AIDS / HIV

Zusammenfassung über Ursachen, Symptome, Stadien und Therapiemöglichkeiten von AIDS

AIDS: Acquired Immuno Deficienty Syndrome
HIV: Human Immunodeficiency Virus

Die Ursachen von AIDS und HIV

  • Ungeschützter Sex
  • Wiederholte Verwendung von Nadeln
  • Kontaminierte Blutprodukte / Bluttransfusionen
  • HIV Infizierte Schwangere

Fakten zum HIV Virus

  • AIDS wird durch einen einzersträngiges RNA Virus verursacht (HIV Virus)
  • RNA Viren gehören zur Familie der Retroviren
  • Die Retroviren wiederum gehören zur Familie der Lentiviren
  • Charakteristisch für diese Viren: noch nie gelang es sie vollständig aus dem Körper zu vertreiben. Zudem ist die Latenzzeit sehr lange.
  • Es gibt zwei Arten von HIV: HIV-1 (kommt weltweit vor) und HIV-2 (kommt hauptsächlich in Westafrika vor)
  • Beide Virustypen unterscheiden sich in ihrer RNA Sequenz und ihrer Virulenz
  • HIV-1 ist dem SIV der Schimpansen genetisch ähnlicher und HIV-2 dem SIV der Grünen Meerkatzen. Die jeweiligen Unterschiede sind kleiner als die Unterschiede der beiden Typen zueinander.

Den Weg vom Befallen bis zum Zerstören einer Zelle durch den HIV Virus kann man in 6 Schritte einteilen.

Schritt 1: Das Andocken

Um Andocken zu können braucht das HIV Virus bestimmte Oberflächenstrukturen (Rezeptoren) einer Zelle. Bestimme Zellen des Immunsystems weisen solche Rezeptoren auf: T-Helfer Zellen, Langerhans Zellen der Haut, Magrophagen und bestimme Hirnzellen.

Schritt 2: Das Eindringen

  • Das HIV Virus dringt in die Zelle ein und verliert danach seine Hülle
  • Erbinformation enthaltende Struktur der Zelle löst sich auf
  • HIV Erbinformation wird in der Zelle freigesetzt

Schritt 3: Das Umschreiben

  • Retroviren haben ein Genom, das aus RNa besteht.
  • Sie besitzen eine reverse Transkriptase, welches die Virus RNA in DNA umschreibt.

Schritt 4: Die Integration

  • Die durch Umschreiben entstandene DNa wird in die Wirtszelle eingebaut.
  • HIV kann nun am zelleigenen Leben teilnehmen und wird gleichsam mit Hilfe der menschlichen Zelle vermehrt.

Schritt 5: Transcription und Translation

  • Von der Zelle werden neue Virusbestandteile gebildet.

Schritt 6: Assembling und Budding

  • Zusammenbauen der einzelnen Proteine zum kompletten Virus und das nachfolgende Ausschleusen der Viruspartikel aus der Wirtszelle (Freisetzung des HIV Virus)

Stadieneinteilung der Krankheit

Es ist wichtig zwischen HIV und AIDS zu unterscheiden. AIDS ist das vom HIV Virus hervorgerufene Krankheitssymptom. Ein HIv infizierter Mensch kann sich lange Zeit völlig gesund fühlen, bis er zum ersten Mal an einer “AIDS-definierten Krankheit” erkrankt AIDS Stadien werden je nach Schwere der Erkrankung in 3 Kategorien eingeteilt (A, B, C). Jeder Kategorie wird, orientiert an der Zahl noch vorhandener T-Helferzellen, ein Zahlenwert zugewiesen. (A1 bis C3)

Die Stadien A-C und ihre Symptome

A: HIV Positiv, Neuinfektion und/oder asymptomatisch

  • HIV Positiv: Bezeichnung für eine Person, bei der HIV direkt oder indirekt im Blut nachgewiesen wurde.
  • In dieser Situation kann sich das sogenannte LAS ausbilden (Lymphadenophatie Syndrom)
  • Dies führt zu Lymphvergrösserungen an verschiedenen Körperstellen
  • Der Lymphknotendurchmesser beträgt dann mehr als 0,5cm – die Knoten sind jedoch nicht druckschmerzhaft
  • 1-6 Wochen nach der Infektion kommt es in 70% aller Fälle zur sogenannten akuten HIV Erkrankung
  • Diese verläuft wie eine Grippe und wird daher auch oft mit selbiger verwechselt.
  • Allgemeine Symptome: Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Fieber
  • Speziellere Symptome: Halsentzündungen, geschwollene Lymphknoten, Hautausschlag

B: HIV Positiv, HIV assoziierte Erkrankungen

  • Mittleres Stadium einer HIV Infektion
  • Wiederholt Fieber über 38 Grad
  • Durchfälle über einen Monat andauernd
  • Pilzfbefall des Mund- und Rachenraumes
  • Pilzbefall der weiblichen Genitalien
  • Gürtelrose an mehreren Stellen und wiederholt auftretend
  • Nervenerkrankungen an Armen und Beinen
  • Gewebsveränderungen an Gebärmutterhals
  • Weissliche, behaart wirkende Mundschleimhautveränderungen
  • Infektion mit Listerien
  • Bakterielle Blutgefäßinfektion
  • Beckenentzündungen z.B.mit Abszess im Eileiter / Eierstock

C. AIDS

  • Endstadium der Erkrankung
  • Starker Gewichtsverlust
  • Erhebliche Einschränkung der Gehirnfunktion
  • Infekte durch Parasiten, Viren, Pilze, Bakterien
  • Infektionen verschiedener Organe, besonders der Netzhaut
  • Von Vögeln übertragene Infektionen ausserhalb der Lunge
  • Chronische Darminfektion
  • Versagen des Immunsystems

Therapie und Behandlung von HIV und AIDS

  • Therapiebeginn ist individuell mit dem Patienten abzuklären
  • Es gibt keinen festen Zeitpunkt, es sollte jedoch mit der Therapie angefangen werden bevor schwere Immunschäden auftreten.
  • Ziel ist es das Auftreten der symptomatischen HIV Infektion so lange wie möglich zu vermeiden.
  • HIV mutiert bei der Vermehrung, was eine medikamentöse Therapie speziell gegen den Virus erheblich erschwert.

Der Umgang mit HIV infizierten Menschen

  • Jeder alltägliche Kontakt wie Händereichen, Umarmen usw ist völlig unbedenklich
  • ebenfalls ungefährlich ist das gemeinsame Nutzen von Besteck, Geschirr, Gläser, Toiletten, Handtücher, etc

Schwangerschaft und Partnerschaft in Verbindung mit HIV und AIDS

Mittlerweile konnte das Übertragungsrisiko von einer Schwangeren auf ihr Kinde aufgrund von diversen Medikamenten gesenkt werden. Mit den modernsten Methoden der künstlichen Befruchtung besteht heute auch kein erhöhtes Risiko mehr für den HIV negativen Partner. Je nach Infektionskonstellation sind dabei folgende Methoden üblich:

1. Mann HIV Positiv, Frau HIV Negativ

  • Das HIV Virus ist in der Samenflüssigkeit besonders hoch konzentriert.
  • Es haftet abgestorbenen Samenzellen an
  • Gesunde, befruchtungsfähige Zellen sind nicht von HIV betroffen
  • Ziel ist es gesunde Spermien von den übrigen zu trennen
  • Diese Trennung erfolgt in 2 Schritten:
  • Die Spermaprobe wird speziell aufbereitet, so dass sich gesunde Spermien absondern und isoliert werden können.
  • Dann wird mit ultrasensitiven Methoden überprüft, ob kein Virus mehr an den Samenzellen haftet.
  • Die weibliche Eizelle wird anschließend mit dem aufbereiteten Sperma durch Eingabe in die Gebärmutter befruchtet.

2. Frau HIV Positiv, Mann HIV negativ

  • Hier müssen sowohl der Mann, als auch das zu gebährende Kind vor HIV geschützt werden.
  • Die HIV Übertragungswahrscheinlichkeit von Mutter zu Kind hängt dabei von der Viruslast der Mutter, bestehenden Resistenzen und eventuellen Begleiterkrankungen ab.
  • Je nach Vorraussetzung hängt es davon ab, ob dem Paar zur Verwirklichung ihres Kinderwunsches geraten wird.
  • Zum Schutz des Mannes wird eine Befruchtung ohne direkten Schleimhautkontakt durchgeführt.

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