassen zerfallen sie rasch. Sie sind farblos, Scheiben- bis spindelförmig und recht klein. Sie besitzen eine hohe Klebrigkeit und setzen sich auf den Wundrändern fest und tragen dadurch zum Wundverschluß bei (auch bei Blugerinnung sind sie beteiligt). Ihre Lebensdauer beträgt nur wenige Tage.

Das Blutplasma

Das Blutplasma besteht 90% aus Wasser und 10% aus darin gelösten Stoffen. Beim Gerinnen scheidet sich daraus der Gerinnungsstoff ab und setzt sich samt den Zellbestandteilen des Blutes zu Boden.

Blutgruppen

Blutgruppen entstehen durch unterschiedliche Proteine auf der Oberfläche hauptsächlich der roten Blutkörperchen. Diese Proteine bilden Antigene. Blutgruppen sind erblich und merkmalen uns daher, (bewiesen früher Verwandschaftsverhältnisse). Im Blutserum kommen Verklumpungsstoffe vor, die sich an die roten Blutkörperchen anderer Blutgruppen anlagern und sie miteinander verklumpen (wegen Antigene). Daher kam es vor der Entdeckung der Blutgruppen nur selten zu erfolgreichen Blutübertragungen, denn oft endeten sie tödlich. Es gibt beim Menschen etwa 20 verschieden Blutgruppensysteme. Die wichtigsten beiden sind das AB0-System und das Rhesus-System. Weitere sind das Keil-System, MN-System,…..

Das AB0-System

Karl Landstein erhielt 1930 den Nobelpreis für Medizin für die 1901 gemachte Entdeckung des AB0-Systems. Es ist das wichtigste Blutgruppenmerkmal bei der Blutransfusion. Es sind 4 verschiedene Gruppen; A, B, AB, 0, Zum Teil sind diese auch mit Untergruppen z.B AI, A2, A1B, A2B und Varianten vorhanden. Blutgruppe A besitzt Antigene vom Typ A auf den roten Blutkörperchen und Blutgruppe B andere Antigene vom Typ B. Menschen von Blutgruppe AB haben beide Arten von Antigenen, bei Blutgruppe 0 sind keine Antigene vorhanden. Umgekehrt besitzen Menschen immer Antikörper gegen die fehlenden Antigene, bei Blutgruppe A also Antikörper gegen B und umgekehrt, bei Blutgruppe AB keine Antikörper und bei Blutruppe 0 Antikörper gegen A und B.

Nachweis der Blutgruppen

Der Nachweis der Gruppen erfolgt mit Hilfe von Testseren (mit entsprechenden Antikörpern).

Das Rhesus-System

Das Rhesus- System wurde 1940 von Landstein und Weiner entdeckt. Es wird zwischen Rhesus positiv und Rhesus negativ unterschieden. Rh+ bedeutet, dass auf den Blutzellen ein bestimmtes Antigen vorkommt, die die das nicht besitzen sind demnach Rh-. Das Rhesus-System spielt vor allem für Frauen in der Schwangerschaft eine große Rolle, denn wenn die Mutter Rh- und das heranwachsende Kind Rh+ ist, besteht die Gefahr, dass während der Geburt oder der letzten Schwangerschaftswoche Blut des Fötus in den Kreislauf der Mutter eindringt und dort eine Immunreaktion auslöst, die für das nächste Kind lebensbedrohlich ist. (erst beim 2. Kind Gefahr)

Erblichkeit

Im Laufe seines Lebens kann sich die Blutgruppenzugehörigkeit nicht ändern. Die Blutgruppen A und B sind gegenüber 0 dominat so muss der Träger der Blutgruppe 0 reinerbig (00) sein. Die Träger der Blutgruppe AB besitzen die Anlagen von A und B. Bei Blutgruppe A als auch ftir B kann Reinerbikeit (AA oder BB) oder Mischerbigkeit mit der Anlage 0 (A0 oder B0) vorliegen.

Quellen:

  • de.wikipedia.org/wiki
  • Hermann Linder, Biologie
  • www.blutgruppe.info
  • Ernst W. Bauer, Humanbiologie

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